Ziele – wer gut zielt, trifft besser

Die wenigsten Menschen setzen sich Ziele und leben nur so in den Tag hinein. Warum ist das so? Hast du dir auch schon einmal diese Frage gestellt? Vielleicht, weil sie gar nicht daran denken. Oder weil sie Angst haben, das Ziel nicht zu erreichen. Oder weil sie glauben, keine Zeit dafür zu haben. Bist du vielleicht auch jemand, der nur davon träumt und gar keine konkreten Ziele hat?

Ziele - wer gut zielt trifft besser

Ziele – wer gut zielt trifft besser | © by guidopeternell

Bei der Zielsetzung und der Zielverfolgung geht es nicht nur um die Zielerreichung, sondern auch um deine persönliche Entwicklung auf den Weg zu deinem Ziel. Schon Konfuzius schrieb: „Der Weg ist das Ziel!“ Ziele unterstützen dich dabei, dein Unterbewusstsein auf dein Ziel zu programmieren.

Ziele geben dir die Richtung vor und helfen dir dabei, deinen Fokus nicht zu verlieren. Egal, ob du Unternehmer oder Mitarbeiter bist, du wirst nur ein erfülltes Leben erreichen, wenn du Ziele hast und diese verfolgst. Ein Ziel ist eine Aufgabe, die du dir stellst, an die du glaubst und an der du konsequent arbeitest. Auch wenn es täglich nur eine halbe Stunde ist, die du an deinem Wunschziel arbeitest.

Informationsflut

Wir werden täglich von Informationen bombardiert. Vom 19. auf das 20. Jahrhundert verdoppelte sich das Wissen der Menschheit ungefähr in 50 Jahren. Heute verdoppelt sich das Gesamtwissen der Menschheit zirka alle 5 Jahre. Diese Informationsflut führt dazu, dass wir ohne perfektes Wissensmanagement immer weniger Zeit für uns selbst haben. Dass wir kaum Zeit zum Innehalten haben. Dass die wenigsten Leute sich Zeit nehmen, um über sich und ihr Leben nachzudenken.

Geht es dir auch so? Wenn ja, dann empfehle ich, dir täglich etwas Zeit für dich selbst zu nehmen. Steh dafür eine halbe Stunde früher auf, oder bestell deine Zeitung ab, oder sitz eine halbe Stunde weniger vor dem Fernseher, oder verbring weniger Zeit auf Facebook bzw. WhatsApp, um nur ein paar Möglichkeiten aufzuzählen. Mich wundert es immer wieder, wieviel Zeit Leute haben, um in sozialen Medien stundenlang sinnlos herum zu diskutieren. Und wenn man sie dann nach einem Termin oder sonst irgendetwas fragt, dann sind sie in Stress, überfordert oder dem Burn-Out nahe.

Wieviel Zeit verbringst du in sozialen Medien?

Ich bin mir sicher, du weißt es nicht. Oder du glaubst, dass es nicht viel ist. Fakt ist, dass du damit Lebenszeit in den sozialen Netzwerken verbringst. Du glaubst es nicht? BASIC thinking hat zu diesem Thema einen interessanten Artikel geschrieben.

Auch ich habe viel zu tun. Ich gehe trotz meiner Pensionierung noch immer meiner Berufung nach (wie zum Beispiel diesen Beitrag zu schreiben), arbeite im und rund ums Haus mit Garten, halte mich fit und verbringe Zeit mit meiner Familie und unseren beiden süßen Enkelkindern, die mich auf Trab halten. Da bin ich am Ende des Tages sehr oft richtig geschafft und froh, auf einen erfüllten Tag zurückblicken zu können.

Das macht meine Birne frei

Wenn ich mal alleine sein will, dann setze ich mich aufs Mountainbike und radle durch unsere Wälder auf den Berg rauf. Dabei genieße ich die Stille in der Natur, beobachte die verschiedensten Tiere und bestaune die reichhaltige Pflanzenwelt. Wenn du das auch machst wirst du sehen, dass sogar Unkraut schön sein kann. Das macht meine Birne frei und hält mich so nebenbei auch noch fit.

Gönne dir auch solche Auszeiten, um über dich und dein Leben nachzudenken. Es genügen dazu schon diverse Spaziergänge in der Natur. Du kannst dabei auf einer Parkbank über deine Ziele, deine Träume und deine Leidenschaft nachdenken. Starte mit 20-30 Minuten, die du je nach Bedarf und Lust sukzessive steigern kannst.

