Motivation – ein oft strapaziertes Wort!

Nach längerer Zeit habe ich es das vergangene Wochenende geschafft, wieder einen wie ich meine wichtigen Artikel in meinem Blog zu schreiben. Die Motivation dazu war immer da jedoch hatte ich die letzte Zeit sehr viel zu tun, war viel unterwegs und zu allem Überfluss hat ein bösartiger Virus auch noch meinen Rechner befallen, der uns viel Kopfzerbrechen bereitete.

blog_Motivation01-3Motivation ist in der Fahrschul-Branche ein ganz wichtiger Bestandteil. Einerseits die Motivation vom Chef zum Mitarbeiter, anderseits die Motivation vom Mitarbeiter zum Fahrschüler. Ist der Chef oder die Chefin unmotiviert, dann sind dies auch die Mitarbeiter. Und wenn die unmotiviert sind, dann überträgt sich das auch auf die Kunden.

blog_Allheilmittel01-3Für Motivation gibt es kein Allheilmittel. Das Thema allein füllt viele Bücher und ruft Motivations-Gurus auf den Plan, die ihre Seminarteilnehmer mit diversen Strategien oft nur kurzzeitig motiviert nach Hause schicken. Nicht selten ist das Ergebnis davon, dass die Mitarbeiter sagen: „Der Chef war wieder auf einem Seminar und deshalb spinnt er wieder. Warten wir destruktiv einige Zeit ab dann ist wieder alles beim alten!“

blog_motiviert01-3Motivation ist wichtig. Mitarbeiter arbeiten lieber unter motivierten Kollegen und Chefs. Fahrschüler lernen lieber in Fahrschulen mit motivierten Mitarbeitern. Sie sehen also, Motivation ist wichtig und sollte deshalb in allen Ebenen vorgelebt werden. Dies bedeutet, dass Sie als UnternehmerIn oder auch als MitarbeiterIn Motivation vorleben müssen. Nur dann sind Sie glaubwürdig und können andere (Mitarbeiter, Kollegen und Fahrschüler) motivieren.

Motivation bedeutet auch, Mitarbeiter oder Fahrschüler an deren Pflichten zu erinnern, notwendige Änderungen zu begründen und – wenn notwendig – auch ein Einverständnis dafür einzuholen.

blog_Feedback01-3Sie als Vorgesetzter müssen immer wach sein und Ihre Unternehmenskultur so vorleben, wie Sie diese nach außen vertreten. Motivation ist aber auch, das Geschick zu besitzen, das Potential Ihrer Mitarbeiter und Kunden zu nutzen. Holen Sie sich dafür regelmäßiges Feedback. Immer mit der Bitte darum, sich ständig weiterentwickeln zu wollen.

Motivation ist auch, wenn Sie Ihren Mitarbeitern vorleben, dass Maßstäbe, die Sie eingeführt haben auch für Sie als ChefIn gelten. Nichts untergräbt Ihre Glaubwürdigkeit und Autorität mehr, als wenn Ihre Mitarbeiter sehen, dass von ihnen gewünschtes für Sie nicht gilt.

Seien Sie ehrlich zu sich selbst und Ihren Mitarbeitern. Damit sorgen Sie, dass man sich auf das, was Sie sagen, verlassen kann. Sie kennen doch das Sprichwort: „Wer einmal lügt den glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht!“

blog_Gefühl01-3Gehen Sie ehrlich mit Ihren Gefühlen um. Somit wirken Sie authentisch. Spielen Sie niemandem Interesse, Besorgnis, Ärger, Freude oder Sympathie vor. Alles was aus dem Herzen kommt, ist auch motivierend. Geben Sie jedoch Acht auf Echtheit und verfallen Sie dabei nicht in Distanzlosigkeit. Das eigene humorvolle Wesen hilft Ihnen dabei, eine gesunde Distanz zu Ihren eigenen tiefen Gefühlen zu halten.  Humor hilft Ihnen, die eigenen Emotionen zu akzeptieren und auch nicht immer so ernst zu nehmen.

blog_Mitarbeiter01-3Andere zu motivieren ist oft schwieriger, als man glaubt. Um jemanden motivieren zu können, muss dieser es auch wollen. Sie können niemanden, der nicht will, motivieren. Wenn Sie jedoch den Mitarbeitern signalisieren, dass Ihnen an deren Wohlbefinden viel liegt, dann wird es Ihnen auch leicht fallen, sie zu motivieren. Selbiges gilt auch zwischen Fahrlehrer und Fahrschülern. Motivierte Fahrschüler leisten mehr, lernen schneller und behalten besser. Und besser behaltenes kann in Stresssituationen (Prüfung, Verkehrssituationen und dgl.) auch schneller und einfacher abgerufen werden.

blog_Balance01-2Gleichen Sie Ihr Beziehungskonto aus. Ihre Mitarbeiter werden sich in der Zusammenarbeit fairer behandelt fühlen, wenn Sie das Gesetz der Gegenseitigkeit einhalten. Geben Sie Ihren Mitarbeitern das Gefühl, sich darauf verlassen zu können, dass eine bestimmte Leistung die adäquate Gegenleistung nach sich zieht. Dies umfasst beispielsweise das Abgelten von Überstunden durch Geld oder Zeitausgleich, das Entsprechen von Urlaubswünschen oder in regelmäßigen Abständen das schwer auszusprechende Wörtchen „Danke“! Es muss nämlich Geld als Motivationsfaktor nicht immer im Vordergrund stehen – vorausgesetzt, die Entlohnung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen und der Leistung der Mitarbeiter. Glauben Sie mir, Ihre Glaubwürdigkeit steigt, wenn Sie auch Ihre Mitarbeiter und Fahrschüler mit dem nötigen Respekt entgegen treten.

blog guido peternell: wir sind IndividuenWir alle sind Individuen. Sie haben es bei Mitarbeitern und Kunden immer mit verschiedenen Persönlichkeiten zu tun. Diese verschiedenen Persönlichkeiten haben unterschiedliche Werte und Ziele. Sie werden unter Ihren Mitarbeitern sicher welche finden, die lieber alles „beim alten lassen“ sowie auf Konstanz und Geborgenheit setzen.  Andere wiederum freuen sich über jede Veränderung und sind offen für neues, denn neues bringt auch immer wieder diverse Erlebnisse mit sich. Um Ihre Mitarbeiter motivieren zu können, sollten Sie Ihre feinste Antenne für vorher genannten Unterschiede ausfahren und beim Führen Ihrer Mitarbeiter berücksichtigen.

Stellen Sie sich zum Ende dieses Beitrages folgende Fragen:

  1. Wo habe ich meine Stärken?
  2. Wo wirkt sich meine Glaubwürdigkeit positiv aus?
  3. Wo kann ich noch dazu lernen?

PS: Ich freue mich über ein kurzes Feedback von Ihnen über die Kommentarfunktion ganz unten auf dieser Seite! 🙂

– Autor: Guido Peternell

2 Gedanken zu „Motivation – ein oft strapaziertes Wort!

    1. guido.peternell Beitragsautor

      Warum Französisch? Dieser Blog ist doch in Deutsch. Sie können sich mit mir also in Deutsch unterhalten 🙂

      Antworten

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