Warum ist das WARUM so wichtig?

Friedrich Nietzsche sagte: Wer ein warum zum Leben hat, erträgt fast jedes wie. Hast du dir schon einmal die Frage gestellt, was dich in deinem Leben antreibt? Was ist dein Antrieb, um aufzustehen und in die Arbeit zu gehen? Wenn du das nicht weißt, dann hast du keinen Grund, aus deiner Komfortzone heraus zu steigen, um (noch) erfolgreicher zu werden.

Warum ist das WARUM so wichtig?
Warum ist das WARUM so wichtig? | © by guidopeternell

Warum solltest du dein Leben verbessern, wenn du keinen Grund dazu hast? Stell dir also folgende alles entscheidende Frage: Warum tust du, was du tust? Wenn du mehr darüber erfahren willst, dann klick auf Weiterlesen →.

Opa, warum ist dies, warum ist das?

Meine Enkelkinder fragen mir Löcher in den Bauch. Vielleicht ist der Grund dafür, dass ich immer zu ihnen sagte: „Wer viel fragt, wird gescheit!“ Ich habe sie immer zum Fragen motiviert, obwohl es oft sehr anstrengend ist. Und weil ich sie weiter zum Fragen motivieren will, nehme ich mir auch immer die Zeit, ihnen zuzuhören und darauf die passenden Antworten zu geben.

Warum ist nicht immer gleich warum

Wenn zum Beispiel in einer Beziehung oder bei einem Streit die „Warum-Frage“ gestellt wird, muss sich das Gegenüber meistens rechtfertigen. Das ist kontraproduktiv und führt selten zu Problemlösungen. Der Befragte fühlt sich wie in einem Verhör, denn Ermittler stellen auch gerne „Warum-Fragen“. In diesem Beitrag soll es nicht um diese Form des WARUM gehen, sondern um die Frage des Sinns.

Warum tust du, was du tust?

Jeder erfolgreiche Mensch weiß, warum und wofür er etwas tut. Dieses Warum ist seine Motivation, persönlich, beruflich oder privat die Dinge zu tun, die er tut, um seine Ziele zu erreichen. Er befriedigt also damit seine Bedürfnisse. Deshalb ist es für uns alle wichtig, der Frage nachzugehen, warum wir morgens aus dem Bett steigen und die Dinge tun, die wir tun. Nicht in der Vergangenheit, sondern im hier und jetzt.

Warum, Abraham Maslow und Anthony Robbins

Der Psychologe Abraham Maslow erfand die Bedürfnispyramide, die sehr einfach menschliche Bedürfnisse und Motivation erklärt. Die meisten Menschen, die sich mit Bedürfnisse, Erfolg und Motivation auseinandersetzen, kennen die Maslowsche Bedürfnispyramide.

Anthony Robbins ist amerikanischer Bestsellerautor, NLP– und Persönlichkeitstrainer. Laut Forbes zählt er zu den 20 einflussreichsten Persönlichkeiten der USA. Was du vielleicht nicht weißt ist, dass er im Laufe seines Lebens und Wirkens sechs menschliche Bedürfnisse festgestellt hat, die ich dir im unteren Bild rechts neben die Bedürfnispyramide von Maslow gestellt habe:

Bedürfnispyramiden: Maslow (blau), Robbins (grün)
Bedürfnispyramiden: Maslow (blau), Robbins (grün) | © by guidopeternell

Menschen, die sich selbst und andere konsequent zum Handeln bringen können, verstehen die Kräfte der Motivation, die uns prägen und hinter unseren Bedürfnissen stecken.

Die unsichtbare Kraft des inneren Antriebs

Anthonys Ebene 1: Sicherheit

Anthony Robbins hatte die Gelegenheit, in über 30 Jahren 3 Millionen Menschen aus 80 unterschiedlichen Ländern zu begegnen. Bei diesen Menschen stellte immer wieder die gleichen Bedürfnis-Muster fest. Die Sicherheit stellt er auf die erste Ebene. Sicherheit bedeutet für Robins jedoch auch, nur in der Komfortzone zu bleiben und darin gesichert gelangweilt zu verweilen. Deshalb meint er, dass zu Sicherheit auch die Unsicherheit gehört.

