Mit Selbstreflektion zu noch mehr Erfolg

Selbstreflektion, welch interessantes Thema. Viel zu viele Leute tun sich dabei schwer, erfolgreicher zu werden. Wobei Erfolg natürlich für jeden individuell zu definieren ist. Für Unternehmer kann sich Erfolglosigkeit in Kunden- oder Mitarbeiterschwund auswirken. Für angestellte Mitarbeiter im Sekretariat könnte sich Erfolglosigkeit in zu geringen Abschlussquoten zeigen. Für Fahrlehrer könnten höhere Durchfallquoten ein Zeichen von Erfolglosigkeit sein.

Mit Selbstreflektion zu noch mehr Erfolg

Mit Selbstreflektion zu noch mehr Erfolg | © by guidopeternell

Schon der Titel dieses Beitrages lässt erkennen, dass Selbstreflektion mit „sich selbst beobachten“ zu tun hat. Wie verhalte ich mich in bestimmten Situationen? Was sind meine Gedanken dabei? Welche Gefühle kommen dabei hoch? Meistens beobachten wir Verhaltensmuster bei anderen Menschen. Dabei ist man oft vorschnell mit Bewertungen zur Stelle und schon ist mein Gegenüber in einer meiner Schubladen eingeordnet.

Verhaltensmuster sind leichter bei anderen zu beobachten

Und schnell ist auch der Schuldige gefunden. Natürlich sind das immer die Anderen. Dabei geht es gar nicht immer um Schuld oder Unschuld. Es geht viel mehr um das Reagieren auf Wahrgenommenes. Jeder der Kinder oder Mitarbeiter hat, weiß wovon ich hier schreibe. Eltern bekommen von ihren Kindern den Spiegel vorgehalten. Chefleute bekommen von ihren Mitarbeitern den Spiegel vorgehalten.

Und schon sind wir wieder beim Thema erfolgreich oder erfolglos.

Bin ich ein erfolgreicher Elternteil oder ein erfolgloser? Bin ich ein erfolgreicher Chef oder ein erfolgloser? Bin ich eine erfolgreiche Fahrlehrerin oder eine erfolglose? Bin ich eine erfolgreiche Sekretärin oder eine erfolglose?

Bin ich für meine Kinder, meine Mitarbeiter, meine Kolleginnen und Kollegen ein gutes oder weniger gutes Vorbild?

Wie ernst nehme ich es mit Werten und Regeln, die es im Familienbund oder dem Unternehmen gibt? Bin ich da ein gutes oder schlechtes Beispiel? Dabei will ich nicht nur weiß- oder schwarzmalen. Es gibt auch überall genügend Graustufen. Anhand der oberen Absätze wirst du schon erkennen, wie wichtig Selbstreflektion für deinen Erfolg ist.

Folgende zwei Beispiele sollen den Unterschied zwischen erfolgreich und erfolglos verdeutlichen:

Beispiel 1: Sehr schnell wird die Schuld der Erfolglosigkeit auf die Kunden, auf die Mitbewerber, auf die Mitarbeiter, auf den Chef, auf die Marktsituation und dergleichen geschoben.

Beispiel 2: Die Wenigsten suchen die Ursache für Erfolglosigkeit bei sich selbst. Warum gelingt es immer wieder Menschen, die Probleme mit Kunden, Mitbewerber, Mitarbeiter, dem Chef, der Marktsituation und dergleichen haben, die Herausforderungen anzunehmen und daraus Erfolgserlebnisse zu kreieren?

Du kannst deine Erfolgsspirale selbst beeinflussen

Mit Selbstreflektion ins Handeln kommen

Mit Selbstreflektion ins Handeln kommen | © by guidopeternell

Wo liegt der Unterschied zwischen den oberen beiden Beispielen? Ganz einfach. Die Schuldzuweisungen sind ein Zeichen, dass sich die Person im Beispiel 1 unbewusst in der Opferrolle befindet. Sie fühlt sich ohnmächtig und der Situation ausgeliefert. Sie bemitleidet sich, ärgert sich über die Situation, hadert mit dem Schicksal und fühlt sich hilflos. Damit beginnt sich die Erfolg-Spirale nach unten  zu drehen und endet in der Erfolglosigkeit.

In Beispiel 2 weißt du, dass du die Macht hast, aus der Opferrolle auszubrechen. Du übernimmst für dich und dein Handeln die Verantwortung, und schiebst sie nicht auf andere. Es ist dir klar, dass du selbst bestimmst, was du fühlst und wie du dich verhaltest. Somit übernimmst du Verantwortung für deine Gefühle. Alleine mit dieser Einstellung kannst du selbst deine Lebenssituation verbessern.

