Wie viel Platz hat Ihre mentale Festplatte noch?

Jetzt kommt in der Fahrschulbranche die Hochsaison. In vielen Unternehmen sind die personellen Ressourcen ausgereizt. Dies bedeutet, Arbeitstage mit 15 und noch mehr Stunden. Und das Wochen und unter Umständen sogar Monate lang. Hier kann sehr leicht die mentale Festplatte voll sein und das Gefühl des total ausgebrannt sein überhand nehmen. Experten sprechen dabei vom Burn-out-Syndrom, das früher auch Managerkrankheit genannt wurde.

blog_Burn out01-3Nach Schätzungen leiden in Österreich bis zu einem Viertel der 3,4 Millionen Erwerbstätigen (2010) unter dieser Krankheit. Und sie kann heute jeden treffen. Zu über 60 Berufsgruppen existieren dazu Untersuchungen und Diplomarbeiten.

Nur unwissende glauben, der Fahrlehrerberuf beschränkt sich auf reines Spazierenfahren. Dabei zerren hohe Konzentration, Aufmerksamkeit, pädagogische Spitzfindigkeiten und uneingeschränkte Geduld oft unbemerkt so an den Nerven, dass der Zusammenbruch oft unvorbereitet eintritt.

blog_Burn out02-3Die Ursachen für Burn-out sind psychische und physische Überforderung. Meist geht der Druck vom Betroffenen selbst aus und betrifft oft besonders engagierte, leistungsbereite und produktive Personen, die in ihrem Beruf aufgehen. Selten kommt er von außen.

Und das ist das tückische an dieser Krankheit. Arbeit, Arbeit, Arbeit und in der Freizeit auch noch Tätigkeiten oder Sport, die nicht gerade für Ausgleich und Entspannung sorgen. Wer da seinen Körper nicht gut kennt und dessen Warnsignale übersieht, der arbeitet intensiv an seinem seelischen Infarkt!

blog_Burn out03-3Die Symptome sind Schlafstörungen, Essstörungen, Muskelverspannungen und Bluthochdruck. Begleiterscheinungen sind Depressionen und Angstzustände, bis am Ende gar nichts mehr geht. Geringste Anforderungen sind zu viel. Kleinste Anstrengungen werden nicht mehr bewältigt. Körper und Geist schalten auf Notstopp. Schleichend werden Betroffene vom Macher zum Zuschauer.

Erkennen Sie die Signale

Damit es nicht soweit kommt ist es wichtig, auf die Warnsignale von Körper und Umgebung zu achten. Diese sind:

  • Chronische Müdigkeit
  • Schlechte Konzentration
  • Fehlende Motivation
  • Kraftlosigkeit
  • Emotionale Erschöpfung
  • Höhere Fehleranfälligkeit
  • Schlechter werdendes Gefühl gegenüber sich und anderen
  • Geringere Leistungsfähigkeit
  • Aversionen gegen die Arbeit

Ziehen Sie Bilanz

blog_Medikamente01-3Burn-out ist heilbar. Halten Sie inne und ziehen Sie Bilanz. Bei erkennbarer Gefahr kehren Sie um, setzen sich neue Ziele und richten Ihr Handeln nach diesen neuen Zielen aus. Lernen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen. Grenzen Sie sich ab und lassen Sie sich nicht total vereinnahmen. Ein ehrliches „NEIN“ wird auch meistens akzeptiert. Halten Sie negative Dinge von sich fern (Tageszeitungen, Nachrichten und dgl.). Und wenn Sie die folgenden drei Fragen von der Drehbuchautorin Andrea Sixt mit „JA“ beantworten können, dann sind Sie auf den Weg der Besserung:

  • Ich liebe, was ich tue,
  • ich liebe, wo ich bin und
  • ich liebe, mit wem ich bin.

PS: Ich freue mich über ein kurzes Feedback von Ihnen über die Kommentarfunktion ganz unten auf dieser Seite! :-)))

– Autor: Guido Peternell

3 Gedanken zu „Wie viel Platz hat Ihre mentale Festplatte noch?

    1. guido.peternell Beitragsautor

      Danke für die Info. Ich konnte zwar bei meinem Internet Explorer 7 nichts finden, werde deine Nachricht trotzdem an meinem Webmaster weiter leiten.

      Antworten

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