Zu Tode gefürchtet ist auch TOT!

Die halbe Welt steht still. Das Leben, wie wir es gewohnt sind und kennen, ist derzeit nicht möglich. Die Gruppen in den sozialen Medien quellen über mit Meldungen von Gleichgesinnten, die sich über Gott und die Welt ärgern und auslassen. Zu Tode gefürchtet ist jedoch auch gestorben!

Zu Tode gefürchtet ist auch TOT!
Zu Tode gefürchtet ist auch TOT! | © by guidopeternell

Viele von ihnen geraten in Panik, weil sie auf KEINEN Ernstfall – wie immer dieser auch aussieht – vorbereitet sind. Sie haben sich immer schon davor gefürchtet, ruiniert zu sein oder zu werden.

Zu Tode gefürchtet… NEIN danke!

Die Menschen, die sich immer wieder gefürchtet haben, werden es auch weiterhin tun. Furcht ist jedoch ein schlechter Ratgeber. Und da es genügend Medien gibt, die zur Auflagenerhöhung furchteinflößende Schlagzeilen produzieren, habe ich mich mit diesem Beitrag dazu entschlossen, Mut zu machen und nach vorne zu schauen.

In Zeiten der Krise gibt es immer Verlierer und Gewinner

Während sich die einen zu Tode fürchten und ihre Zeit in diversen Foren und sozialen Netzwerken verbringen, bilden sich die anderen weiter und machen sich für den Restart bereit. Dabei geht es nicht um die Frage: „gut oder schlecht?“ Nein, es geht einzig und allein um die Frage, auf welcher Seite du stehst! Hast du das Erfolgs-Mindset, mit dem du, deine Familie, dein Unternehmen die Krise überstehen und gestärkt daraus hervorgehen können?

Ich verrate dir jetzt 3 Geheimnisse

In der Folge werde ich dir drei Geheimnisse verraten. Geheimnisse deshalb, weil sie die wenigsten Menschen kennen. Ich habe mir die Ausgangsbeschränkungen und Empfehlungen unserer Regierung zu Herzen genommen, wollte jedoch nicht untätig in meinen 4 Wänden die Zeit totschlagen. Ich habe mich stattdessen fit gehalten und intensiv weitergebildet. Davon kannst auch du – wenn du möchtest – jetzt und in Zukunft profitieren.

Geheimnis #1: Jede Krise hat wirtschaftliche Gewinner und Verlierer

Du kennst sicher die negativen Schlagzeilen der letzten Tage und Wochen: Dax erleidet höchsten Verlust seit 2001 | Lufthansa streicht im April 23.000 Flüge | Wirte dürfen Speisen nicht zum Abholen anbieten | In der Krise zeigt sich, wer das System stützt | Arbeitslosigkeit explodiert | Adidas, H&M und Deichmann setzen ihre Mietzahlungen aus…“

Ihr habt sicher auch solche Nachrichten die letzten Tage gelesen: Supermärkte als Gewinner | Schutz und Desinfektion: Unternehmen fahren die Produktion hoch | 24-Jähriger aus Sandhausen verdient angeblich Millionen mit Atemschutzmasken | Tragema und Eterna stellen Produktion auf Mundschutzmasken um. Die ersten 10.000 Masken sind bereits hergestellt (Wolfgang Grupp)…“

Welche Seite wählst du?

Welche Seite wählst du?
Welche Seite wählst du? | © by guidopeternell

Unternehmen auf der linken Seite nutzen die Kurzarbeit, stellen ihre Produktion ein, entlassen Mitarbeiter und dergleichen. Unternehmen auf der rechten Seite sichern damit auch in der Krisenzeit Arbeitsplätze, zahlen Steuern, schaffen einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft (Schutzkleidung, Desinfektionsmittel, Lebensmittel…). Das ist nicht unseriös. Es wird erst dann unseriös, wenn sie damit überzogen hohe Preise lukrieren.

Die Frage ist: „Welche Seite wählst du?

Siehst du nur die Krise? Siehst du nur die schlechten Nachrichten? Fühlst du dich nur bedroht und beängstigt? Oder suchst du Möglichkeiten, mit denen auch du profitieren kannst, ob du etwas anbieten kannst, was für die Gemeinschaft wertvoll ist und in deinen Möglichkeiten liegt?

Ich habe mich vor Konjunkturzyklen nie gefürchtet

Solche Zyklen gibt es in verschiedensten Abständen. Jeder Unternehmer sollte sie kennen und darauf vorbereitet sein. Nach einem Konjunktureinbruch, wie er derzeit stattfindet und einer nachfolgenden Rezession, kommt immer ein Aufschwung, der genutzt werden kann. Das soll heißen, dass du für die Zeit des Aufschwungs schon in den Startlöchern stehst, um sofort losstarten zu können.