Jeder Mensch hat gleich viel Zeit. Denke darüber nach, wofür du deine zur Verfügung stehende Zeit verwenden willst. Ich habe meine für mich wichtigen Bereiche folgend definiert:

Die für mich wichtigsten 4 Bereiche

Ziele - wer gut zielt trifft besser

Ziele – wer gut zielt trifft besser | © by guidopeternell

Dabei geht es mir nicht um gleich viel Energie und Zeit für jeden Einzelnen der vier Bereiche. Das ist ohnehin kaum zu bewerkstelligen. Mir geht es um angemessene Aufmerksamkeit für jeden einzelnen der vier Bereiche. Mir geht es auch darum, meine Talente und meine Stärken in den einzelnen Bereichen ausleben zu können. Und genau deshalb habe ich meinen Energieaufwand für die für mich wichtigen Bereiche folgend definiert:

Jeder Mensch hat nur 100% Energie zur Verfügung

Du hast nur 100 Prozent Energie

Du hast nur 100 Prozent Energie | © by guidopeternell

Benjamin Franklin sagte: „Liebst du das Leben? Dann vergeude keine Zeit, denn daraus besteht das Leben!“ Dieses Zitat nahm ich vor langer Zeit zum Anlass, mir folgende zwei Kernfragen zu stellen:

  1. Wie kann ich so viel Dinge wie möglich in meinem Leben unterbringen?
  2. Wie finde ich Glück, Zufriedenheit und ein erfülltes Leben?

Du siehst also, wie wichtig das Ziele setzen ist, denn wenn du nicht weißt, wohin du willst, dann darfst du dich nicht wundern, wenn du (n)irgendwo ankommst. Unser Gehirn braucht klare Ziele. Mittelmäßigkeit, 08/15, Unlust und Frustration besiegst du nur mit einer klaren Zieldefinition. Brian Tracy sagte: „Zielklarheit ist 80 Prozent des Erfolges!“

Wirkungsvolle Ziele müssen motivieren und herausfordern, positiv formuliert sein, konkret und messbar sein, erreichbar und aus eigener Kraft realisierbar sein, schriftlich fixiert sein, zeitlich überschaubar terminiert sein und mit deinen persönlichen Werten im Einklang stehen.

Ja, ein Ziel muss wirklich attraktiv und vor allem zu schaffen sein. Nur das motiviert und setzt Energie frei. Nur Erfolgserlebnisse und Freude erzeugt Energie. So wie 1994 mein Start in die Selbstständigkeit. Keiner kannte Guido Peternell. Ich war ein völlig unbeschriebenes Blatt in der Branche. Nicht regional, aber überregional. Ich startete mit 5 Fahrschulen und obwohl mich überregional keiner kannte und ich kein Akademiker war, kamen Fahrschulbetreiber die bei uns Ingenieure und Diplom-Ingenieure sein mussten zu meinen ausgeschriebenen Netzwerktreffen und Weiterbildungen. Und sie hangen an meinen Lippen, schrieben mit, setzten um und waren noch erfolgreicher als vorher.

