Kommunikation als Erfolgsfaktor

Kommunikation als Erfolgsfaktor – alle wissen es und trotzdem ist eine offene Kommunikationskultur Stiefkind in vielen Unternehmen, besonders in Fahrschulen.

blog_Kommunikation01-3Professionelle Kommunikation führt zu Erfolg wie auch Lernende Organisation, Wissensmanagement, lebenslanges Lernen.  Alles oft nur Lippenbekenntnisse von Firmenchefs und Fahrschulbetreiber. Dabei ist das Know-how einer Fahrschule der beste Erfolgsgarant dafür, dem Preiskampf zu entgehen. Auch wenn es immer noch Unternehmer und Mitarbeiter gibt die das Zitat „Wissen ist Macht!“ praktizieren, beginnt in der Fahrschul-Branche ein Umdenken.

blog_Teammeeting02-5Viele Unternehmer und Mitarbeiter haben erkannt, dass geteiltes Wissen mehr Erfolg bringt als gehortetes Wissen. In der Fahrschul-Branche, die ja mit ständigen Veränderungen konfrontiert ist, ist der Anteil von Wissen in der Gesamtwertschöpfung heute bereits mehr als 80%. Dabei genügt Wissen alleine nicht, denn nur die Umsetzung des Wissens bringt nachhaltige Ergebnisse. Und dazu ist wieder professionelle Kommunikation notwendig.

Transparenter Informationsfluss

Informationsfluss 01-2Der Informationsfluss ist der Weg, den mündliche oder schriftliche Informationen nehmen, um bei einem oder bei mehreren Empfängern anzukommen. Dabei ist zu beachten, dass die Empfänger die Information rechtzeitig erhalten. Wenn der Informationsfluss gestört ist, kann es zu Fehlentscheidungen, Missverständnissen oder Fehlschlägen kommen. Die Qualität des Informationsflusses im Unternehmen ist stark von der sozialen Komponente abhängig. Um hier keine Defizite aufkommen zu lassen, solltest du für einen transparenten Informationsfluss sorgen. Meide deshalb Informationen zwischen Tür und Angel weiter zu geben und praktiziere professionelle Kommunikation.

Wo ist das Wissen?

Kommunikation Autofahrer 01-3Wissen ist gerade in der Dienstleistung Führerscheinausbildung eine wichtige Ressource. Das Wissen ist jedoch meist in den Köpfen der handelnden Personen, Unternehmer wie Mitarbeiter. Und wenn du die richtigen Mitarbeiter hast dann ist deren Wissen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Einerseits im Verkauf der Führerscheinausbildung (AbschlussQUOTE, Zusatzverkauf…) und andererseits in der pädagogischen und didaktischen Arbeit deiner Fahrlehrer (Durchfaller, unaufgeforderte Weiterempfehler…).

Die Basis für nachhaltiges Wissensmanagement

Wissen managen 01-2Die Basis für nachhaltiges Wissensmanagements sind Technik und Struktur. Dabei kommt es darauf an, wie du die Daten benennst, strukturierst und leicht auffindbar machst. Um jedoch Wissen im Unternehmen dort zur Verfügung zu stellen, wo es gerade gebraucht wird, sind meistens erst die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Wie bereits oben beschrieben ist in manchen Unternehmen immer noch „Wissen ist Macht“ ein Thema, anstatt die professionelle Kommunikation zu forcieren.

Geteiltes Wissen ist viel wertvoller

blog_weiterbilden01-3Es gibt Mitarbeiter wie Chefs, die ihr Wissen horten. Sie sind noch immer der Meinung, damit Spezialisten für das Thema und dadurch unentbehrlich für das Unternehmen zu sein. Für ein nachhaltiges Wissensmanagement brauchst du jedoch eine Unternehmenskultur, in der Teilen von Wissen in den Spielregeln des Unternehmens verankert ist. Meine Auszubildenden (Azubis) konnten beispielsweise nach kurzer Einarbeitungszeit durch mich produktiv arbeiten. Ich begleitete sie bei der Arbeit und lernte ihnen, dass Lernen auch immer eine Holschuld ist. Wenn sie bei ihrer Arbeit etwas wissen wollten, dann kamen sie mich fragen.

Wie gibt man optimal Wissen weiter?

blog_Coaching02-3Da gibt es verschiedene Methoden. Eine davon ist, einen Azubi systematisch zu begleiten. Damit sicherst du die Wissensübernahme durch den Azubi. Eine weitere ist Lernen durch TUN. Vor einer Arbeit wird mit dem Lernenden ein Gespräch geführt in dem besprochen wird, was getan werden soll. Um die Motivation aufrecht zu erhalten klärt man die Frage, warum es getan werden soll. Als guter Lehrmeister gibst du dann auch Tipps, wie es getan werden soll. Den Zeitrahmen schränkst du mit der Kontrolle des Ergebnisses ein. Und bedenke: Die meisten wachsen mit ihrer Aufgabe.

Wie können Fahrschulen die Wissensweitergabe optimieren?

roter faden 01-2Wir haben das in unserer Fahrschule folgend gehalten: 1) Es musste jeder Mitarbeiter einmal jährlich alle Theorie-Kurse besuchen. Ganz egal, in welcher Klasse er Fahrlehrer war. Auch das Sekretariat war nicht davon befreit. Damit war gewährleistet, dass bei Kundenfragen kompetente Auskunft gegeben wurde. 2) wurde ein bis zweimal jährlich ein spezielles Fahrlehrer-Praxis-Training abgehalten. Das Auto war mit Fahrlehrer voll besetzt und dabei Echtbetrieb simuliert. Anschließend wurden die verschiedenen Arbeitsweisen diskutiert und sich auf einen roten Faden geeinigt. Professionelle Kommunikation war dabei ausschlaggebend.

Dokumentation des Wissens

blog_Dokumentation01-1Natürlich ist es gut, das Wissen zu dokumentieren. Dabei solltest du dir jedoch die Frage stellen, wer liest das und wie kann die Organisation daraus lernen. Wenn du alles dokumentierst erzeugst du damit einen Datenfriedhof. Wenn du Prozesse dokumentierst (was ich befürworte), jedoch nicht danach gearbeitet wird, ist die Arbeit leider umsonst. Wir haben das gelernte Wissen dann zusammengefasst, in Form gebracht und anschaulich in unserem Mitarbeiterletter (der je nach Bedarf aufgelegt wurde) kommuniziert.

Der Mitarbeiter-Letter

Mitarbeiter Letter 01-2Als Fahrschulbetreiber liest du Gesetzestexte und bereitest diese für deine Mitarbeiter und Fahrschüler verständlich auf. Bei der Mitarbeiterletter-Gestaltung solltest du darauf achten, dass er sprachlich verständlich und visuell aufbereitet zum Lesen einlädt. Ist das nicht der Fall, ist auch diese Arbeit umsonst. Denk also dabei an deine Mitarbeiter und deren Intellekt. Und wenn du eine Kooperation mit einer anderen Fahrschule hast (zum Beispiel im Bereich Klasse A, Klasse CE…), dann muss die Kommunikation auch über deine Fahrschulgrenze hinausgehen. In solchen Fällen sorgt gezielt geteiltes Wissen für einen kommunikativ reibungslosen Ablauf der Kooperation.

Ich freu mich auf dein Feedback hier unten.

PS: Hier kannst du dich zum kostenlosen Know-how-Letter eintragen, damit du keinen meiner Gratis-Beiträge versäumst.



– Autor: Guido Peternell

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