Die beste Zeit, sich darauf vorzubereiten ist nicht die, wenn es wieder losgeht, sondern jetzt, wenn alle mies drauf sind. An den Aktienmärkten wird auch dann am gewinnbringendsten investiert, wenn die Kurse unten sind. Also ist es wichtig, die Situation genau zu beobachten, um sie richtig einzuschätzen, um daraus optimalen Nutzen ziehen zu können.

Geheimnis #2: Risikodiversifikation

Bei meinen persönlichen Risiken muss ich mir folgende Fragen stellen: „Wie sicher ist mein Job?“ Wie ist meine Planungssicherheit?“ Im Moment versprechen Regierungen Kredite in unbegrenzter Höhe. Sie versuchen alles, um so viele Arbeitsplätze wie möglich zu retten. Unternehmen, die bereits vor der Krise in Schwierigkeiten waren, werden nicht unbeschadet durch die Krise kommen. Diese Versprechen zeigen jedoch, wie ernst die Lage durch den Virus ist.

Wie sicher sind deine Einkommensströme?

Das gilt nicht nur für die Jobs, sondern auch für die Vermögensgegenstände. Die Aktienmärkte sind rapide zusammengebrochen und derzeit auf den niedrigsten Stand seit 2014. Aktien, Anleihen, Staatsanleihen und sogar Gold, die Krisenwährung Nummer 1, alles ist im Wert gesunken. Eine weitere Frage müsste deshalb lauten: „Wie sicher sind meine Einkommensströme?“

Einen hundertprozentigen Einkommensstrom gibt es nicht. Jobs können gekündigt werden, Dividenden können gestrichen werden, Mieten können ausfallen… Deshalb ist es wichtig, mehrere unabhängige Einkommensquellen zu haben. Je mehr voneinander unabhängige Einkommensquellen du hast, umso besser bist du für eine Krise abgesichert.

Beispiel:

Eine Einkommensquelle kann mein Job sein, eine 2. Einkommensquelle könnte zusätzlich ein Online-Business sein, mit dem ich monatlich zu meinem Job dazu verdiene, eine 3. Einkommensquelle könnte eine Immobilie sein, mit der ich im Monat ebenfalls Einnahmen lukriere. Das sind drei voneinander unabhängige Einkommensquellen, die dir leichter über diverse Krisen drüber helfen können. Das gilt für dich privat, gilt jedoch auch fürs Business. Auch fürs Business gilt, idealerweise mehr von einander unabhängige Einkommensquellen zu haben.

Was macht ein Unternehmen krisensicher?

Es gibt kein Geschäft, das in ALLEN Situationen profitiert. Deshalb ist es wichtig, auf die Risikodiversifikation zu setzen. Diesen Begriff kennen wir aus der Betriebswirtschaftslehre und der Risikobewältigung, um ein Gesamtrisiko in mehrere voneinander unabhängige Einzelrisiken aufzuspalten. Um also eine breite Streuung der Einzelrisiken zu erreichen, ist es empfehlenswert, die Einkommensströme auf mehrere Einkommensquellen zu verteilen.

Unsystematisches und systematisches Risiko

Aus dem Finanzbereich können wir zum Thema Risiko wertvolles lernen und nutzen. Dazu musst du die folgenden zwei unterschiedlichen Risiken verstehen:

1) Unsystematisches Risiko: Zum unsystematischen Risiko gehören Managementfehler wie zum Beispiel falsche Produktpolitik, falsches Marketing, zu hohe Kosten. Hier ist die Risiko-Ursache selbst verschuldet, da meine Unternehmens- und Preispolitik in meinen eigenen Händen liegt.

2) Systematisches Risiko: Dieses wird auch Marktrisiko genannt. Das Marktrisiko können wir nicht kontrollieren, weil es durch einen externen Schock (wie Corona, staatlicher Eingriff und dergleichen) verursacht wird.

Das Risiko-Ungleichgewicht

Die meisten Unternehmen haben neben dem Marktrisiko zu viel selbstverschuldetes unsystematisches Risiko, das sie anfällig macht. Wenn wie jetzt durch einen externen Schock (Corona-Virus) das systematische Risiko hoch ist, dann können Unternehmen oft das zusätzliche, selbst verschuldete Risiko nicht mehr verkraften.

