Neugierig sein macht schneller erfolgreich

Neugierig sein bedeutet für mich, wissbegierig, flexibel und aufgeschlossen zu sein sowie Interesse an Veränderungen und Herausforderungen zu haben. Das beinhaltet für mich das Suchen von Information und immer wieder neues Wissen aufzunehmen.

Neugierig sein macht schneller erfolgreich
Neugierig sein macht schneller erfolgreich | © by guidopeternell

Meine beiden Enkelkinder sind ständig neugierig und versetzen mich mit ihrer unglaublichen Neugier immer wieder in Erstaunen. Meine sechsjährige Enkeltochter lässt sich von mir Geschichten vorlesen, die sie sich so einprägt, dass sie diese nach zweimal Hören Wort für Wort ihren Bruder nacherzählt.

Geh neue Wege und sei offen für unbekanntes

Wäre es nicht super, ebenso neugierig wie Kinder sein zu können und sich nicht für Fragen zu schämen? Warum verlernen wir Erwachsenen das? Ohne Schule lernen Kinder gehen, sprechen, Radfahren und vieles mehr. Anstatt offen für Unbekanntes zu sein, glauben viele von uns, mit dem einmal gelernten sein Leben lang auskommen zu können.

Dabei ist es ungemein wichtig, neugierig zu bleiben, bestehendes zu hinterfragen und sich aufzumachen, um immer wieder neue Antworten und Lösungen zu finden. Ohne Neugierde ist kein Fortschritt möglich. Das Wort NEU~GIERIG beinhaltet schon die Aktivität, nämlich „GIERIG auf NEUES“ zu sein. In der Komfortzone verharrend kannst du nur immer süchtiger auf Essen, Trinken, Bewegungsmangel und was weiß ich noch alles werden.

Die Neugier ermöglicht dir, dich neuen Bedingungen anzupassen

Ohne Neugier gäbe es heute keinen Computer, kein Smartphone, keine künstliche Intelligenz, keine autonom fahrenden Autos und dergleichen. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, dass wir alles brauchen, was durch neugierig sein entwickelt wird, kann ich mich dem meisten nicht entschlagen. Sigmund Freud nannte die Neugier „Wissensdurst“. Dieser Wissensdurst ist auch in der heutigen Zeit eine unverzichtbare Eigenschaft, um erfolgreich(er) werden zu können.

Mein Drang nach neuem Wissen und Können bringt mich immer wieder auf neue Ideen, die mich in „meinem Leben“ weiterbringen. Das dafür eingesetzte neugierig sein, das durch Erziehung und Schulsystem in mir unterdrückt wurde, musste ich erst wieder in mir erwecken. Nach meiner Kindheit setzte ich mich damit erst wieder bei der Erziehung meines Sohnes auseinander. Vor allem in seiner Bubertät war das eine neue Situation für mich und erforderte von mir höchste Flexibilität und Verständnisbereitschaft.

Fragen hilft dir dabei, Dinge zu lernen und zu verstehen

Diese Eigenschaften legte ich in der Folge nie mehr ab, sondern baute sie kontinuierlich weiter aus. Und trotzdem mache ich derzeit mit meinen beiden Enkelkindern wieder neue Erfahrungen. Sie bringen mich mit ihren Fragen hie und da sogar aus der Spur, weil ich momentan keine Antworten darauf weiß. Ich will doch als nichtwissender Opa vor ihnen nicht mein Gesicht verlieren. Wie heißt das? Was passiert da? Warum ist das so?

Aus diesem Grund habe ich mir sogar die KLEINE Kinderzeitung abonniert. Einerseits kann ich mit den Kindern gemeinsam diese Zeitung konsumieren und andererseits kann ich mich kindergerecht damit weiterbilden. Kinder lernen durch Fragen und werden von einer unbändigen Neugierde getrieben. Sie wollen die Dinge verstehen, begreifen und erfassen. Auch du kannst neugierig sein und fragen. Spring über deinen Schatten und hab keine Angst davor.

