Mut kannst du nicht kaufen, den musst du haben

Zum Leben brauchst du Mut. Jeder Kurz- oder Langstreckenläufer weiß, dass er verliert, wenn er stehen bleibt. Das gilt auch für Menschen, die nicht laufen sondern mit ihrer Lebensgestaltung beschäftigt sind. Nichts ist trügerischer, als sich in Sicherheit zu wiegen.

Mut kannst du nicht kaufen, den musst du haben
Mut kannst du nicht kaufen, den musst du haben | © by guidopeternell

Das Verharren in alten Zöpfen, Gewohnheiten und das Festhalten an Bewährtem kann sehr schnell zum Bumerang werden. Das merken heute viele Personen und Unternehmen, die nicht den Mut haben, offen gegenüber Neuem zu sein.

Heute heißt es zurecht: „Veränderung ist die neue Normalität“, denn nicht nur Unternehmen müssen sich ständig verändern, sondern jeder einzelne von uns ist gut beraten, dasselbe zu tun. Es ist wichtig für jeden, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und mit Mut dem Neuen offen gegenüber zu stehen.

Arbeits- und Lebensbedingungen verändern sich rasant

Ständig haben „wir alle“ andere neue Ansprüche, für die neue Trends gesetzt und neue Dinge kreiert werden sollen. Jeder fordert von seiner Umgebung Individualität ein, um seiner Situation gerecht zu werden und sich so wohl zu fühlen, wie er ist.

Dazu sind zusätzliche Kompetenzen notwendig, um den raschen Wandel gerecht zu werden. Wir müssen auch im SelbstMANAGEMENT moderner und agiler werden, um stetig auf diverse Anpassungen reagieren zu können. Jeder von uns ist gefordert, den Mut zu haben, um seinem Umfeld beratend zur Seite zu stehen und Servicepartner zu sein.

Hab auch Mut zu Ungewöhnlichem

Wenn du schon länger meine Beiträge liest, dann weißt du, dass meine Ideen nicht unbedingt viel mit Geld zu tun haben. Ich bevorzuge dafür lieber neue Ideen, ungewöhnliche Konzepte, Kreativität und den Mut, anders als die Anderen zu sein. Eine Veränderung beginnt in deinem Kopf, denn der allseits beliebte sichere Arbeitsplatz ist sogar in Staatsbetrieben nicht mehr verfügbar.

In der heutigen Geschäftswelt – ob für Unternehmer oder für Mitarbeiter – ist ausgestrahltes Selbstbewusstsein bereits Pflicht. Hab den Mut zur Veränderung, denn wenn du zu den Besten gehören willst, dann musst du immer in Bewegung bleiben. Verlass die Pfade des Beständigen und Altbewährten, die dir über kurz oder lang schaden können.

Wenn sich für dich eine Türe schließt, dann öffnet sich eine andere

Ich kann Ungerechtigkeit nicht leiden und auch wenn es mich nichts angeht, begehre ich dagegen auf. Aus diesem Grund warf mich in meinem ersten Job meine Chefin raus. Da kam mein damaliger Chef zu mir nach Hause und holte mich mit den Worten zurück, dass er mich eingestellt hat und deshalb nur er mich rauswerfen kann. Ich ging also wieder zurück und wurde bald darauf durch Empfehlung von einer anderen Firma abgeworben.

In meinem zweiten Job bei VW wurde ich nebenberuflich in einer Fahrschule Fahrlehrer. Unter der Woche arbeitete ich bei VW und am Wochenende und an Feiertagen bildete ich Fahrschüler aus. Als VW damals aus wirtschaftlichen Gründen sieben Mitarbeiter kündigte, war ich auch dabei und wurde mit offenen Armen in der Fahrschule hauptberuflich angestellt. Die eine Tür ging zu und die andere ging auf.

Geh immer mit der Zeit

Auch wenn wir Gewohnheitstiere sind und das Beständige lieben, hatte ich immer den Mut, mich auf Neues einzulassen. Die oberen Beispiele sind nur der Anfang meiner Karriere. Ich bildete mich weiter, wurde Fahrschullehrer und durfte dadurch auch theoretisch unterrichten, dann Geschäftsführer, in weiterer Folge beteiligte ich mich bei einer Fahrschule, wurde Unternehmensberater und vieles mehr.

Da ich immer mit der Zeit ging konnte ich nie überholt oder überflüssig werden. Zudem hatte ich ständig den Mut, in unbekannte Gewässer vorzudringen und mich weiterzuentwickeln. Heute weiß ich, dass meine Bereitschaft zur Veränderung die beste Entscheidung meines Berufslebens und somit der Ursprung für meine Erfolge ist. Geh du auch mit der Zeit und mach es mir nach.