Und so kommst du in 7 Schritten zu deiner optimalen Zielsetzung

  • Schritt 1: Nimm dir dafür eine Auszeit, um über dich und dein Leben nachzudenken. Nimm dir einen Block zur Hand und beschreibe deine Rollen, die du in deinem Leben einnimmst. Verdeutliche darin deine Werte, deine Vision und deine für dich entscheidenden Lebensbereiche. Welche Rolle willst du darin ausfüllen? Was bedeutet es für dich zum Beispiel, ein guter Partner, ein guter Vater oder eine gute Mutter, ein Sportler oder eine Sportlerin, ein guter Fahrlehrer oder eine gute Fahrlehrerin, ein guter Chef oder eine gute Chefin, ein guter Kollege oder eine gute Kollegin oder sonstiges zu sein? Beschreibe ausführlich jede deiner Rollen.
  • Schritt 2: Schreibe deine Ziele nieder. Lege für jede deiner Rollen dein gewünschtes Ziel fest. Nicht niedergeschriebene Ziele in deinem Kopf existieren nur in deiner Fantasie. Nur schriftlich werden deine Gedanken fixiert. Deine Ziele sind deine Wegweiser.
    Mein Ziel war 1994 zum Beispiel, mit meiner Firma INLINE in Österreich den größten Verbund unabhängiger Fahrschulen in Dauerbetreuung zu betreuen. Dieses Ziel habe ich in knapp 10 Jahren mit 16% Marktanteil (62 Fahrschulen) erreicht. Weitere meiner Meilensteine, denen eine schriftliche Zielvereinbarung vorausgegangen sind, kannst du hier nachlesen.
  • Schritt 3: Lege für deine Zielsetzung einen Zeitrahmen fest. Ein solcher motiviert ungemein und hält dich auf Zielkurs. Wenn du keinen Zeitrahmen hast, dann denkt dein Unterbewusstsein, dass du noch genug Zeit hast. Zudem erleichtert ein Zeitrahmen dein Controlling.
    Merke: Ein großes Ziel braucht einen großen Zeitrahmen mit vielen kleinen Zwischenzielen. Zerlege deshalb deine Ziele in Scheibchen wie eine Salami und genieße das Erreichen scheibchenweise.
    Zum Beispiel war mein Zeitrahmen folgend:
    Fünf von damals zirka 400 Fahrschulen als zahlende Kooperationsfahrschulen in meinem 1. Unternehmerjahr. Weil das meine ersten Kunden waren, gab es für jede dieser Fahrschulen drei Monate gratis Betreuung. Die weitere Zielsetzung war ein Zugewinn von jährlich mindestens 6 neuen Fahrschulen, um in 10 Jahren das Maximalziel (16% Marktanteil) erreicht zu haben.
  • Schritt 4: Begründe deine Ziele. Schreib nieder, warum das Erreichen deiner Ziele für dich wichtig ist. Wenn du dein Warum glasklar siehst, dann fällt dir das Wie ganz leicht.
    Meine Begründung 1994 war:
    Ich habe 13 Jahre in einer Fahrschule gearbeitet und bekam nur ein einziges Seminar von dieser bezahlt. Alle anderen Weiterbildungen musste ich mir selbst bezahlen. Deshalb kreierte und kalkulierte ich mein Betreuungskonzept für Fahrschulen folgendermaßen, dass Weiterbildung für alle (Unternehmer und Mitarbeiter) beinhaltet sein musste.
  • Schritt 5: Überprüfe dein Ziel regelmäßig und verändere es, wenn es notwendig ist. Die folgenden vier Fragen helfen dir festzustellen, ob das Ziel sinnvoll für dich ist:
    1) Was gewinne ich dadurch?
    2) Was gebe ich dafür auf?
    3) Kann ich jemandem dadurch Schaden zufügen?
    4) Woran erkenne ich, dass ich mein Ziel erreicht habe?
    Meine Überprüfung 1994 war:
    Zu Frage 1) Ich kann dadurch mehr Personen im Jahr Nutzen geben als in nur einer Fahrschule mit 400-800 Fahrschüler.
    Zu Frage 2) Ich gebe dafür meinen sicheren Angestellten-Job auf und bin Tag und Nacht für meine Kunden da.
    Zu Frage 3) Ja, den Mitbewerbern von mir betreuter Fahrschulen, da nur begrenzt Fahrschüler je Einzugsgebiet vorhanden sind und
    Zu Frage 4) Wenn ich langjährige, begeisterte Kunden habe.
  • Schritt 6: Visualisiere täglich das Erreichen deiner Ziele. Stell dir dafür so oft wie möglich dein Ziel klar und deutlich in Bildern vor. Erlebe vor deinem geistigen Auge, wie du dein Ziel erreichst. Stell dir vor, wie du deine Aufgaben auf dem Weg zum Ziel meisterst. Laut Gehirnforschung kann dein Gehirn nicht zwischen einer gemachten und einer intensiv vorgestellten Erfahrung unterscheiden.
  • Schritt 7: Aktualisiere regelmäßig deine Ziele. Passe deine Ziele den Gegebenheiten an und überprüfe halbjährlich, ob sie noch wichtig für dich sind.

Deine Ziele wirken wie dein Navi

Sie helfen dir auch in einer schwierigen Situation den richtigen Weg zu finden. Sie fokussieren deine Energie und motivieren dich. Ohne präzise Zielvorstellung verpulverst du Energie und verlierst die nötige Motivation. Sie erinnern dich immer daran, wohin du willst und verbessern dadurch deine Leistungsbereitschaft.

Zu diesem Thema gibt es ein tolles Buch von Brian Tracy: Ziele: Setzen Verfolgen Erreichen
*Hier geht’s zur gebundenen Ausgabe und *hier geht’s zur Kindle Edition.

Und hier noch einmal, weil es soooo wichtig ist

Da es Erfolg nicht zum Nulltarif gibt und ich dich noch erfolgreicher machen möchte, bitte ich dich, deinen Fernsehkonsum zu verringern, deine Zeit in sozialen Netzwerken zu reduzieren, dein Smartphone weniger zu nutzen, nur mehr dreimal am Tag deine E-Mails zu checken, dir genügend Zeit für deine Mahlzeiten zu nehmen und diese zu genießen, immer seltener die Tagesnews zu konsumieren…

Versuche das mindestens eine Woche lang durzuziehen und danach nimmst du deine klare Zielsetzung in Angriff.

Für deinen Erfolg!

Dein praktiziert auch die SMARTe Zielplanung

Guido 😊 – Autor: Guido Peternell

* Das ist ein Affiliate-Link. Wenn du darüber etwas bestellst, dann bekomme ich dafür eine klitzekleine Provision.

