Krank durch ungesunde Lebens- und Arbeitsweise

Der Dalai-Lama sagte einmal sinngemäß: „Der Mensch opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen und dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen“. Vielen Menschen geht es so, dass sie erst umdenken, wenn sie krank sind. Für manche ist es dann zu spät.

Krank durch ungesunde Lebens- und Arbeitsweise
Krank durch ungesunde Lebens- und Arbeitsweise | © by guidopeternell

Für meinen lieben Nachbarn und Freund war es leider zu spät. Er hat mit 57 Jahren die Diagnose Bauchspeichelkrebs erhalten und nach zwei Monaten war er tot. Er lebte und arbeitete mehr als ungesund.

Krank durch ungesunde Ernährung

Ich habe ihn oft gewarnt, doch er hat meine Warnungen nur belächelt. Wenn er Rückenschmerzen hatte, dann ließ er sich infiltrieren, tagsüber aß er wie ein Halter, der den ganzen Tag auf Alm und Weide unterwegs ist, abends aß er mit Genuss seine Cordon bleu, sein Nachtkästchen hatte er voll mit Schokolade und seine Lieblingsgetränke waren Bier oder gesüßte Mineralwasser.

Die ersten Tage im Urlaub krank

Wie wertvoll die Gesundheit ist, merkt man oft erst dann, wenn man krank ist. Manchmal sind es kleine und manchmal etwas größere Wehwehchen. Ich beispielsweise war regelmäßig im Urlaub die ersten Tage krank. Wenn ich im Urlaub all meine Belastungen runtergefahren habe, sagte mein Körper DANKE und stellte sich krank.

Unser Körper, das Wunderwerk

Dabei ist unser Körper ein wahres Wunderwerk, mit dem man lange Schindluder treiben kann. Da wir jedoch alle individuelle Menschen sind, hält der eine mehr aus als der andere. Die Evolution hat uns nämlich gelehrt, die unterschiedlichsten Mechanismen zu entwickeln, um nicht krank zu werden oder auch mit lebensbedrohlichen Situationen oder Krankheiten umgehen zu können.

Krank ohne es zu merken

Bei mir war es so, dass ich oft Tag und Nacht arbeitete, unglaubliche Energie hatte und bis auf das Kranksein im Urlaub keine Ahnung hatte, wie es um meine Gesundheit stand. Das böse Erwachen kam erst, als ich für einen Versicherungsvertrag einen Gesundheitscheck brauchte, um einen rabattierten Vertrag zu bekommen. Deswegen ging ich zu meinem Hausarzt.

220 Blutdruck und ich hatte keine Ahnung davon

Dieser stellte fest, dass ich 220 Blutdruck hatte und ließ mich nicht mehr aus seiner Ordination. 220 Blutdruck und ich hatte keinen blassen Schimmer davon. Somit war ich krank und trotzdem gab mir der hohe Blutdruck unglaublich viel Energie, dass ich glaubte, die Welt zerreißen zu können. Mein Hausarzt und gleichzeitiger Schulfreund fand damals die richtigen Worte für mich und meinen Zustand, die mir die Augen öffneten und mir gleichzeitig Angst machten.

Guido, du bist krank!

Er sagte: „Guido, mit deinem Gewicht (damals 100 kg) und so wie du unterwegs bist ist es sehr gefährlich für dich und deine Gesundheit. Es ist so, als würdest du auf der Autobahn am Überholstreifen sitzen und darauf warten, bis dich ein Auto abschießt!“ Bumm, diese Worte trafen mich und erzielten genau die Wirkung, die mein Hausarzt erzielen wollte. Ich bekam es mit der Angst zu tun und veränderte vieles in meinem Leben, um es weiter leben zu dürfen.

