Wertschöpfung als Ursache von Wertschätzung

In der Wirtschaft versteht man unter Wertschöpfung einfach erklärt eine Wertsteigerung. Wie im Teil 1: „Wertschätzung führt zu Wertschöpfung“ geht es auch in diesem Beitrag um Wertschätzung. Es geht darum, den Kunden zu begeistern, damit er deine Leistung „WERT schätzt“. Wert schätzt, damit die erbrachte Leistung auch eine entsprechende Wertsteigerung bringt.

Wertschöpfung durch Vertrauen

Vertrauen01-3Eines der menschlichen Bedürfnisse ist die Bindung zu einer Bezugsperson. Diese Bezugsperson kann während der Führerscheinausbildung die Sekretärin, der Theorietrainer oder der Fahrtrainer sein. Diese Personen sind Leistungserbringer, an die sich Azubis vertrauensvoll wenden können, wenn sie eine Herausforderung zu meistern haben. Das bringt Wertschöpfung durch Vertrauenspersonen.

Vertrauen aufbauen

Handschlag 01-2Die Aufgabe lautet also, zur Wertschöpfung Vertrauen aufzubauen. Das ist gerade bei Neukunden in der Anfangsphase sehr wichtig. Und Fahrschulen haben ja ständig mit Neukunden zu tun. Azubis schätzen es, einen konkreten Ansprechpartner zu haben. Und Führerscheinausbildung ist Vertrauenssache. Sein Geld (oder das der Eltern) gibt man nicht gerne irgendwem ohne entsprechendem Gegenwert. Leider erschüttern diverse schwarze Schafe das Vertrauen in der Branche. Grund genug, noch härter an der Wertschätzung zu arbeiten.

Orientierung und Kontrolle

Orientierung01-3Azubis haben das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle. Oft kann es passieren, dass während der Ausbildung der Überblick fehlt und dadurch so manche Situation nicht eingeschätzt werden kann. Eine Ausbildung nach Lehrplan oder Curriculum schafft Transparenz zum Ausbildungsstand, was die Chance der Wertschöpfung erhöht. Eine professionelle Fahrstunde gliedert sich in die Vorbesprechung, Durchführung und Nachbesprechung. Alles Bausteine, um für Orientierung und Kontrolle zu sorgen.

Motivieren statt demotivieren

blog_motiviert01-3Der Azubi kommt in die Fahrschule, um den Führerschein zu erhalten. Die Führerscheinausbildung ist dazu nur Mittel zum Zweck. Jetzt geht es darum, den Azubi die Zeit in der Fahrschule so angenehm und lehrreich wie möglich zu gestalten. Das sollte durch angenehmes erleben und unangenehmes vermeiden erfolgen. Fühlt sich der Azubi nicht wertgeschätzt, dann sieht er die Leistungserbringung negativ und die Wertschöpfung kann nicht gesteigert werden.

Azubi bestraft Fahrschule und Mitarbeiter

Bestrafung01-3Wird ein Azubi nicht wertgeschätzt, dann macht er ständig negative Erfahrungen, die eine Wertschöpfung unmöglich machen. Durch diese negativen Erfahrungen wird sein neuronales Belohnungssystem nicht aktiviert. Er sucht sich stattdessen Ersatz, indem er die Fahrschule oder deren Mitarbeiter bestraft. Das ist seine Belohnung. Die Bestrafung könnte spätere Bezahlung, Weitererzählung seiner schlechten Erfahrungen, keine Weiterempfehlung und vieles mehr sein. Er kann die Fahrschule auch in Bewertungsportalen bestrafen.

Kleine Dinge mit großer Wirkung

kleine Dinge01-3Eine Führerscheinausbildung hat viele Berührungspunkte, bei denen man den Kunden wertschätzen kann. Einige Beispiele dazu sind: Freundlichkeit, Herzlichkeit, Höflichkeit, Pünktlichkeit, Geduld, Einfühlungsvermögen, ordentliches Erscheinungsbild, Beschwerdemanagement, rasche Reaktionszeit, kurze Wartezeit, Sauberkeit, Qualität, Flexibilität und vieles mehr sein. Jedoch aufgepasst: Wir sind alle Individualisten, die unter Umständen andere Bedürfnisse haben. Sich dafür zu interessieren ist ein Ausdruck der Wertschätzung, die zu Wertschöpfung führt.

Wo beginnt die Wertschätzung?

Stillstand 03-4Azubiwertschätzung fängt schon beim Verhalten des Fahrschulbetreibers gegenüber seinen Mitarbeitern an. Die Mitarbeiter sind die internen Kunden des Unternehmers. Auch jeder einzelne Kollege ist ein interner Kunde. Fehlt die interne Kundenorientierung, dann fehlt meistens auch die externe Kundenorientierung. Das heißt also, dass Azubiwertschätzung mit der internen Wertschätzung und einer positiven Unternehmenskultur beginnt. Und wie schon oft erwähnt führt Wertschätzung zu Wertschöpfung.

Und so gehst du der Wertschätzung auf den Grund

Checkliste 01-4Als Chef solltest du dir merken, dass ohne Wertschätzung die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter leiden. Für Mitarbeiter gilt dasselbe. Wenn diese Chef und Kollegen nicht wertschätzen, können sie im Gegenzug auch keine Wertschätzung erwarten. Wie sollen in solchen Fällen die Azubis begeistert werden? Um zur Wertschöpfung zu gelangen sollte deshalb auch immer die eigene Wertschätzung hinterfragt werden.

Fazit

Fazit 01-2Azubiwertschätzung ist relativ einfach und hinterlässt große Wirkung. Große Wirkung führt zu immer besserer Wertschöpfung. Diese beginnt jedoch im eigenen Kopf. Du darfst nicht mit der Brieftasche des Kunden denken, denn für das iPhone und dergleichen ist auch genug Geld vorhanden. Wenn du Spitzenarbeit leistest und damit ständig am neuesten Stand bist, dann kannst du immer bessere Preise erzielen. Schärfe dazu deine Kundenbrille und sei sensibel für deren Bedürfnisse.

PS: Nimm dir Block und Schreiber zur Hand. Lies die beiden letzten Beiträge noch einmal und notier dir alles, was du umsetzen willst. Und dann setze es um und gib mir Feedback, wie dir die Umsetzung gelungen ist. Ich freu mich darauf.

– Autor: Guido Peternell

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