Ich liebe, was ich tu

Ich hatte schon immer den Traum, selbstständiger Unternehmer zu sein und dadurch ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Heute bin ich im (Un)ruhestand und liebe es, mein Know-how weiterzugeben, um damit die Welt ein bisschen besser zu machen. Ob hier in diesem Beitrag, in Seminaren den Teilnehmern, meinen Enkelkindern oder Menschen und Freunden, die mich um Unterstützung bitten. Ich liebe es und stehe dafür jeden Tag auf.

Trainiere die Veränderung

Veränderung bedeutet für mich, aus der Komfortzone auszubrechen und sich auf unbekanntes einzulassen. Veränderung ist nicht bequem, sondern tut auch manchmal ganz schön weh. Wer hinterfragt schon gerne etwas, das zu einer Gewohnheit geworden ist? Veränderung muss ständig trainiert werden, um zu einer neuen Gewohnheit und damit nachhaltig zu werden.

Doch Vorsicht, nimm dir nicht zu viele Veränderungen auf einmal vor. Wenn du dir zu viele Dinge auf einmal vornimmst, dann kann dich dein Veränderungs-Wille verlassen. Die Herausforderungen können zu groß werden und deine Motivation dafür schwinden. Die Folge ist dann ein „vor dir herschieben“ (Aufschieberitis), das deinen Veränderungs-Prozess behindert oder sogar abbrechen lässt.

Ohne Veränderung keine Zukunft

Normalerweise halte ich mich bei politischen Diskussionen raus. Gestatte mir bitte trotzdem das folgende kurze Beispiel: Erst unlängst diskutierte ich mit einem meiner Freunde, der auch so wie ich im Ruhestand ist und über unsere neue Regierung schimpfte. Er sagte: „Wofür muss man etwas ändern? Es geht uns eh so gut!“ Darauf musste ich folgend antworten:

„Ja klar, uns geht’s gut weil unsere Großväter beziehungsweise Väter dafür gesorgt und wir auch unseren Teil dazu beigetragen haben. Wenn wir jedoch immer nur auf Pump leben und unsere Politiker das Geld verschwenden, das nicht ihnen gehört, wird es unseren Enkelkindern nicht mehr so gut wie uns gehen können. Es kann doch nicht sein, dass unser Staatsdefizit ständig wächst, obwohl der Staat sehr kreativ im Erfinden neuer Steuern ist“.

Verändere, wenn’s gut läuft

Die Veränderung ist allgegenwärtig. In unserer schnelllebigen Zeit kann man leicht das Einsetzen des Wandels versäumen. Um über Veränderung nachzudenken oder den Veränderungsprozess dann anzustoßen, wenn’s grad gut läuft, ist viel Mut erforderlich. Zu diesem Zeitpunkt hat man weniger Stress und meistens auch mehr freie Ressourcen. Schwieriger ist der Wandel dann einzuleiten und umzusetzen, wenn einem das Wasser schon bis zum Hals steht. Dann ist die Schmerzgrenze erreicht, und das Problem zu groß, dass es leicht zu einer Lebenskrise wird.

Entscheide dich und steh‘ zu deiner Entscheidung

Nicht selten habe ich es mit beratungsresistenten Menschen zu tun. Sie beherrschen das Nein-Sagen und widersetzen sich jeder Veränderung. Sie wollen sich nicht eingestehen, dass es eine Veränderung braucht, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Ihnen fehlt einfach der Mut, Neues anzunehmen und auszuprobieren. Sie wollen gar nicht darüber nachdenken. Und was bist du für ein Mensch?

Bist du jemand, der sich möglichst rasch entscheidet oder jemand, der seine Entscheidungen lieber hinauszögert? Ent~scheiden bedeutet, sich von alten Zöpfen zu trennen, um Neuem Platz zu machen. Entscheiden heiß also auch loslassen. Bist du jemand, der sich schwer damit tut? Jemand, der Entscheidungen trifft, jedoch nicht dabeibleibt und sie gleich wieder über den Haufen wirft?

Egal was du in deinem Leben erreichen willst, um es zu bekommen musst du dich entscheiden was du willst und zu deiner Entscheidung stehen. Mir ist eine Entscheidung lieber als keine und wenn von 10 Entscheidungen mehr als die Hälfte positiv sind, dann bin ich erfolgreich.

Tu es einfach

Such dir Verbündete, die dich bei der Veränderung motivieren und unterstützen. Die auch wenn‘s notwendig ist hartnäckig sind, damit du am Ball bleibst und die dich überzeugen können, wenn du einmal falsch liegst. Ich wusste 1993 als ich selbstständig wurde nicht, was auf mich zukommt und aus mir wird. Es fühlte sich nur richtig an, diesen Schritt zu gehen. Hab den Mut, einen neuen Weg zu gehen, um eigene Spuren zu hinterlassen.

Für deinen Erfolg!

Dein ständig mutiger werdender

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Es kann mir niemand verbieten, täglich etwas mutiger, besser und gescheiter zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.