Deshalb liegt mir DEINE Gesundheit so am Herzen

Ich musste viele vermeidbare Erfahrungen selbst machen. Diese Erfahrungen gebe ich hier in meinen Blog-Beiträgen, bei meinen Coachings und Seminaren gerne weiter. Ich fuhr beispielsweise jahrelang 600 km nach Schweinfurt und nach getaner Arbeit am selben Tag wieder 600 km zurück. Bei jedem Wetter, weil ich ja nächsten Tag wieder Termine eingeteilt hatte.

Meine Arbeits- und Lebensweise machten mich krank

Dabei war es nur meine Denke, die mich krank machte. Hätte ich auf meine Frau gehört und auswärts übernachtet, dann hätte ich wahrscheinlich keine Hypertonie und bräuchte keine blutdrucksenkenden Medikamente. Dann wären mir wahrscheinlich auch dreimal Sekundenschlaf (bei denen ich mehr Glück als Verstand hatte) erspart geblieben. Dann hätte ich auch nicht meine Gesundheit geopfert, wie es der Dalai-Lama sagte.

Dieser Beitrag soll dich dazu motivieren, es besser als ich zu machen

Ich habe damals noch rechtzeitig die Kurve gekratzt. Der Lohn dafür ist, dass ich heute mit meinen bald 68 Jahren gesünder und fitter bin, als noch vor fast 20 Jahren. Dass ich meine Arbeit machen kann, die ich liebe, Sport und Hobbys ausleben kann, die ich mag, viel Zeit mit meinen Enkelkindern verbringen darf und Gott sei Dank kein Pflegefall wurde, der meine liebe Familie belastet.

Beispiele von Arbeit, die dich krank macht

Viel zu viele meiner Kollegen sind übergewichtig, haben Rückenschmerzen, Angst oder Stressattacken und sind mit ihrer Arbeit zwar zufrieden, leben jedoch ungesund. Wir verbringen die meiste Zeit des Tages mit Arbeit, die nicht selten negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. Hier ein paar Beispiele dazu:

1. Ständiges Sitzen macht deinen Rücken krank

Wir alle wissen, das zu viel Sitzen schlecht für die Wirbelsäule ist. Wir haben viele sitzende Berufe (sitzen im Auto, am Schreibtisch, im Lehrsaal und dergleichen), die Gift für die Wirbelsäule sind und oft chronische Rückenschmerzen verursachen. Meine Empfehlung: Disziplin und alle 40 Minuten ein wenig Bewegung. Sie ist zwar oft unbequem, wirkt jedoch chronischen Schäden entgegen.

2. Dein Smartphone macht dich krank

E-Mails, Instagram, Facebook, Twitter, WhatsApp und so weiter kämpfen alle um deine Aufmerksamkeit. Da du deinen Computer (Smartphone) immer bei dir trägst, antwortest du jederzeit und sofort auf jede Kontaktaufnahme. Ohne dass du es merkst, wirst du in deinen Tätigkeiten damit ständig unterbrochen und dein Körper unterliegt dadurch ständigem Stress. Meine Empfehlung: Benachrichtigungen deaktivieren und diverse Medien nur ein- bis zweimal täglich checken.

3. Dein Arbeitsplatz macht dich krank

Auch ich habe zu 95 Prozent nur für meinen Arbeitsplatz gelebt. Die Folgen hast du oben gelesen. Wenn du dir keine freien Minuten mit deinen Lieben, deinen Freunden oder sonst irgendjemandem gönnst, wirst du auf Dauer krank. Dein Blutdruck geht nach oben und dein Risiko, einen Herzkasper zu bekommen erhöht sich ebenfalls. Nicht umsonst gibt es immer mehr Burnout-Patienten, obwohl ich glaube, dass diese Diagnose heute viel zu oft gestellt wird. Meine Empfehlung: Plane regelmäßig auch Zeit für dich persönlich ein.