Beispiel:

Die Fahrschule XY hat viele unsystematische Risikoprobleme (Managementfehler) gehabt, war vorher schon in Schieflage und hat sich gerade noch so durchgewurstelt. Dann kam das Marktrisiko mit dem externen Schock durch Corona dazu und hat sie kalt erwischt. Dieses zusätzliche Risiko mit dem externen Schock überlebte die Fahrschule XY nicht und musste Insolvenz anmelden.

Wir brauchen also Strategien, die uns helfen, das unsystematische, selbst verschuldete Risiko zu verringern oder besser noch, abzustellen. Nur dieses Risiko können wir beeinflussen.

Sicherheit zuerst: Risikodiversifikation im Business

  • Baue mehrere, möglichst voneinander unabhängige Einkommensströme auf. So wie im privaten gilt das auch im Business-Bereich. Wer hat vor der Corona-Krise bereits ausführlich darüber nachgedacht, seinen Kunden über einen Online-Shop etwas anzubieten? Es muss nicht zwingend eine Fahrschul-Leistung sein! Mit so einem Online-Shop hätte die Fahrschule eine zweite Einkommensquelle.
  • Arbeite niemals mit nur einem einzigen Dienstleister zusammen. Wie fatal das ist sieht man derzeit an der Automobilindustrie. Wenn nur ein einziges Teil von einem Auto fehlt, kann es nicht fertig gebaut und verkauft werden. Ohne Lenkrad, Reifen oder Kupplung geht das nicht.
  • Merksatz: Keine gefährdenden Abhängigkeiten! Handle schnell und entschieden, wenn solche vorhanden sind. Egal ob im Business oder privat.

Geheimnis #3 Die 6 wichtigsten Erfolgsfaktoren krisensicherer Unternehmen

  1. Flexibilität: Erfolgreich ist der, der sich SCHNELL an NEUE Marktgegebenheiten ANPASSEN kann.
  2. Geringe Fixkosten: Eine goldene BWL-Regel besagt, dass dich die Fixkosten auffressen, wenn der Umsatz wegbricht. Mieten, Tilgung, Leasing-Raten und dergleichen können dir bei wegfallendem Umsatz das Genick brechen. Unternehmen mit geringen Fixkosten sind krisensicherer unterwegs.
  3. Geldreserven, passend zu den Fixkosten: In der Betriebswirtschaftslehre sagt man, dass du Geldreserven für mindestens 3 Monate haben sollst, um bei „Worst Case“
    3 Monate überleben zu können.
  4. Geringe Abhängigkeit von einzelnen Marktteilnehmern oder Kundengruppen: Je mehr verschiedene Kunden du hast, umso krisensicherer bist du unterwegs.
  5. Direkter Kontakt zur Zielgruppe: Per E-Mail, per social Media, per Podcast, per YouTube. Damit hast du die Möglichkeit, Nachfrageschübe auszulösen. Dadurch erreichst du Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit. Eine eigene Webseite, die 24 Stunden am Tag verkauft und den User Nutzen bietet, ist auch Pflicht.
  6. Hoher Digitalisierungsgrad: Je mehr du dein Unternehmen automatisierst, umso weniger bist du von anderen abhängig.

Du siehst also, dass ich mich nicht dem Gejammere vieler Kolleginnen und Kollegen anschließe, ich mich nicht zu Tode gefürchtet habe und auch nicht stundenlang in den sozialen Netzwerken herumdiskutiere. Ich kann die derzeitige Krise nicht beeinflussen, sie jedoch dazu nutzen, um mich weiterzuentwickeln und danach wieder durchzustarten.

Meine Empfehlung lautet: Tu du es auch – für deinen Erfolg!

Dein die richtigen Weichen stellender

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: 7 Gratis-Tipps, um gestärkt über die Zeit zu kommen.

