Stellenbewerber und deren Infobedarf

Der Infobedarf des Bewerbers darf nicht vernachlässigt werden. Der Stellenbewerber benötigt Infos über Arbeitsplatzanforderungen, Arbeitszeit, Arbeitsantritt, Entlohnung und vieles mehr. Der beste Zeitpunkt, den Bewerber diese Informationen zukommen zu lassen ist gegen Gesprächsende.

Stellenbewerber und deren Infobedarf

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Dies ist deswegen der beste Zeitpunkt, da der Stellenbewerber vorher unbeeinflusst die Fragen beantwortet hat. Dadurch wird ausgeschlossen, dass er die Antworten gibt, die du ihn unbewusst in den Mund gelegt hast. Hast du den Infobedarf des Bewerbers befriedigt, dann beende das Gespräch. Informiere ihn dabei, wie die Dinge stehen und wie es jetzt weitergeht. Gib ihm auch bekannt, wann er von einer Entscheidung verständigt wird und bedanke dich freundlich für sein Kommen.

Bewertung der Stellenbewerber

Kann der Stellenbewerber die Arbeitsanforderungen erfüllen? Passt er in deine Mitarbeiterstruktur? Das sind die weiteren Kernfragen, denen du dich stellen musst. Beachte dabei folgende Grundprinzipien:

Sei extrem kritisch, wenn du im Gespräch eine tätigkeitsbezogene Schwäche entdeckt hast. Bedenke, wie schwer du es mit der Person hast, wenn es nicht mehr so wichtig ist, sich von der besten Seite zu zeigen. Bewerte nach Fakten. Vergleiche dazu die Qualifikationen mit den Arbeitsplatzanforderungen.

Bewerte auch das Verhalten des Stellenbewerbers

Wenn du ein guter Beobachter bist, dann wirst du viel über Vorlieben und Abneigungen des Bewerbers erfahren. Die Zunge kann lügen, der Körper nicht! Überprüfen deine Beurteilung. Hole dir eventuell die Meinung anderer Personen ein, wenn sie auch mit dem Bewerber gesprochen haben. Hole dir auch die Meinung von früheren Arbeitgebern usw. ein.

Beurteilung der Qualitäten

Vergewissere dich, dass du die richtigen Qualitäten beurteilst. Um wirklich objektiv beurteilen zu können, solltest du:

  • dein Augenmerk auf frühere berufliche Leistungen legen,
  • feststellen, wie viel Verantwortung der Bewerber in seiner früheren Position hatte,
  • das Niveau seiner Kenntnisse prüfen,
  • feststellen, ob seine Stärken im neuen Arbeitsbereich einsetzbar sind,
  • feststellen, ob seine Schwächen sich negativ auf den Geschäftserfolg auswirken könnte (Mitarbeiter, Kunden und dgl.)
  • bewerten, ob die Leistung ausgebaut werden könnte,
  • feststellen, wie der Bewerber zu den vorhandenen Kollegen passen würde,
  • bei ehemaligen Arbeitgebern/Kollegen rückfragen.

Vorurteile

Lass dich auf keinem Fall von etwaigen Vorurteilen lenken. Oft spielen das äußere Erscheinungsbild, die Kleidung sowie Eigenheiten eine große Rolle, den Menschen zu bewerten, ohne wirklich zu erfahren, was in ihm steckt. Wichtig bei der Entscheidung ist deshalb, dass alle Bewerber nach denselben Kriterien beurteilt, sowie allen dieselbe Aufmerksamkeit geschenkt wird. Das folgende Musterformular wird dich bei der Bewerberauswahl unterstützen.

Stellenbewerber-Musterbeurteilung

Stellenbewerber und deren Infobedarf, Musterbeurteilung

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Ablauf eines Bewerbungsgesprächs

Stellenbewerber und deren Infobedarf, Ablauf eines Bewerbungsgesprächs

Stellenbewerber und deren Infobedarf, Ablauf eines Bewerbungsgesprächs | © by www.inline.at

Aufzeichnungen

Zum Abschluss empfehle ich noch, jeden Schritt im Auswahlverfahren schriftlich festzuhalten, damit du nachweisen kannst, dass alle Stellenbewerber nach derselben Grundlage bewertet wurden.

Absage-Schreiben

Die nicht berücksichtigten Stellenbewerber werden mittels Schreiben mit folgendem Inhalt verständigt: „Dem Bewerber, dessen Qualifikationen den Arbeitsplatzanforderungen am besten entsprochen haben, wurde der Zuschlag erteilt!“

Ausschluss von Vorstellungskosten

Um als Unternehmer die Kosten der Bewerber für die Vorstellungsgespräche nicht übernehmen zu müssen sollte die Terminbestätigung folgenden Inhalt aufweisen:

Ausschluss von Vorstellungskosten

Fazit

Wenn du neben diesem Beitrag meine Blog-Beiträge Mitarbeitersuche als Herausforderung, Fahrlehrermangel, lösbar oder unlösbar?, Mitarbeiterauslese ist harte Arbeit, Bewerbungsgespräch professionell führen jetzt noch einmal Revue passieren lässt, dann geh noch einmal den ausgefüllten Selbsttest durch und formuliere deine nächsten Schritte zur professionellen Mitarbeiterauslese. Stell fest, welche Fähigkeiten du in diesem Bereich bereits besitzt und welche Fähigkeiten du verbessern musst.

Setzt dir dann ein realistisches und messbares Ziel. Denk auch darüber nach, wer dir bei der Erreichung deines Zieles behilflich sein könnte. Erstelle anschließend einen Aktivitätenplan mit genauem Zeitplan zur Erreichung deines Zieles.

Für deinen Erfolg!

Dein hofft, dass du dir meine Tipps zu Herzen nimmst und umsetzt

Guido 🙂 – Autor: Guido Peternell

P.S.: Nächsten Freitag bekommst du für deine Mitarbeitersuche eine komplette Checkliste zur Hand. Schau also wieder hier vorbei!

P.P.S.: Ich freu mich auf dein Feedback und deine Erfahrungen.
Nutze dazu die untere Kommentarfunktion.

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