4. Deine Arbeitseinstellung macht dich krank

Viele verzichten – aus welchem Grund auch immer – auf ihre Verschnaufpausen. Dabei sind diese so wichtig, um deinen Energietank wieder aufzuladen. Es ist nicht das Durcharbeiten gefragt, sondern die erzielten Ergebnisse. Auch ich musste das erst lernen. Meine Arbeitsergebnisse wurden in durchgearbeiteten Nächten nicht besser. Es ging dabei mehr Zeit drauf und mein Körper schrie um Hilfe. Meine Empfehlung: Achte auf dein ausgewogenes Zeitmanagement.

5. Dein Job macht dich krank

Ich kenne einige Menschen, die ihre Arbeit krank macht. Sie sind in einer Stellung, nur weil die Eltern es so wollten. Mein Sohn beispielsweise sagte, dass er meine Firma nicht übernehmen will. Ich habe das verstanden und auch akzeptiert. Ich kenne jedoch Unternehmer, die nur ihren Eltern zuliebe ja zur Firmenübernahme gesagt haben, und mit der Entscheidung todunglücklich sind. Sie stehen morgens mit Bauchschmerzen auf, hassen ihren Beruf und gefährden damit ihre Gesundheit.

Hier fällt mir das Sprichwort: „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht“ ein. Wenn du einmal krank bist, kann es zu spät sein. Wenn du dich mit deiner Arbeit nicht identifizieren kannst, dann kannst du sie nicht gut machen. Vielleicht ist das Geld dein einziger Antrieb doch denk an mein Eingangszitat von Dalai-Lama: „Du gefährdest damit deine Gesundheit!“ Meine Empfehlung: Fang, wenn notwendig, noch einmal neu an und arbeite nur in dem Job und Unternehmen, mit dem du dich identifizieren kannst.

6. Deine Ernährung macht dich krank

Seit unserer Geburt ist Ernährung ein Bestandteil unseres Lebens. Für die einen ist gutes, gesundes Essen ein Genuss, der soziale Kontakte fördern kann, für die anderen nur eine notwendige Nahrungsaufnahme. Stimmt es, dass zwischen den verschiedensten Tätigkeiten im Beruf und der Familie keine Zeit für eine gesunde Ernährung bleibt?

Ich sage NEIN, zwei Drittel sagen bei einer Umfrage der Deutschen Techniker Krankenkasse zu diesem Thema ja! Die Auswirkungen sieht man: Immer mehr Übergewichtige mit Essstörungen und Diabetes bevölkern nun auch schon unser Europa. Es ist sehr ungesund, bei Tag und während der Arbeit kaum etwas zu essen oder auf Fast Food zu setzen, um sich abends den Magen vollzuhauen.

Auch wenn dann abends die Tiefkühlpizza sowohl kosten- als auch zeittechnisch ein billigeres Abendessen ist, wäre ein wertvoller Gemüseauflauf gesünder. Keine Zeit für gesunde Ernährung zu haben, ist eine Ausrede. Zu wenig Geld, um sich gesund ernähren zu können, ist ebenfalls eine Ausrede. Solche Ausreden machen dich krank. Meine Empfehlung: Nimm dir gesunde Snacks mit zur Arbeit. Starte mit Obst und bestelle anstatt Fast Food ein gesundes Mittags- oder Abendmenü.

7. Deine Schlafgewohnheiten machen dich krank

Schlafmangel zerrt an deiner Leistungsfähigkeit und macht krank. Das wurde bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen. 20 bis 30 Prozent der Menschen aus Europa leiden ständig unter Schlafstörungen. Die einen können nicht einschlafen, andere wachen in der Nacht auf und können dann nicht mehr einschlafen. Solche Menschen sind am nächsten Tag unausgeschlafen. Meine Empfehlung: Meide vor dem Schlafen gehen den Fernseher, den Computer und das Handy. Alle drei Geräte putschen dich auf und rauben dir die notwendige Ruhe.

Setze meine 7 Empfehlungen für deinen Erfolg um!

Dein gesund lebender

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Es gibt nur eine Gesundheit. Bewahre sie denn es ist deine Einzige!

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