Wie innovativ sind Fahrschulen?

Können Fahrschulen ständig innovativ bleiben? Ich sage ja, wenn du Begeisterung zu deinem Credo machst und dieses mit Überzeugung vertrittst.

innovativ du 01-3Du wirst dich jetzt vielleicht wundern, dass ich dich mit „du“ anspreche. Beruflich ist es gar nicht so leicht zu entscheiden, wann ein „Du“ oder ein „Sie“ angebracht ist. Die Zeit schreitet voran und mit ihr wird alles liberaler. Ich gebe viele Seminare und bin auch regelmäßig zu Vorträgen eingeladen. Darin stelle ich immer wieder fest, dass mehrfach das „Du“ – das ich auch bevorzuge – erwünscht ist. Deshalb werde ich ab heute meine Leser immer mit „Du“ ansprechen und biete dir auch gerne das „Du“ an. Ist das nicht auch innovativ?

Der Start war vor vier Jahren

innovativ Start01-3Seit Jänner 2011 gibt es nun schon meinen Blog mit kostenlosen Fahrschul Know-how. Bisher habe ich darin 127 Beiträge zu den verschiedensten Fahrschul-Themen veröffentlicht und dafür viel positives Feedback erhalten. Meine Fangemeinde wird ständig größer und deshalb nutze ich diesen Artikel, um mich bei all meinen treuen Leserinnen und Lesern herzlich zu bedanken. Bedanken für deine Unterstützung, für deine Facebook Likes, für deine geteilten Zitate, für deine Rezensionen, für die vielen E-Mails die mich regelmäßig erreichen und noch vieles mehr. Danke nochmals.

Ein halbes Jahr Schreibpause

Pause 01-2Im letzten halben Jahr hatte ich aus verschiedensten Gründen eine innovative Schreibpause. Einer der erfreulichen Gründe war die Geburt unseres zweiten Enkelkindes. Unsere zwei Enkelkinder erfüllen unsere Familie mit viel zusätzlicher Freude. Mit so viel Freude, dass ich dir hier ab sofort wieder regelmäßig Know-how für dein Leben und dein Business zur Verfügung stellen werde. Ich freue mich jetzt schon auf dein Feedback.

Und nun zum Titelthema: Wie innovativ sind Fahrschulen?

innovativ 01-2Die Innovationen der Fahrschulen sind meiner Meinung nach nicht hoch. Wie auch? Die Rahmenbedingungen sind für Innovation und Kreativität eingeschränkt. Einerseits durch die gesetzlichen Vorgaben und andererseits durch die Struktur der Fahrschulbetriebe. Kleine Fahrschulstrukturen nehmen alle Ressourcen der Betreiber in Anspruch und genau da sehe ich die Herausforderung für die Branche.

Die Fahrschuldienstleistung neu erfinden

Ego 01-3Wenn ich so in diverse Gruppen und Foren hineinhöre, dann bin ich der Meinung, dass dies nur sehr wenige schaffen können. In diesen Gruppen tummeln sich viele beratungsresistente Fahrlehrer, die alles besser wissen, alles bereits ausprobiert und umgesetzt haben und sowieso schon erfolgreich sind, obwohl sie sich über die Preise und Machenschaften der Mitbewerber aufregen. Wie sollen solche Leute ihre Fahrschuldienstleistung neu erfinden? Die sind doch viel zu sehr mit dem Wettbewerb und sich selbst beschäftigt.

Ich bin froh, dass ich keine Mitarbeiter habe

einsam 01-2Und dann gibt es noch die Art der Fahrschulbetreiber in diesen Gruppen und Foren die tatsächlich der Meinung sind, alleine erfolgreicher sein zu können. Das sind Personen, die keine Verantwortung für Mitarbeiter übernehmen wollen und glauben, sowieso alles selbst besser zu machen. Wie sollen solche Personen innovativ und kreativ sein, wenn sie gar keine Zeit dazu haben? Oder haben sie vielleicht genug Zeit, weil sie vor lauter Kreativität und Innovation zu wenig Fahrschüler haben?

