Mach trübe Prognosen zu deiner Chance

EIne trübe Prognose kann auch deine Chance sein. Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) rechnet laut VR Branchen special damit, dass sich bis 2030 die Zahl der Fahrschulbetriebe auf 10.000 reduzieren wird.

blog_gleichsein01-3Das kann doch schon eine Chance sein – oder? Dazu tragen die demografische Entwicklung, die teilweise Unwirtschaftlichkeit der Betriebe und das immer geringere Interesse am Fahrlehrerberuf bei. Die Überkapazität ist hausgemacht. In Baden-Württemberg beispielsweise überstieg im Jahr 2012 das Angebot die Nachfrage um 25%.

Branchen-Rating

Analyse 01-3Die Umsatzentwicklung ist 2014 nicht inflationsbereinigt stagnierend, wobei die Prognose für 2015 leicht rückläufig ist. Die Abhängigkeit von der Konjunktur bleibt durchschnittlich und die Konkurrenzintensität bleibt weiter sehr hoch. 2014 war laut ifo Institut die Ertragslage der Fahrschulen sehr angespannt, was sich auch 2015 nicht ändern sollte. Mehr als die Hälfte der Fahrschulen tätigte Umsätze unter 100.000 EUR. Drei Prozent der Fahrschulen generierten Umsätze über 500.000 EUR und erwirtschafteten damit 24% des gesamten Branchenumsatzes.

Zieht Vernunft in die Branche ein?

Chance rechnen 01-2Die Fahrschulüberkapazität erhöht den Konkurrenzdruck teilweise bis zur Selbstvernichtung. Fehlendes Know-how, gekränkte Eitelkeit, Neid, Missgunst und vieles mehr verschärft den Preiswettbewerb soweit, dass sich Tendenzen zum Schließen von Filialen, verlassen der Selbstständigkeit und sogar leichte Preiserhöhungen ausmachen lassen. Ist das der Anfang davon, dass auch die Fahrschul-Branche zu rechnen beginnt? Ist das deine Chance?

Reform ja oder nein?

Reform 01-3Die seit Langem geplante Reform des Fahrlehrergesetzes soll die Fahrausbildung verbessern und die pädagogischen Fähigkeiten der Fahrlehrer optimieren. Das Ziel der BVF war eine duale fachakademische Ausbildung der Fahrlehrer von mindestens zwei Jahren. Darin sollte der Schwerpunkt nicht mehr auf Technik und Recht, sondern bei Pädagogik, Didaktik und Lernpsychologie liegen. Von diesem ehrgeizigen Ziel ist man zwecks Mangel an politischer Durchsetzbarkeit auf ein 16 Monate dauerndes Ausbildungsmodell für Fahrlehrer umgestiegen. Bei den vorherrschenden qualitativen Fahrlehrermangel ist das nicht erade eine Chance für die Branche.

Qualitätssicherung

Qualität 01-2Da es fraglich ist, ob die derzeit 77 zugelassenen Fahrlehrerausbildungsstätten eine qualitativ hervorragende pädagogische Ausbildung sicherstellen können, hängt man diesbezüglich wieder in der Luft. Jedoch wurde auf Länderebene ohne einen Vertreter der Fahrlehrerschaft eine Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Reform des Fahrlehrergesetzes gegründet, die bereits ihre Arbeit aufgenommen hat. Und da die Diskussionen um das von der Deutschen Fahrlehrer-Akademie entwickelte Qualitätssicherungssystem nicht abgerissen sind, wurde das Prolekt eingestampft.

Qualitätssicherungs-System für Fahrschulen

blog_Monitoring01-2Gerhard v. Bressensdorf hat das von der Deutschen Fahrlehrer-Akademie entwickelte Qualitätssicherungssystem auf der Österreichischen Fahrlehrertagung in Schladming vorgestellt. Mein Eindruck davon war damals, dass dieses für den Großteil der Fahrschulen kaum leistbar sein wird. Wozu auch, wenn du mit den INLINE KundenMONITOR© den besten Auditor – den Fahrschüler – nutzen kannst und gleichzeitig ein System hast, mit dem du dich als Fahrschule kontinuierlich weiterentwickeln kannst. Und das 1. QualitätsSIEGEL für Fahrschulen® bekommst du mit dem KundenMONITOR© gratis dazu. Das ist deine Chance.

Kapitulieren oder Gas geben?

kapitulieren 01-2Angesichts der oben zitierten Analyse sieht das ifo Institut die Branchensituation weiterhin angespannt. Die Frage ist, wie gehst du damit um? Wie siehst du deinen Beruf? Ist er noch immer deine Berufung? Wenn ja, dann siehst du auch deine Zukunft in diesem Beruf. Das ist deine Chance und schön, denn das Gefühl, eine gute Zukunft zu haben gibt ungemein viel Kraft. Kraft die du benötigst, um deine Fahrschul-Zukunft selbst zu gestalten. Und dazu hier zwei Tipps von mir.

Tipp 1: Sei besser anstatt billiger

blog_besser01-1Auch wenn in der Branche die Diskontpreise allgegenwertig sind empfehle ich dir, nicht über den Preis zu konkurrieren, sondern dich durch andere Unterscheidungsmerkmale auszuzeichnen. Kaufkraft, Markt und der gleichen sind nur Vorwände, um nicht in mehr Know-how investieren zu müssen. Mach dir lieber Gedanken darüber, wie du dein Angebot differenzierter gestalten kannst. Und wenn du das hast, dann übe und trainiere den Verkauf so lange, bis deine Abschlussquote höher als bei all deinen Mitbewerbern ist.

Tipp 2: Umsatz vor Kosten

Umsatz 01-2In Krisenzeiten wird meistens an der Kostenschraube gedreht. Wenn du deine Kosten nicht in Griff hast, dann musst du auch etwas dagegen tun. Meistens sind jedoch zu geringe Einnahmen das Problem. Und dabei hilft dir Kostensparen sehr wenig. Zur Krisenbewältigung empfehle ich höhere Auslastung und bessere Umsätze. Und da beißt sich die Katze selbst in den Schwanz, da meistens zuerst beim Marketing gespart wird. Und genau das ist kontraproduktiv. Ohne Geld kein Marketing und ohne Marketing keine Kunden geschweige dann, mehr Fahrschüler. Wenn du schneller fahren willst, dann musst du mehr Gas geben.

PS: Es liegt in deiner Hand. Ich freu‘ mich auf dein Kommentar hier unten.

– Autor: Guido Peternell

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