In der Komfortzone…

…bieten sich dir jedoch keine Chancen. Also musst du raus aus deiner Komfortzone, um nicht ein unzufriedenes, gelangweiltes Leben zu führen. Die Schmerz-Vermeide-Strategie allein befriedigt dich auf Dauer nicht. Du musst raus aus der Komfortzone, um wachsen und neue Fähigkeiten entwickeln zu können. Die Sicherheit brauchst du jedoch trotzdem.

Warum gibt es keine absolute Sicherheit?

Es gibt keine 100%ige Sicherheit
Es gibt keine 100%ige Sicherheit | © by guidopeternell

Es gibt sie deshalb nicht, weil niemand gegen einen Unfall gefeilt ist. Keiner von uns weiß, was, wann oder wie etwas passieren wird. Wenn wir in den Bergen herum klettern, setzten wir uns bewusst gewissen Gefahren aus. Wir meinen, dass sie kalkulierbar sind. Es kann jedoch sein, dass sich ein Stein löst und du mit ihm in die Tiefe stürzt oder dir ein Stein von oben auf dem Kopf fällt. Daran kannst du erkennen, dass immer auch eine gewisse Unsicherheit vorhanden ist.

Anthonys Ebene 2: Abwechslung und Überraschungen

Mein Leben ist voller Überraschungen. Wie schauts mit den Überraschungen in deinem Leben aus? Magst du Überraschungen? Ich schon und deshalb sorge ich durch Abwechslung für solche in meinem Leben. Vergangene Woche habe ich für Abwechslung gesorgt und bin eine neue Tour gewandert. Es war kühl und traumhaftes Wanderwetter. Der Weg führte meine Frau und mich steil hinauf auf den Robon Sattel.

Warum war die Überraschung perfekt?

Nach dem Aufstieg erwartete uns ein wunderschönes Karstplateau, das wir auf einem über 100 Jahre alten Kriegssteig aus dem 1. Weltkrieg mit vielen Dolinen durchwanderten. Hier ein Bild von dieser Traumtag-Abwechslung mit Überraschung:

Robon Sattel (Sella Nevea)
Robon Sattel (Sella Nevea) | © by guidopeternell

Es war eine gelungene Überraschung mit über 900 Höhenmeter und 5 Stunden Gehzeit. Es gibt aber auch Überraschungen, die wir nicht so gerne haben. Diese nennen die meisten von uns Probleme. Wir haben sie zwar nicht so gern, brauchen sie jedoch, um in unserer Persönlichkeit weiter wachsen zu können.

Anthonys Ebene 3: Bedeutsamkeit

Jeder von uns möchte einzigartig und wichtig sein. Dieses Gefühl brauchen wir einfach. Du kannst es erkennen, wenn du deine Mitmenschen beobachtest. Die einen zeigen es mit ihren Klamotten und die anderen mit ihren Tattoos. Manche mit ihren Besitztümern und andere durch ihr Gehabe. Die schlimmste Art es zu zeigen ist die Gewalt und Machtbesessenheit. Wenn jemand dein Leben bedroht ist er für dich sofort 100% bedeutsam.

Warum für Bedeutsamkeit sein Leben riskieren?

Oben habe ich geschrieben, dass es keine 100%ige Sicherheit gibt. Und trotzdem brauchen viele von uns den Kick. Ich habe beispielsweise zur Bekämpfung meiner Höhenangst in einer Höhe von 3.500 Meter einen Tandemsprung aus dem Hubschrauber herausgewagt, bin drei Klettersteige die Wände hochgeklettert und hab mich in Hochseilgärten abgeplagt. Diese kalkulierbaren Risiken waren für mich sehr aufregend. Sie halfen mir auf meine Art, bedeutsam, einzigartig und anders zu sein.

Anthonys Ebene 4: Beziehung und Liebe

Auch wenn die Statistik ein anderes Bild zeigt und es immer mehr Singlehaushalte gibt, sehnen sich die meisten von uns nach einer funktionierenden Beziehung und Liebe. Ich gehöre schon zu einer aussterbenden Spezies, mit einer einzigen Frau seit über 44 Jahren verheiratet zu sein. Und ich bin stolz darauf, denn diese Partnerschaft bedeutet Kompromissbereitschaft, geben und nehmen. Sie ist die beste Frau, Mutter und Großmutter, die ich mir wünschen kann.

Warum kann Liebe auch weh tun?

