Mobilemarketing verändert die Welt

Laut der best research GmbH stellen 74% der 18- bis 29-Jährigen und 69% der 30- bis 49-Jährigen ihr Smartphone als digitale Schaltzentrale in den Mittelpunkt ihrer persönlichen Unterhaltung. Grund genug, um das Thema Mobilemarketing näher zu beleuchten.

Mobilemarketing verändert die Welt
Mobilemarketing verändert die Welt | © by guidopeternell

Ich kenne kaum Menschen, die heute noch ohne Handy oder Smartphone unterwegs sind. Deshalb wundert es mich nicht, dass Mobilemarketing für Unternehmen so interessant ist.

Mobilemarketing verändert dein Business

Das Smartphone hat sich in den letzten 20 Jahren zu einer Technologie entwickelt, die unser Leben auf den Kopf stellt. Immer mehr Menschen nutzen das Smartphone, um immer und überall online zu sein. Das bringt viele Unternehmen dazu, Mobilemarketing zu betreiben. Vielleicht ist es auch für dich und dein Unternehmen ein Instrument, um Kunden oder Interessenten zu erreichen, die gerade unterwegs sind.

Das Smartphone und Mobilemarketing

Laut einer deutschen Studie erhöhte sich die Internetnutzung in den letzten Jahren auf 81 Prozent. In Österreich nutzen bereits 94% (2017) der Internetnutzer dieses per Smartphone. In Deutschland ist jeder Vierte 18- bis 29-Jährige täglich länger als 4 Stunden damit online. Immer öfter erhalten wir auch Werbung am Smartphone. Das ist ein Zeichen, dass viele Unternehmen die Kraft von Mobilemarketing bereits erkannt haben.

Mobilemarketing und deine Marketingstrategie

Wenn du Mobilemarketing in deine Marketing-Strategie integrieren möchtest, dann wäre es gut, mehr darüber zu erfahren. Diesen Umstand trage ich mit dem heutigen Blogartikel Rechnung. Mobilemarketing ermöglicht dir, die Onlinewelt mit der Offlinewelt zu verknüpfen. Damit kannst du deinen Kunden wertvollen Zusatzservice bieten und deine Unternehmenskommunikation an die Kundenbedürfnisse anpassen.

Ist Mobilemarketing überhaupt erlaubt?

Mit Mobilemarketing kannst du deine Kunden und Interessenten ständig erreichen, egal wo sie sich gerade befinden. Sie haben ihr Smartphone immer dabei und sind auch bereit, es ständig zu nutzen. Botschaften können somit speziell individualisiert und damit eine direkte Interaktion eingeleitet werden. Jetzt höre ich dich schon fragen:

„Ist solch eine Werbung überhaupt gesetzlich erlaubt?“

Ja natürlich, wenn du wie bei vielen anderen Werbungen die Einwilligung der Zielperson dafür hast und die Datenschutzbestimmungen einhältst.

Mobilemarketing als Serviceleistung

Wenn der Konsument damit einverstanden ist, kannst du Werbeimpulse setzen, die der Konsument gar nicht als Werbung empfindet, sondern als bequeme Serviceleistung. So ähnlich betreiben es die Unternehmen mit ihren Kundenkarten, indem sie Kartenbesitzer immer dann informieren, wenn diese beispielsweise durch neue Dinge oder Rabattierungen davon profitieren können.

Hürden im Mobilemarketing

Spam oder zu hohe Intensität verursachen Widerstand in der Zielgruppe. Nutzenbasierter Mehrwert erhöht die Bereitschaft für eine Einwilligung. Der Datenschutz ist auch ein wichtiges Thema und das nicht erst seit der DSGVO. Auch technisch ist einiges zu beachten. Um auf Smartphones, Tablets oder PCs gleichermaßen professionell rüber zu kommen, muss auf responsives Design geachtet werden.

Mobilemarketing-Instrumente

Eines der Mobilemarketing-Instrumente sind die allseits beliebten Apps. Sie können Mehrwert bieten und Kunden binden. Nach wie vor werden SMSs eingesetzt, um Kunden über Aktionen oder Angebote zu informieren. Stark vertreten sind derzeit Messenger-Dienste von diversen sozialen Medien. Führend dabei ist WhatsApp. In Deutschland nutzen beispielsweise bereits 9 von 10 Personen (97% 18- bis 29-Jährige) diesen Messenger. Newsletter und mobile Webseiten sind ebenfalls gängige Mobilemarketing-Instrumente.