Führerscheinausbildung und Schmerz

Schmerz 01-2Innovative Fahrschulbetreiber sollten einfach beobachten und analysieren, worüber die Fahrschüler stöhnen, weil die Führerscheinausbildung zu kompliziert ist oder nicht reibungslos funktioniert. Wo sind diese für Fahrschüler schmerzhaften Punkte? Wir alle wissen das Schmerz nur negativ ist. Und da Schmerz negativ ist sollte er von der Führerscheinausbildung gänzlich verbannt werden. Dafür braucht man jedoch Zeit und ein geeignetes Messinstrument. Ein leistbares Messinstrument wäre dazu wäre der INLINE KundenMONITOR©. Mit ihm haben Sie Ihr Ohr direkt an Ihrer Zielgruppe.

Welche großen Innovationen gibt es in der Branche?

blog_innovativ02-1Eine meiner Meinung nach große Branchen-Innovation ist das One-Stop-Shop System. Dieses System wurde von einem innovativen Fahrschulbetreiber kreiert, der Fachgruppenobmann der Österreichischen Fahrschulen war. Er entwickelte mit seinem Team, den Behörden und dem Gesetzgeber ein System, das den Fahrschülern viele unbequeme Wege zum Führerschein abnahm. Was dabei heraus kam war ein zentrales Führerscheinregister, auf das Fahrschulen und Behörden zugreifen können, die Computerprüfung, die in den Fahrschulen stattfindet und vieles mehr.

Welche Innovationen kommen von Fahrschulen selbst?

blog_Monitoring01-2Ich meine wirkliche Innovationen wie zum Beispiel der suggestopädische Fahrschulunterricht, SuperLEARNING für Fahrschulen®, der INLINE KundenMONITOR© mit dem ersten QualitätsSIEGEL für Fahrschulen®, lerntypengerechte Ausbildung, E-Learning, Webinare für Fahrschüler, Feng Shui gerechte Fahrschulausstattung, Checklisten für die Führerscheinausbildung, Keine Angst vor der Führerscheinprüfung, ein E-Book als Lernunterlagen etc. Vielleicht kannst du mit weiteren Innovationen für deine Fahrschüler aufwarten. Ich meine damit jedoch keinen Fahrsimulator oder ähnliches.

Dein Geschäftsmodell in Frage stellen

In Frage stellen 01-2Um unternehmerisch innovativ sein zu können, solltest du regelmäßig dein Geschäftsmodell in Frage stellen, überdenken und wenn notwendig auch unangenehme Entscheidungen fällen. Du musst in der Lage sein, in der Entwicklung deiner Fahrschule eine Kehrtwendung hin zu bekommen. Nichts muss so sein, nur weil es immer so gewesen ist. Erfolgreich ist, wer sich den ständigen Veränderungen schnellstmöglich anpassen kann. Und das immer zum Nutzen der Fahrschüler und Mitarbeiter, den zwei von den vier Säulen erfolgreicher Unternehmensführung.

So und jetzt bist du an der Reihe, dir über deine Fahrschule und dein damit verbundenes Geschäftsmodell Gedanken zu machen. Ich freue mich auf dein Feedback – hier unten in der Kommentarfunktion.

PS: Hier kannst du dich zum kostenlosen Know-how-Letter eintragen, damit du keinen meiner Gratis-Beiträge versäumst.



– Autor: Guido Peternell

3 Gedanken zu „Wie innovativ sind Fahrschulen?

  1. Christian Stern

    Ja Guido das Du ist schon ok!

    Du schreibst:
    In diesen Gruppen tummeln sich viele beratungsresistente Fahrlehrer, die alles besser wissen, alles bereits ausprobiert und umgesetzt haben und sowieso schon erfolgreich sind, obwohl sie sich über die Preise und Machenschaften der Mitbewerber aufregen.

    Aufregen muss sich nur der, der zu wenig Kunden bekommt und nicht in der Lage ist, dass zu ändern! Was also ist einfacher als die Schuld auf Kollegen oder deren Preis zu schieben? Es ist aber wie es ist und das wird sich (gut für mich) nicht so schnell ändern.
    Die allerdings, die es richtig machen werden nicht mit dem, was sie richtig machen hausieren gehen, es sei denn sie verdienen ihr Geld damit wie Du!

    Wie sollen solche Leute ihre Fahrschuldienstleistung neu erfinden? Die sind doch viel zu sehr mit dem Wettbewerb und sich selbst beschäftigt.
    Gott sei Dank gibt es den Wettbewerb, klingt zwar abgegriffen aber Wettbewerb belebt das Geschäft.