Aktiviere dein Belohnungssystem

Unser Gehirn ist so programmiert, dass es ständig dazu lernen will. Am einfachsten ist dies durch neugierig sein. Wenn unsere Neugier dann befriedigt ist, schüttet unser Gehirn Belohnungsstoffe aus. Das haben Neurophysiologen nachgewiesen. Deshalb ist neugierig sein ein echter Karriere-Turbo. Und wenn ich an meine Start-Up Phase als Selbstständiger so zurückblicke, dann war sie aus heutiger Sicht eine sich lohnende Entdeckungsreise.

Unser Gehirn mit dem neuronalen Belohnungssystem ist ein komplexer Bereich, der gehegt und gepflegt gehört. Das Verlangen nach Belohnung und die Aussicht darauf, motiviert die Menschen zum Handeln. Laut der Maslowschen Bedürfnispyramide sind unsere Bedürfnisse in folgender Reihenfolge aufgebaut: 1) Grundbedürfnisse, 2) Sicherheitsbedürfnisse, 3) Soziale Bedürfnisse, 4) Individual Bedürfnisse und 5) Selbstverwirklichungs-Bedürfnisse. Werden diese Bedürfnisse gestillt, dann stellt sich ein Glücksgefühl im Gehirn ein.

Bleib weiter neugierig

Die Menschen werden im Laufe der Zeit immer weniger neugierig. Viele unserer Spezies glauben, bereits alles zu wissen oder erlebt zu haben. Die Folge solcher Denkweise ist, Stillstand und damit einhergehend sogar Rückschritt. Die Komfortzone lässt grüßen. Neugierig sein und Fragen zu stellen ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Naiv und unsicher sind nur die, die sich nicht fragen trauen.

Wenn du neugierig bleibst (oder wieder verstärkt wirst), dann kannst du Diskussionen nachvollziehen und besser mitdiskutieren. Du wirst dadurch selbstsicherer und trainierst dabei deine Konzentrationsfähigkeit. Dein Gegenüber nimmt dich dadurch als sympathischen und aufgeschlossenen Gesprächspartner wahr, was dich interessant und authentisch rüberkommen lässt.

Warum hast du bis hierher gelesen?

Gute Frage – oder? Ich habe noch weitere Fragen: Warum sind manche Menschen so erfolgreich und wie machen sie das? Warum haben manche Menschen eine glückliche Beziehung und was tun sie dafür? Warum ist das passiert und was kann ich das nächste Mal besser machen? Ich habe durch meine Enkelkinder gelernt, wieder neugieriger zu sein. Ich muss oft darüber nachdenken, wie wir etwas tun, weil sie mich danach fragen. Und das ist gut so. Ich liebe es und lerne dabei täglich dazu.

Wenn du neugierig bist, lernst auch du täglich etwas dazu. Du kannst dabei gar nicht NICHTS lernen und deshalb weißt du heute schon wieder ein bisschen mehr als gestern. Täglich wirst du als neugieriger Mensch ein bisschen erfolgreicher und je erfolgreicher du bist, umso lieber wirst du dazulernen und das gelernte umsetzen. Wir können auch täglich unsere Ansichten ändern, da diese nicht in Stein gemeißelt sind.

Nutz deine dauerhafte Weiterbildungseinrichtung

Wenn du neugierig und bereit bist, dein Leben als dauerhafte Weiterbildungseinrichtung zu sehen, in der du immer wieder etwas Neues lernen kannst, dann fällt es dir leichter, deinen Ist-Zustand zu reflektieren und wenn‘s nötig ist, auch die eingeschlagene Richtung zu ändern. Es fällt dir dann nicht schwer, Entscheidungen zu überdenken, dich neu zu orientieren und falls notwendig, eine gefällte Entscheidung zu widerrufen.

Natürlich ist es bequemer, in der Komfortzone zu verharren und an getroffenen Entscheidungen und gewonnen Ansichten festzuhalten. Damit nimmst du dir jedoch die Chance, etwas anderes kennenzulernen, das vielleicht viel attraktiver, einfacher oder besser ist. Deine Neugier öffnet dir ein großes Buch mit vielen weiteren Möglichkeiten und Lösungsansätzen, die du anpacken und umsetzen kannst.

Für deinen Erfolg!

Dein sein Leben lang neugieriger

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Bleib bitte neugierig und trainiere dein Gehirn mit vielen neuen Informationen. Du bleibst damit in Bewegung und gibst dir die Chance, (noch) erfolgreich(er) zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.