Um deine Situation zu verbessern, musst du selbst etwas TUN. Erfolgreicher wirst du nur, wenn du bei dir selbst und in deinem Umfeld ansetzt. Selbstreflektion hilft dir dabei. Nutze deine Zeit auch um zu klären, was gut war, was verbesserungswürdig ist, was du daraus lernst, welche Fehler du nicht mehr machst, wo du dich weiterentwickelt hast und was dein nächster Schritt sein muss.

Und hier noch einmal zum besseren Verständnis die Erklärung der Selbstreflektion

Selbstreflektion ist die Beobachtung deines eigenen Verhaltens, deiner eigenen Gedanken und deiner eigenen Gefühle. Ich habe in meiner Ausbildung mit konstruktivem Feedback umgehen gelernt. Dadurch lernte ich auch, nicht anderen die Schuld zu geben, sondern bei mir selbst Verbesserungsbedarf zu finden.

Fürs erfolgreicher werden ist es sehr wichtig, zu hinterfragen, warum man selbst oder warum mein Gegenüber so oder so reagiert hat. Das bedeutet, dass du abseits der derzeitigen Reizüberflutung in Kontakt mit dir selbst treten musst. Und je mehr du die Selbstreflektion übst, umso mehr schulst du deine Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung.

Wenn du Selbstreflektion ernst nimmst und lernen willst, dann musst du dir auch Zeit dafür nehmen. Dann bleibt sie keine Eintagsfliege, sondern ist eine weitere Stufe deiner persönlichen Weiterentwicklung. Nur selten gelingt eine konstruktive Selbstreflektion in der Alltagshektik. Du brauchst die notwendige Ruhe dazu.

Meine ersten Selbstreflektionen lernte ich in Persönlichkeitsseminaren

Die dauerten immer mehrere Tage. In diesen gab es immer viel Input wie auch genügend Zeit, gestellte Aufgaben zu erfüllen und über mich und mein Leben nachzudenken. Anfangs kam mir die Zeit zum Nachdenken sogar zu lange vor. Doch ich brauchte wie auch alle anderen Teilnehmer entsprechend Zeit dafür, meine Gedanken vom Alltagsgeschäft zu lösen und mich auf das Seminar einzulassen.

Notebook und Smartphone gelangten in dieser Zeit immer mehr ins Hintertreffen. Viele Gespräche mit den Trainern und Teilnehmern sowie die dafür vorhandene Zeit führten zu meiner Entschleunigung, die mir Gelegenheit gab, tief in mich hineinzufühlen. Das erleichterte, mir selbst auch unangenehme Fragen zu stellen und Antworten darauf zu finden, um neue Wege gehen zu können.

Stärken, Schwächen, Vorlieben und Eigenarten

Die Selbstreflektion ermöglichte mir, mich selbst besser kennen und lenken zu lernen. Ich lernte dadurch besser meine Stärken, Schwächen, Vorlieben und Eigenarten kennen. Dies ermöglicht mir auch heute noch, mein eigenes Verhalten objektiv wahrzunehmen, zu analysieren und eventuell notwendige Verhaltensänderungen vorzunehmen.

Lerne die Selbstreflektion als passendes Werkzeug zu nutzen. Dadurch weißt du viel besser über deine Haltung zu deinem Leben Bescheid und lernst es noch besser zu schätzen. Wenn du deine eigenen Werte gut kennst, dann kannst du völlig gelassen darüber sein, was andere über dich sagen und denken. Du steigerst damit dein Selbstwertgefühl und deine Immunität gegenüber Neid und Missgunst.

Gib deinem Leben Sinn

Selbstreflektion ermöglicht dir erst Einsichten über dich und deine Umwelt, wenn du beginnst, den Weg zur Selbstreflektion zu gehen. Du wirst auf diesem Weg erkennen, dass du wie beim Laufen erst unnötiges Fett verbrennen musst, um schneller im Ziel zu sein. Auf diesem Weg musst du nicht nach dem Sinn deines Lebens fragen, sondern deinem Leben Sinn geben.

Du wirst auf diesem Weg den Abstand gewinnen, den du brauchst, um zu erkennen, dass alles im Leben einen Sinn hat. Du wirst auch erkennen, dass dein Körper und deine Gesundheit das Wichtigste im Leben ist, das du hegen und pflegen solltest. Nur ein gesunder Körper garantiert dir, dass du so lange als möglich dich darin wohlfühlen und dein Leben genießen kannst. Alles gute Voraussetzungen, um Erfüllung im Berufs- wie auch Privatleben zu finden.

