Marketingwissen, das dich weiterbringt

Viele Fahrschulbetreiber sind der Meinung, genügend Marketingwissen zu besitzen. Leider gibt es deshalb so viel schlechte Fahrschulwerbung. Im Grunde genommen ist es sogar verständlich.

Marketingwissen, das dich weiterbringt

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Wir werden täglich mit Werbung zugeschüttet. Dadurch glauben viele Menschen, Marketingwissen zu besitzen und mitreden zu können. Macht sie das auch gleich zu Werbe-Experten? Können sie deshalb Werbung wie ein Video oder einen Hit nach ihrem persönlichen Geschmack beurteilen? Heißt das, weil sie das Plakat oder den Spot gut finden, dass er gut ist?

Das ist der Marketingwissen-Denkfehler schlechthin.

Ich höre oft von Fahrschulbetreibern: „Dieser oder jener Werbespot von größeren Fahrschulen ist richtig gut!“ Dabei meinen sie, dass er ihnen gut gefällt oder sie gar berührt. Sie haben aber keine Ahnung, ob der Spot mehr Interessenten in die Fahrschule bringt oder mehr Führerscheinklassen verkauft.

Kaum jemand kennt diese Zahlen. Auch wenn im Spot ein Angebot enthalten ist, wird man damit kaum erzielte Verkäufe messen können. Und wenn sich danach mehr Marktanteil einstellt, kann das auch viele anderen Ursachen haben. Zahlt sich dann ein Werbespot überhaupt aus? Trotz Marketingwissen weiß ich das nicht. Was will ich damit sagen?

So lange du als Fahrschulbetreiber glaubst, dass so eine Werbung gut ist, wirst du sie – wenn es dir möglich ist – unter Umständen (unbewusst) nachmachen. Sie wird dir nur leider trotz Marketingwissen keine Führerscheinausbildungen verkaufen. Warum?

Werben wie die Großen?

Wenn du wie große erfolgreiche Fahrschulen wirbst, dann kann dich das schnell in Teufels Küche bringen. Diese geben dafür viel Geld aus. Geld, das sie sich leisten können. Auch wenn viel Werbegeld nicht garantiert, dass die Werbung dafür gut sein muss. Wenn sie laut ihrem Marketingwissen die Buchungszahlen nach oben schnellen lässt, dann zahlt sie sich für sie aus. Außer du hast das Ziel, damit Imagewerbung zu betreiben. Diese ist jedoch meistens für kleine oder mittlere Fahrschulen zu kostspielig.

Werbung ist der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange außer Takt zu setzen, bis er genügend Geld ausgegeben hat. (Ambrose Gwinnett Bierce)

Werbesprüche verkaufen nicht

In den verschiedensten Fahrschulen sind diverse Werbesprüche zu finden: „Wir machen München mobil, Sicherheit macht Freude, Mit Kompetenz und Service ans Ziel, Sorglos in den Führerschein, Wir bringen Sie in Fahrt“ und so weiter. Frag deine Sekretärin, ob sie schon einen Interessenten mit diversen Sprüchen überzeugt hat, einen Ausbildungsauftrag zu unterschreiben? Sicher kennst du ihre Antwort, ohne sie zu fragen.

Kompetenter Verkauf und differenzierte Angebote

Interessenten überzeugst du nur mit Emotion und Details. Du gehst auf sie ein. Du stellst gezielte Fragen. Du erklärst ihnen, warum deine Fahrschule für sie die Richtige ist. Oder noch besser, du erklärst ihnen, warum sie aus drei Modulen auswählen und was sie sich bei welchem Modul ersparen können. Auch das ist Marketingwissen. Nicht umsonst ist das Verkaufsgespräch viel länger als noch vor ein paar Jahren geworden. Und nicht umsonst ist für Verkaufsgespräche dementsprechendes Know-how notwendig.

Nur weil einer kräht ist er noch kein Hahn. (Roger Pfaff)

Gute Werbung wird immer versuchen, ein Ergebnis zu erzielen. Manchmal ist es nicht gleich die Buchung der Führerscheinausbildung, sondern einfach der nächste Schritt wie zum Beispiel eine Schnupperstunde (Theorie oder/und Praxis). Bitte nicht damit kommen, dass eine Schnupperfahrstunde nicht erlaubt ist. Es gibt Wege, wenn du etwas wirklich willst!

E-Mail-Marketing bringt Fahrschulen keine Kunden.

Kann ja auch nicht, denn die wenigsten Fahrschulen sammeln E-Mailadressen von Interessenten. Wie soll dann E-Mail-Marketing Kunden bringen, wenn kein E-Mail-Marketing betrieben wird? Das ist meiner Meinung nach ein ganz großer Fehler. Die meisten erfolgreichen Dienstleistungsunternehmen betreiben E-Mail-Marketing und gewinnen aus ihren gesammelten E-Mailadressen Kunden für ihr Unternehmen. Das geht in Fahrschulen nicht? Wie schon oben beschrieben gibt es Wege, wenn man etwas wirklich will.

Ach ja, ich darf nicht wieder zu lange werden, um deine kostbare Zeit nicht zu strapazieren. Und es ging im Grunde genommen hauptsächlich um die vier oben beschriebenen Werbefehler, die ich dir mit diesem Beitrag näherbringen wollte. Deshalb fasse ich hier noch einmal kurz zusammen:

  1. Fahrschulbetreiber (also nicht Werbetreibende) verstehen weniger von guter Werbung als sie denken. Der Köder muss den Fisch schmecken und nicht den Fischer.
  2. Mach es nicht den Großen nach, sondern mach es besser als diese. Sei anders und bilde dich im Marketingwissen weiter.
  3. Nimm deinen persönlichen Geschmack nicht so wichtig. Ganz besonders nicht, wenn du nicht im Zielgruppenalter bist und er dem Verkauf im Wege steht.
  4. Verzichte nicht auf E-Mail-Marketing. Wenn du nicht weißt wie, dann bilde dich in diesem Bereich weiter. Wenn du dieses Thema in einem meiner nächsten Beiträge behandelt haben willst, dann schreib mir eine Nachricht oder kommentiere unten diesen Beitrag.

PS: Mach jeden Interessenten ein Angebot, denn ohne Angebot kann und wird er kein Kunde der kauft. Und vermeide Sprüche in der Werbung.

PPS: Damit du keinen Beitrag zu Fahrschulthemen versäumst empfehle ich dir, auf das untere Bild zu klicken, um 13 Gratis-Tipps zum Thema Fahrschulmarketing mit dazugehöriger Checkliste herunter zu laden.

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– Autor: Guido Peternell

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