Wie nützlich ist Netzwerken beruflich und privat?

Ohne Netzwerken gestaltet sich das Leben heute beruflich wie privat schwieriger als gewollt. Qualifikation und Kompetenz ist in unserer Zeit bereits zu wenig. Das Netzwerken wird demzufolge immer wichtiger und öffnet immer mehr verschlossen geglaubte Türen.

Wie nützlich ist Netzwerken beruflich und privat?
Wie nützlich ist Netzwerken beruflich und privat? | © by guidopeternell

Viele unserer Kolleginnen und Kollegen agieren noch immer in abgeschirmten Strukturen. Sie tun sich einfach mit dem Netzwerken schwer, weil sie nicht wissen, wie es geht oder zu wenig Vertrauen zu anderen Menschen haben. Teilweise flüchten sie in Soziale Netzwerke, um dort anonym zu bleiben, andere aushorchen zu können, ohne dabei eigenes Wissen preisgeben zu müssen.

Netzwerken ist Vitamin B

Netzwerken ist das Aufbauen von Kontakten zu Personen, um einfacher, schneller und besser ans Ziel zu kommen. Manche sagen auch Vitamin B dazu, wenn sie dadurch eine gute Wohnung vermittelt bekommen, einem angestrebten Job antreten dürfen, weiterempfohlen werden oder aus der Erfahrung anderer lernen dürfen, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen.

Netzwerken ist eine Philosophie

Mit sozialen Netzwerken ist das Netzwerken (Facebook, Instagram, WhatsApp…) nicht zu vergleichen, denn das sind nur Werkzeuge, die zum Netzwerken genutzt werden. Es ist eine Philosophie (Einstellung, Haltung), die vom gegenseitigen Geben und Nehmen lebt und dadurch eine „Win-win-Situation“ darstellt. Beim Netzwerken werden vertrauensvolle Beziehungen aufgebaut.

Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat

Viele verteufeln das Netzwerken, weil sie die falsche Vorstellung davon haben. Deshalb wettern sie über Freunderlwirtschaft und Seilschaften. Sie sehen lieber in ihre Glotze, als Zeit in den Aufbau eines Netzwerkes zu investieren und haben keine Ahnung davon, wie nützlich ein solches sein kann. Klaus Klages der deutsche Aphorismen Schreiber sagte: „Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat“.

Ohne Netzwerken geht’s schlechter

Zeit Online schreibt, dass jede dritte Stelle über Kontakte vergeben wird. Eine IBM Studie belegt, dass 80% aller Aufträge und neuer Jobs über Empfehlungen vergeben werden. Eine Studie der EU-Kommission belegte, dass rund ein Drittel europäischer Arbeitnehmer (16 bis 29 Jahre) ihre Jobs über persönliche Kontakte fanden. Für Führungspositionen ist das Netzwerken sogar der Karrierebeschleuniger Nummer 1.

Netzwerken ist privat wie beruflich wichtig

Gutes Netzwerken ist auf Ehrlichkeit und Vertrauen aufgebaut. Es ist ein Geben und Nehmen, jedoch nicht ein Türöffner für unqualifizierte Personen. Wer das Ziel hat, nur eigene Vorteile aus dem Netzwerken zu lukrieren, ist dabei fehl am Platz. Vor solchen Menschen sollte man sich sowieso fernhalten. Ich hoffe, dass ich dich überzeugen konnte, dass Netzwerken wichtig fürs Business und privat ist.

Es gäbe noch so viel über das Netzwerken zu schreiben. Da ich mir jedoch heuer vorgenommen habe, meine Beiträge kürzer zu halten, starte ich in der Folge mit meinen 7 Netzwerk-Tipps:

Tipp 1: Frage dich, welches Ziel du mit dem Netzwerken verfolgst

Welches Ziel verfolgst du?
Welches Ziel verfolgst du? | © by guidopeternell

Geh in dich und kläre genau, welches Ziel du mit dem Netzwerken verfolgen willst. Ist es, um dich selbst weiterzuentwickeln, Menschen miteinander zusammenzubringen, einen neuen Job zu finden oder nach einem Geschäftspartner für eine berufliche Veränderung Ausschau zu halten. Überlege dir dann, wer dir bei deiner Zielerreichung helfen kann und mit wem du Zeit verbringen willst.

Tipp 2: Geh die Sache strategisch an

Wie ist deine Strategie?
Wie ist deine Strategie? | © by guidopeternell

Dein Netzwerken-Ziel ist gesteckt und du hast dir überlegt, wer und was dich weiterbringen könnte. Ich habe dafür Veranstaltungen meiner Fachgruppe wahrgenommen und dort gleichgesinnte kennengelernt, die mir oft weiterhelfen konnten. Überleg dir also, wo du für dich interessante Kontakte knüpfen kannst, die sich nachhaltig für dich lohnen können.
Merksatz: Je mehr du Personen, die schon dort sind, wo du hinwillst, zu deinen Kontakten zählen kannst, desto leichter und schneller kommst du voran.