Wenn du 90 Prozent deiner Zeit investiert, um dein Tagesgeschäft zu Händeln, dann investierst du auch 90% deines Denkens in dein Tagesgeschäft. Um erfolgreich(er) werden zu können, musst du dich für deine persönliche Weiterentwicklung freispielen. Du musst wie im Beitrag „Ziele – wer gut zielt, trifft besser“ beschrieben, deine Ausgewogenheit deiner vier wichtigsten Lebensbereiche finden.

Zur Selbstreflektion gehört auch die Erfolgsreflektion

Erfolgsreflektion? Was ist das schon wieder? Jeder Mensch hat jeden Tag diverse Erfolgserlebnisse. Du musst ihnen nur auf die Schliche kommen. Auch wenn es nur ein klitzekleiner Teilerfolg ist, ist es ein Erfolg. Und du solltest dir zum erfolgreich(er) werden diese Erfolge – und sind sie noch so klein – ins Bewusstsein rufen.

Das kannst du mit einer ganz kleinen und simplen Übung leicht umsetzen

Nimm dir jeden Abend 5 Minuten Zeit, um deinen Tag Revue passieren zu lassen. Stell dir dabei die Frage: „Was war heute mein größter Erfolg?“ Lass dir auf der Spurensuche Zeit und analysiere deinen Tag. Er war voll vom Tagesgeschäft. Da oder dort war vielleicht auch Ärger dabei. Doch halt, da war doch was. Da habe ich dieses oder jenes ganz gut gemacht. Und aus diesem und jenem suchst du dein größtes Erfolgsereignis an diesem Tag heraus. Diesen Erfolg trägst du in dein *Erfolgs- bzw. Dankbarkeits-Journal ein und machst ihn dadurch sichtbar. Mit diesem Sichtbarmachen fokussierst du dein Bewusstsein darauf, etwas erreicht zu haben.

Wenn du täglich mit diesem Bewusstsein schlafen gehst, verankerst du es in deinem Unterbewusstsein. Du schläfst nicht mit negativen Gedanken, sondern täglich mit einem deiner eigenen Erfolgsbeispiele ein. Und du wachst jeden Morgen mit der Gewissheit auf, mindestens ein neues Erfolgserlebnis zu haben. Diese Vorgehensweise ist auch ein guter Tipp für Eltern. Bevor das Kind schlafen geht, fragst du es, was heute sein größter Erfolg war. Dadurch schläft das Kind mit den positiven Gedanken ein und freut sich auf das nächste Erfolgserlebnis am nächsten Tag.

Die Pessimisten werden jetzt sagen:

„Da baue ich doch Druck für mich auf, täglich Erfolg haben zu müssen!“ Wer so denkt, hat meine Botschaft hinter dieser kleinen Übung nicht verstanden. Mir geht es nicht darum, zwanghaft erfolgreich sein zu müssen, sondern darum, im täglichen Tagesablauf einen und wenn auch nur klitzekleinen Erfolg zu entdecken.

Ist die Alternative besser, am Abend darüber nachzudenken, was dich bei Tag maßlos geärgert hat? Oder was du dir vorgenommen und wieder nicht geschafft hast? Es ist nicht sinnvoll, mit diesen Gedanken deinen Tag zu beenden. Auch wenn du dich tagsüber geärgert hast oder es wieder nicht geschafft hast, das abzuarbeiten, was auf deiner To-do-Liste steht. Sie führen unweigerlich zu schlechtem Schlaf, indem du nicht regenerieren kannst, um erfolgreich(er) werden zu können.

Ich konzentriere mich lieber auf meine Erfolgserlebnisse. Bevor ich diese kleine Übung praktizierte, habe ich täglich nur Erfahrungen gesammelt. Seitdem ich die Selbstreflektion einsetze, wende ich sie privat, beruflich und auch gesellschaftlich an. Ich belohne mich für Erreichtes und Teile diverse meiner Erfolgsgeschichten mit Geschäftspartnern, Freunden und Familie. Aber keine Angst. Ich reflektiere auch Misserfolge und stelle mir dabei immer die Frage, was ich das nächste Mal besser machen kann. Ich empfehle dir, es mir nachzumachen.

Für deinen Erfolg!

Dein praktiziert auch regelmäßig die Selbstreflektion

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: * Schau dir das 6-Minuten-Tagebuch PUR | Täglich 6 Minuten für mehr Erfolg, Gelassenheit und Achtsamkeit von UrBestSelf an. Vielleicht ist es etwas für dich. Es eignet sich sehr gut zur Selbstreflektion.

P.P.P.S.: Wenn du ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hast oder konträrer Meinung bist, bitte ich dich, mir dies unten in der Kontaktfunktion mitzuteilen. Ich beantworte jede Mitteilung so rasch wie möglich persönlich. Danke.

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