Zu einer funktionierenden Partnerschaft gehört Vertrauen. Wer dieses nicht hat, peinigt mit seiner Eifersucht seinen Partner. Was dabei herauskommt, kannst du viel zu oft in den Medien verfolgen. Seelische und körperliche Verletzungen sind dabei leider die Folgen. Und wenn dann auch noch Kinder im Spiel sind, dann werden diese aus Egoismus auch noch als Druckmittel gegen den Partner eingesetzt. Und wer kanns ändern? Nur jeder von uns selbst.

Anthonys Ebene 5: Wachstum, Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung

Das persönliche Wachstum und die Weiterentwicklung beziehen sich auf mehrere Ebenen unseres Lebens. In der Bedürfnispyramide von Maslow ist die Selbstverwirklichung die letzte und höchste Ebene der persönlichen Entwicklung. In Anthony Robbins Pyramide ist sie erst die vorletzte Ebene. Das ist die Ebene, in der wir lernen, unser volles Potenzial auszuschöpfen.

Warum verursacht Wachstum Schmerzen?

Schmerzen gehören zum Wachsen dazu. Sogar in der Kindheit verursachen Wachstumsschübe Schmerzen. Wachsen kannst du nur, wenn du die sich ähnelnde Masse (Durchschnitt, 08/15) verlässt, neue Wege gehst, dich für die eigene Richtung entscheidest und gegen den Gegenwind ankämpfst. Ganz egal, ob du dabei Fehler machst oder nicht. Das Motto lautet: „Umfallen, aufstehen und weitergehen!“

Glücksmomente entschädigen dich für die Schmerzen

Wenn du gegen den Strom schwimmst und aufhörst zu schwimmen, dann treibt es dich unweigerlich zurück. Deshalb gehört Wachstum zu Menschheit und Natur. Wer aufhört zu wachsen, der stirbt. Ein Baum wächst auch nicht unendlich in seiner Größe. Seine Wurzeln verzweigen immer mehr, um sich fest in der Erde zu verankern.

So wie die Wurzeln des Baumes wachsen wir Menschen in unserer Persönlichkeit, um durch unsere Weiterentwicklung dankbarer, reifer und weiser zu werden. Unser Selbstvertrauen wird stärker, wodurch uns im Leben vieles leichter von der Hand geht. Du siehst also, wie wichtig persönliches Wachstum für jeden Menschen ist. Durch dein Wachstum gibst du der Welt (Mensch und Natur) wertvolles zurück.

Anthonys Ebene 6: Helfen und Geben

Wissenschaftler haben festgestellt, dass soziales Engagement glücklich macht. Stimmt das auch heute noch? In einer Zeit, wo die Menschen hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt sind und der Nachbar wochenlang tot in der Nachbarwohnung liegt, ohne jemandem abzugehen? Ja es stimmt auch heute noch! Die Psychologie und die Glücksforschung haben es nachgewiesen.

Warum macht Helfen und Geben glücklich?

Mit unserer Hilfe können wir etwas Positives bewegen. Ganz egal was es ist. Unsere Hilfe, die wir jemandem gewähren, steigert unser Selbstwertgefühl. Wir ernten damit Dankbarkeit und Anerkennung. Helfen fördert die Verbundenheit zwischen uns Menschen. Wir leben beispielsweise in einer großartigen Nachbarschaft, in der wir uns gegenseitig helfen und unterstützen. Du siehst also, dass Helfen nicht immer nur mit Geldleistung verbunden sein muss.

Warum habe ich diesen Beitrag geschrieben?

Ich hoffe, dass ich dir damit die Warum-Frage (Sinnfrage) nähergebracht habe. Mach dich auf den Weg, dein Warum einmal intensiv zu erkunden. Nimm dir genügend Zeit, um zu hinterfragen, warum du morgens aufstehst, deine Morgenroutine machst, zur Arbeit fährst, deinen Job hast beziehungsweise machst und vieles mehr. Dein Warum zu finden kann sehr wichtig für dich sein.

Wenn du auf alle Fragen eine passende Antwort findest und damit glücklich und zufrieden bist, dann verläuft dein Leben wie du es dir wünscht. Du tust etwas Sinnvolles, das dich erfüllt. Wenn das nicht der Fall ist, dann musst du etwas in deinem Leben ändern. Sonst bist du dauerhaft damit unzufrieden oder wirst was noch schlimmer ist, dadurch krank.

Für deinen Erfolg!

Dein auch seinem Warum nachgegangener

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Mein Warum: Ich stehe morgens auf, weil ich das LIEBE, was ich TU!

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