    Was fehlt ist das KnowHow und die finanziellen Mittel um die Ideen umzusetzen. Vielleicht auch die richtigen Mitarbeiter, die ihren Spaß an der Arbeit haben?!
    Nicht zuletzt muss man einmal darüber nachdenken, welche Vor- Ausbildung ein Fahrlehrer haben muss um sich selbständig zu machen, in DE reichen diese 14 Tage Lehrgang nicht aus um einen Existensgründer vernünftig auf sein Geschäft vorzubereiten.

    Leider muss auch kein zukünftiger Fahrschulinhaber sein Konzept einem Fachmann vorlegen, deshalb hat man es in der Branche eben mit viel Halbwissen zu tun. Auch denke ich, dass Fahrlehrer es nicht gewöhnt sind durch ständiges Anleiten und Anweisungen geben mal etwas selber aufnehmen zu müssen (wollen).
    Als ich meine Selbständigkeit begonnen habe, habe ich aufgehört Fahrlehrer zu sein!

    Bei vielen guten Ansätzen von Deiner Seite hast Du es allerdings mit einer sehr schwierigen Kundengruppe zu tun, deshalb Respekt, dass Du Dich darauf spezialisiert hast!

    Viele Grüße aus Xanten, streichel mir mal ein paar Berge, ich komme nicht mehr dazu 🙂

    Antworten
    1. Guido Peternell Beitragsautor

      Servus Christian,

      danke für dein Feedback. Ich kann dieses nur unterstreichen. Es ist ja viel einfacher, mit dem Finger auf andere zu zeigen, als vor seiner eigenen Tür zu kehren. Was die meisten dabei jedoch vergessen ist, dass sie, wenn sie mit dem Finger auf andere zeigen, mit drei Finger auf sich selbst zeigen.

      Ich bin auch deiner Meinung dass es gut ist, dass es Wettbewerb gibt. Sonst würde es eine Gebührenverordnung geben und wer weiß, ob man bei der öffentlichen Wertigkeit des Führerscheins mit dem verordneten das Auslangen findet.

      Richtigen Mitarbeiter
      Ich habe seit meiner Lehrzeit als Kfz-Elektriker meine Mitarbeiter immer selbst ausgebildet. Ich weiß, dass dies aufwändig (Zeit und Geld) ist, mir jedoch immer mehr Nutzen als Aufwand gebracht hat. Jeder ist seines Glückes Schmied. Der Unternehmer ist für seine Mitarbeiter verantwortlich. Auch für ihr Wissen, Engagement und Know-how. Er muss also seine Führungsaufgaben wahrnehmen und für die MA da sein, wo sie ihn brauchen. Da fällt mir ein gutes Zitat dazu ein: Wenn du jemanden so behandelst, wie er ist, dann wird er immer schlechter. Wenn du ihn jedoch so behandelst, wie du ihn haben willst, dann wird er immer besser und über sich hinaus wachsen.

      Eine schwierige Kundengruppe ausgesucht
      Lieber Christian, ich bin seit 1979 in der Fahrschulbranche, Fahr(schul)lehrer aller Klassen und liebe diese Branche, weil sie für die Allgemeinheit so viel gutes tut. Deshalb engagiere ich mich gern in ihr. Da ich zwei Jahre nebenberuflicher FL war habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und es freut mich, wenn ich mein Wissen mit Leuten, die das schätzen, teilen darf.

      Liebe Grüße nach Xanten und noch schönen Abend
      Guido 🙂

      Antworten
      1. Dieter Kirchner

        betr.: „wenn du jemanden so behandelst wie er ist, …… wenn du ihn aber so behandelst, wie er sein soll, dann . . . “ Ohje, dass hab ich jahrelang auch gedacht. Vielleicht stimmt es auch überwiegend, doch ich muß gestehen, dass der Schuß auch nach hinten los gehen kann! Mir passiert!!! Gerade erst wieder; wahrscheinlich zu lange gehofft. Jetzt liegt das Kind im Brunnen.
        Bei Weizen auf Beton gestreut, da wächst einfach nix!! Doch, wie lange soll man durchhalten? Gibt es ein „Patentrezept“?
        Über einen hilfreichen Hinweis, einen Tipp, eine Anregung wäre ich sehr dankbar.
        Frdl Grüße aus Wi
        D i e t e r

        Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.