2 Gedanken zu „Zu Tode gefürchtet ist auch TOT!

  1. Dietbert Walter

    Hallo Guido,
    hallo Kollegen/innen,
    meine Gedanken zu Deinen drei Geheimnissen:
    #No1 Gewinner und Verlierer. Neben den jetzt unmittelbar sichtbaren Gewinnern gibt es noch viele, die interne Kommunikation, Ihre Vertriebswege und Arbeitsabläufe optimieren, um auch ohne die grenzenlose Mobilität profitable Geschäfte zu machen.
    #No2 Einkommensabhängigkeiten
    Gerade in der Fahrschulbranche sieht man, daß die Mehrzahl nur ihre Fahrausbildung in den gesetzlichen Führerscheinklassen anbietet. Und wer mit offenen Augen durch das Leben geht kann viele Bereiche links und rechts der eigenen Branche sehen, in denen man auch erfolgreich tätig sein kann.
    Was fehlt mir? Dein Hinweis, dass man auch viele Luxusartikel im Leben besitzt, die bei genauem Hinsehen entbehrlich sind. Was fehlt ist die Frage: Wie weit kann ich mich finanziell reduzieren und trotzdem eine gute Lebensqualität haben?
    #No3 Zu den sechs Faktoren fällt mir ein siebter Faktor ein. Ein Unternehmensberater hat vor vielen Jahren in einem Seminar die Frage gestellt: „Wieviel Geld hast Du im letzten Jahr in neue Fahrschulfahrzeuge investiert und wieviel Geld in deine persönliche Weiterbildung? Und so ist ein ganz wichtiger Punkt, dass man sich selbst ständig schult, weit über die gesetzliche 1 Tagesschulung hinaus. Und sich dabei auch in andere Branchen Seminare, Messen und Kongresse ansieht oder gute Bücher liest.

    Antworten
    1. Guido Peternell Beitragsautor

      Lieber Dietbert,

      zuerst einmal danke, dass du meinen Beitrag gelesen und kommentiert hast. Und nun meine Antworten dazu:

      #No1: Gewinner und Verlierer
      Ja natürlich hast du recht und es gibt noch viel mehr auch unsichtbare Gewinner, die es alle verdienen würden, vor den Vorhang treten zu dürfen. Auch solche, die ohne grenzenlose Mobilität profitable Geschäfte machen dürfen. Ich schreibe deshalb dürfen, weil sie es verdienen, solange sie es zum Nutzen der Gesellschaft machen und sich nicht nur durch die derzeitige Not der Menschen selbst bereichern.

      #No2: Einkommensabhängigkeiten
      In der Branche hat man das Gefühl, dass es zu einmal Fahrlehrer, immer Fahrlehrer keine Alternativen gibt. Dabei schreibst du richtig, sollte man in jeder Branche mit offenen Augen durch das Leben gehen und so oft es geht, dabei über den Tellerrand blicken. Meine Ausführungen in diesem Beitrag sollten zum Nachdenken anregen, ohne irgendwelche Lösungsansätze vorzugeben.

      Was dir fehlt
      Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen, dass man viele (Luxus)Artikel im Leben besitzt, die bei genauerem Hinsehen entbehrlich sein würden. Ich habe mir auch deine Empfehlung https://familieordentlich.de/ angesehen. Was ich gesehen habe, bestärkt mich in meiner Meinung, dass viele von uns kaufsüchtig sind und sich damit Dinge anschaffen, die sie sich privat und im Business oftmals garnicht leisten können.

      Frau Prof. Dr. Maja Göpel schreibt in ihrem Buch „Unsere Welt neu DENKEN“ (übrigens von dir empfohlen), dass die Ressourcen in der Vergangenheit unerschöpflich waren und, dass das heute nicht mehr der Fall ist. Es ist also jeder von uns dazu aufgerufen, darüber nachzudenken, ob wir das alles brauchen, was wir haben oder immer wieder haben wollen.

      Deine Frage,
      „Wie weit ich mich finanziell reduzieren kann und trotzdem eine gute Lebensqualität habe, kann ich nur für mich selbst beantworten“.

      Meine Antwort ist:
      „Ich, bzw. wir haben finanziell reduziert, um unseren beiden süßen Enkelkindern die Zeit widmen zu können, die wir ohne der Reduzierung (Verzicht) nicht hätten. Und ich finde, wir haben an Lebensqualität dazu gewonnen. Voraussetzung dafür ist natürlich ZUFRIEDENHEIT, eine heute fast vergessene Eigenschaft“. Und ich hoffe, dass sich jeder Leser dieser Zeilen selbst deine Frage auf der Zunge zergehen lässt und für sich selbst darüber nachdenkt, um zu seiner Antwort zu gelangen.

      #No3: Ein 7. Erfolgsfaktor
      Es freut mich, dass du dir meine damalige Frage so zu Herzen genommen hast. Und ja, du hast auch hier recht: Ich hätte dieses Thema auch als Faktor anführen können. Ich habe mir jedoch gedacht, dass ich LebensLangesLernen (auch über den Tellerrand hinaus) in meinen Blog-Beiträgen schon so oft behandelt habe und wollte deshalb ein „nicht schon wieder“ vermeiden. Das war ein Fehler denn das kann man nicht oft genug wiederholen!

      Danke nochmals für dein Feedback und eine schöne Karwoche. Liebe Grüße nach Idstein 🙂

      Antworten

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