Viele neue Möglichkeiten durch Mobilemarketing

In Zukunft sind also personalisierte Lösungen gefragt. Die Konkurrenz wird immer größer. Vor allem die Jugend kauft heute hauptsächlich online ein. Unternehmen, die diesen Trend verschlafen oder meiden, werden es zukünftig am Markt immer schwerer haben. WhatsApp kann auch offline für dich zum Vorteil werden, denn dadurch haltest du den persönlichen Kontakt mit individueller Kommunikation zu Kunden und Interessenten.

WhatsApp Nachrichten

Laut tyntec-Umfrage (INNOFACT im Mai 2019) vereinbaren bereits 50 Prozent der Kunden ihre Termine mit ihrem Friseur, ihrem Arzt, ihrer Bank, ihrer Versicherung beziehungsweise ihrem Bürgerbüro über WhatsApp. Solche Nachrichten werden im Durchschnitt nach drei Minuten geöffnet und schnellstmöglich beantwortet. Zudem kann WhatsApp mit der enormen Öffnungsrate von zirka 90 Prozent aufwarten.

Meine 8 Tipps zu deinem Mobilemarketing

Tipp 1: Mobilemarketing mit mobilgerätefreundlicher Webseite

Der Großteil der Webseiten wird heute bereits von mobilen Endgeräten aufgerufen. Deshalb erhob 2015 Google die „Mobilfreundlichkeit“ zu einem Rankingfaktor und passte seinen Algorithmus entsprechend an. Nicht mobiloptimierte Webseiten werden seither durch deutliche Rankingverluste abgestraft. 2016 verkündete Google den mobilen Suchindex zukünftig zum Hauptindex zu erheben.

Tipp 2: Mobilemarketing durch mobilgerätfreundliche Inhalte

Passe deine Inhalte den Handybenutzern an. Mach dir dafür Gedanken über deine Handynutzer und lass alles für sie unwichtige weg. Formuliere kurze und aussagekräftige Überschriften, die den Nutzern sofort den Weg zeigen. Bedenke, dass die Handydisplays relativ klein sind und die User wegen dem Nutzen, den du bietest, auf deine Webseite gekommen sind.

Tipp 3: Mobilemarketing und deine Positionierung

Mithilfe mobiler Werbeanzeigen auf sozialen Netzwerken und dergleichen kannst du dein Unternehmen mobil bekannter machen und erreichst höhere Klickraten. Suchmaschinenoptimierung erleichtert deiner Zielgruppe das Auffinden deiner Produkte und Dienstleistungen. Wenn du beispielsweise eine App zum Download anbietest, die leicht zu bedienen ist und ein bestimmtes Problem für den mobilen Nutzer löst, dann hast du gegenüber deinen Mitbewerbern ein sicheres Alleinstellungsmerkmal.

Tipp 4: Mobilemarketing für deinen regionalen Markt

Sehr oft suchen mobile Nutzer nach örtlichen Informationen. Deshalb empfehle ich dir, dein Unternehmen kostenlos auf Google My Business zu listen. Damit finden die User dich und dein Unternehmen leichter. Sobald du auf My Business gelistet bist, können dich Nutzer mobiler Geräte dort lokalisieren und dein Suchmaschinen-Traffic wird sich verbessern.

Tipp 5: Mobilemarketing und SMS-Marketing

2012 wurden in Deutschland allein noch rund 60 Mrd. SMS im Jahr verschickt. 2018 waren es nur mehr knapp 9 Mrd. Stück. Obwohl die Zahlen beweisen, dass sich die SMS Nutzung drastisch reduziert hat, ist SMS im Business noch immer ein beliebter Messenger-Dienst. Die Vorteile liegen auf der Hand:

Beliebteste Anwendung aller Altersgruppen, auf allen Geräten funktionsfähig, wird innerhalb von 5 Sek. gelesen, regelmäßig gecheckt (Durchschnittsuser schaut ca. 150x täglich auf sein Handy), weltweit verfügbar, für Empfänger kostenlos, verlässliche Zustellung.

Tipp 6: Mobilemarketing und die mobilgerätfreundliche Webseite

Gute Navigation steigert die Chance, aus einem Besucher deiner Webseite einen Kunden zu machen (Konversionsrate). Deshalb müssen im Mobilemarketing die Menüleiste, die Fußzeile sowie die Menüpunkte deiner Webseite navigierbar sein. Nur damit ist die optimale Darstellung auf allen mobilen Geräten gewährleistet. Sorge deshalb dafür, dass jeder vorhandene Menüpunkt ohne Überlappungen deutlich sichtbar ist.