P.S.: Ich weiß, dass dich eine klare Zielsetzung erfolgreicher macht. Ich weiß auch, dass eine solche ein Umdenken erfordert und Zeit in Anspruch nimmt. Ich möchte, dass du meine Empfehlungen umsetzt und deshalb bekommst du hier noch Hilfsmittel kostenlos zum herunterladen:

  1. Ein Arbeitsblatt zum Finden deiner Ziele in den Rollen deines Lebens. https://inline.at/indl/ABL_Ziele_finden.pdf
  2. Und eine umfangreiche SMARTe Zielsetzungs-Checkliste, die dir die Umsetzung erleichtert.

P.P.S.: Es würde mich freuen, wenn du mir Feedback zu diesem Thema gibst. Hast du schriftlich formulierte Ziele? Wie geht es dir dabei mit der Zielerreichung? Hast du keine schriftlich formulierten Ziele? Warum hast du keine? Willst du daran etwas ändern? Was hält dich davon ab? Was sind deine größten Herausforderungen dabei?…. Ich freu mich auf dein Feedback und hoffe, du nimmst dir dazu nur einen Bruchteil der Zeit, die ich für diesen Beitrag zu deinem Nutzen aufgebracht habe. Danke.
– Autor: Guido Peternell

2 Gedanken zu „Ziele – wer gut zielt, trifft besser

  1. Hans Gercke

    Hallo Guido,
    erst einmal danke, dass du wieder da bist und weiterhin deine Blogs verfasst und uns teilhaben lässt.
    Seit Jahren verfolge ich deine Beiträge und viele deiner Ratschläge wurden von mir aufgegriffen und umgesetzt, allein dadurch wurden meine Ziele klarer.
    Ich habe sie zwar nie schriftlich niedergelegt aber dennoch konsequent verfolgt und umgesetzt.
    Der Erfolg stellt sich dann von ganz alleine ein und so wurde aus einem Einzelkämpfer ein kleines Unternehmen mit mehreren Angestellten….
    Das ist auch für mich der Beweis das es funktioniert, denn ich habe nie aktiv nach Angestellten suchen müssen und das ist in der jetzigen Zeit alles andere als selbstverständlich.
    Aber wie du richtig sagst, der Rückhalt und Zustimmung der Familie ist der Grundstein dazu, man darf das nicht unterschätzen und schon gar nicht vernachlässigen.

    Einen schönen Gruß aus Düsseldorf

    Hans

    Antworten
    1. Guido Peternell Beitragsautor

      Hallo Hans,

      zuerst einmal vielen Dank für dein Feedback. Es freut mich, wenn du (ihr) meinen Blog verfolgt. Es freut mich jedoch noch viel mehr, wenn ihr Empfehlungen daraus umsetzt, dadurch die Fahrschulwelt immer wein wenig besser macht und vor allem, selbst (noch) erfolgreicher werdet.

      In ein paar Tagen beginnt die besinnliche Weihnachtszeit. Für mich war das immer eine Zeit, in der durch die Winter- oder Weihnachtskampagne die 3. große Jahressaison begann. Also keine besinnliche Zeit, sondern eine Zeit die dafür sorgte, die Mitarbeiter ohne sie freistellen zu müssen, über die tote Zeit hinaus beschäftigen zu können.

      Und trotzdem habe ich mir immer die Zeit genommen, über mich, meine Familie und mein Unternehmen nachzudenken. Ich habe zurück und nach vorne geschaut und mir dabei schriftliche Ziele gesetzt. In all den Bereichen, die ich oben beschrieben habe. Und auch wenn dir deine Ziele ohne schriftliche Festlegung klarer wurden, sie werden durch das Schriftliche verbindlicher.

      Es freut mich, dass du dir ein kleines Unternehmen mit mehreren Angestellten aufgebaut hast. Herzlichen Glückwunsch dazu. Damit hast du vielen in deiner Branche einiges voraus. Vor allem denjenigen, die nur reden und aufs TUN vergessen. Vor allem denjenigen, die sich mehr mit anderen und Mitbewerber beschäftigen, als selbst in die Gänge zu kommen.

      Pflege weiter auch deine für dich wichtigen Bereiche wie Familie und dergleichen. Der Erfolg gibt dir RECHT.

      Nochmals danke für dein Feedback. Es würde mich freuen, wenn du meine Seite(n) befreundeten Fahrlehrern von dir weiterempfehlen würdest. Dadurch tust du ihnen gutes und gibst ihnen Nutzen, der sicher auch wieder zu dir zurück kommen wird.

      Liebe Grüße nach Düsseldorf

      Guido 🙂

      Antworten

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