Tipp 3: Netzwerken und die Kennenlern-Phase

Die Kennenlernphase ist sehr wichtig
Die Kennenlernphase ist sehr wichtig | © by guidopeternell

Da die Kennenlern-Phase für die Nachhaltigkeit deines Neckwerkes sehr wichtig ist, gibt es dabei folgendes zu beachten: Nimm dir genügend Zeit und höre deinen Gesprächspartnern aktiv zu. Frag bei Unklarheiten nach, um dir ein besseres Bild machen zu können. Bekunde aufrichtiges Interesse an diesen Personen, um zu erfahren, wo sie stehen und welche Ziele sie verfolgen. Mach dir auch Gedanken darüber, wie du ihnen helfen könntest und biete deine Hilfe an.
Merksatz: Geben kommt vor dem Nehmen!

Tipp 4: Lass einen warmen Kontakt nicht mehr auskühlen

Die Phase der Kontaktpflege
Die Phase der Kontaktpflege | © by guidopeternell

Die ersten Kontakte sind geknüpft und die Daten wurden ausgetauscht. Nun startet die Phase der Kontaktpflege. Manchmal reichen kurze E-Mails oder Anrufe, um sich fürs nette Gespräch zu bedanken, nachzufragen wie es ihnen so geht, von dir ein Update deiner letzten Zeit zu geben oder noch besser, um ein nächstes Treffen zu vereinbaren.
Merksatz: „Sprich in der Sprache deiner Kontakte und gib ihnen Nutzen!“

Tipp 5: Nutzen für dein Netzwerk

Nutzen geben vor Nutzen bekommen!
Nutzen geben vor Nutzen bekommen! | © by guidopeternell

Um Nutzen aus deinem Netzwerk ziehen zu können, ist es wichtig, dass du für diese Menschen da bist und ihnen aktiv deine Unterstützung anbietest. Wie schon oben beschrieben kommt das Nutzen-Geben vor dem Nutzen bekommen. Es gibt sicher irgendwelche Bereiche, in denen du Experte bist und deshalb Hilfestellung geben kannst. Selbst erfahrene Netzwerkteilnehmer freuen sich darüber, wenn du ihnen Infos weitergibst, Kontakte vermittelst, für sie ein paar Anrufe tätigst oder hilfreiche Tipps gibst.

Tipp 6: Nerven nicht erwünscht

Nerv nicht deine Netzwerkpartner!
Nerv nicht deine Netzwerkpartner! | © by guidopeternell

Netzwerken, nur um der Netzwerken-Willen und dabei die Netzwerkteilnehmer zu nerven ist kontraproduktiv. Hier gilt eindeutig Qualität vor Quantität. Ganz egal ob per Post, Telefonat oder E-Mail und dergleichen. Marketing und unhaltbare Versprechungen dürfen nicht mit Netzwerken verwechselt werden. Die beste Lösung ist wie bereits oben beschrieben das „Nutzen geben!“

Tipp 7: Bleib in Erinnerung

Überrasche mit kleinen Aufmerksamkeiten
Überrasche mit kleinen Aufmerksamkeiten | © by guidopeternell

Nimm dir nach diversen Treffen etwas Zeit, um dich mit deinen kennengelernten Kontaktpersonen zu beschäftigen. Mach dir zur Person selbst ein paar Notizen und überlege dir, ob und wie du die Beziehungen vertiefen möchtest. In Erinnerung bleibst du am besten, wenn du die besagten Personen mit kleinen Aufmerksamkeiten überrascht oder dich nützlich machst. Das kann ein kurzes Protokoll der letzten Zusammenkunft, ein Artikel über das besprochene Thema oder ein Geburtstagswunsch sein.

Wenn du länger nichts von einem deiner Netzwerken-Kontakte gehört hast, dann melde dich bei ihm und frage nach, wie es ihm geht. Im Alltagsgeschäft vergisst so mancher, nachzufragen, ob alles ok ist.

Auch wenn Netzwerken eine kleine Kunst ist, kannst du es erlernen. Fakt ist, dass es für dein Weiterkommen unabdingbar ist.

Wie geht’s dir mit dem Netzwerken? Tauchen bei dir Probleme damit auf? Welche sind das? Hast du noch Fragen dazu? Ich freue mich, wenn ich von dir lese und beantworte all deine Fragen.

Melde dich: Tu es für deinen Erfolg!

Dein aktiv betreibender Netzwerker

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Netzwerken kann dich schnell weiterbringen: Du musst es nur TUN!

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