Tipp 7: Mobilemarketing und persönlicher Charakter

Die meisten Menschen legen immer noch auf persönliche Charakter wert. Deshalb ist der Aufbau einer emotionalen Beziehung zum Leser wie auch der Nutzen, den er von dir bekommt, sehr wertvoll. Es ist dabei nicht wichtig, über dich und deine Leistungen zu sprechen, sondern dich in den Nutzer hinein zu versetzen und seine Bedürfnisse zu befriedigen. Damit hebst du dich von deinen Mitbewerbern ab und entlockst Kunden und Interessenten ein deutliches WOW!

Tipp 8: Mobilemarketing und QR-Codes

In QR-Codes sind große Datenmengen gespeichert und deshalb eignen sie sich hervorragend für das Mobilemarketing.

QR = quick response = schnelle Reaktion.

QR-Codes sind für Nutzer mobiler Geräte perfekt geeignet. Mit QR-Codes kannst du für mobile Nutzer deine Webseite leichter zugänglich beziehungsweise schneller machen und auch ziemlich rasch gewünschte Informationen aus deiner Webseite zur Verfügung stellen.

Fazit:

Diese 8 Tipps sind nur ein Teil der Möglichkeiten, die du zum Mobilemarketing nutzen kannst. Wenn du sie in deine Marketingstrategie integrierst, bringen sie dir unweigerlich Erfolg. Damit kannst du wie bereits oben beschrieben die Onlinewelt mit der Offlinewelt verknüpfen und einen gewinnbringenden Kundendialog aufbauen.

Die Kommunikation von Unternehmen mit ihrer Zielgruppe wird immer wichtiger. Dazu eignen sich Messenger wie beispielsweise WhatsApp hervorragend. Sie bieten dir über alle Altersklassen hinweg durch die hohen Nutzungszahlen unglaubliche Reaktionsquoten.

Red nicht immer nur darüber sondern TU es einfach

Für deinen Erfolg!

Dein stets handelnder

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Bleib bitte menschlich, denn derzeit prägt Gott sei Dank noch immer der Mensch den Markt, und nicht die Technik.

2 Gedanken zu „Mobilemarketing verändert die Welt

  1. Jacqueline Weber

    Lieber Guido,
    wiedereinmal ein excellent recherchierter Beitrag zu einem Thema, das für viele immernoch „Neuland“ sein dürfte. Und selbst für jene, die versuchen, mit der Veränderung Schritt zu halten, kann es anstrengend werden. Die Zahl der Möglichkeiten mit und durch digitale Applikationen wächst exponentiell. Dem entgegen steht unser innerster Wunsch nach Entschleunigung. Dieser Spagat zwischen „Vorn dabei sein“ und „das eigene Tempo selbst bestimmen“ ist nicht leicht. Aber Du bist wirklich ein gutes Beispiel dafür, dass man ihn meistern kann.
    Danke und viele Grüße nach Villach
    Jacqueline Weber

    Antworten
    1. Guido Peternell Beitragsautor

      Liebe Jacqueline,

      noch einmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Schritt in die Selbstständigkeit und Danke für die Blumen.

      Ja du hast recht, dieses Thema ist für viele immer noch Neuland. Ohne Mobile-Marketing wird es jedoch auf Dauer nicht gehen.
      Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das Schritthalten anstrengend sein kann und deshalb habe ich mir selbst ganz klare Richtlinien aufgestellt, die ich zu 99% auch einhalte.

      Die sozialen Medien habe ich auf meinem Smartphone abgestellt und teilweise sogar gelöscht, da ich mich selbst dabei ertappt habe, ein Smartphone-Junkie zu werden. Damit das nicht passiert, besuche ich die sozialen Medien meist nur ein bis zweimal am Tag. Zudem lese ich die Beiträge in den Gruppen nur mehr oberflächlich, um nur dann einzusteigen, wenn ich das Gefühl habe, etwas dazu sagen zu müssen.

      Mich wundert es immer wieder, wieviel Zeit Unternehmer und Mitarbeiter in diesen Medien verschwenden. Mir ist dazu meine begrenzte wertvolle Lebenszeit zu schade. In meinem Alter muss ich schon damit haushalten.

      Mir ist die Selbstbestimmung bei den Themen Be- und Entschleunigung sehr wichtig. Sie gibt mir die Möglichkeit, mehr Zeit als andere mit meinen Enkelkindern zu verbringen, wenn sie mich brauchen.

      Danke für dein Feedback und liebe Grüße nach Starkenberg

      Guido 🙂

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