Ist Innovation ein Muss, um voran zu kommen?

Wer hat von uns noch nicht die eine oder andere gute Idee gehabt? Eine gute Idee ist jedoch noch lange keine Innovation. Innovation beginnt erst dort, wo du anfängst, Dinge in Frage zu stellen und damit ausgetretene Wege zu verlassen.

Ist Innovation ein Muss, um voran zu kommen?
Ist Innovation ein Muss, um voran zu kommen? | © by guidopeternell

Um die Titelfrage gleich zu beantworten: „Ja, Innovation ist ein Muss, um voran zu kommen!“ Wer den Trägheitsfaktor unterliegt und lieber andere kopiert, wird es zukünftig noch schwerer in seinem Leben haben.

Innovation soll sich am Nutzen orientieren

Innovation ist für jeden einzelnen von uns wichtig. Ganz egal, ob du Unternehmer, Student oder Mitarbeiter bist. Leider versteht jeder etwas anderes unter Innovation. Wichtig dabei ist jedoch immer, sich am Kundennutzen, Mitarbeiternutzen, Kollegennutzen oder einfach Menschennutzen zu orientieren.

Vorteile durch Innovation

Innovation lässt sich nicht einfach nur erstellen, vereinheitlichen und dann auf alles (Menschen, Firmen und dergleichen) anwenden. Von Innovation spricht man erst, wenn etwas „neues geschaffen wird“, das sich in Punkto Qualität und Nutzen von etwas oder jemand anderem abhebt. Durch Innovation bleibst du konkurrenzfähig und sicherst dir Vorteile gegenüber deine Mitspieler.

Innovation, auch durch Verbesserungen und Serviceleistungen

Innovativ bist du jedoch nicht nur mit neuen Produkten oder Dienstleistungen. Auch Verbesserungen oder zusätzliche Angebote können innovativ machen. Zudem kannst du Geschäftsmodelle und Konzepte innovativ kreieren, um den Nutzen damit zu erweitern. Unternehmer könnten sich fragen, wie der Kunden- und/oder Mitarbeiternutzen ausgebaut werden könnte. Mitarbeiter könnten sich fragen, welchen Nutzen sie dem Unternehmen, den Kunden oder/und auch den Kollegen zusätzlich zukommen lassen könnten.

Inspiriert von außen

Menschen mit offenen Augen können sich von außen inspirieren lassen und dadurch eigene Innovationen entwickeln. Ich beispielsweise habe mich in allen möglichen Branchen umgesehen und dadurch meine Perspektive erweitert. Wenn mir etwas gefallen hat, das meinen Kunden weiterhelfen konnte, dann habe ich es auf meine Branche angepasst und umgesetzt.

Der Blick über den Tellerrand

Auch du kannst dich öffnen und von außen inspirieren lassen. Der Blick über deinen Teller- und Branchenrand lässt dich innovative Ansätze erkennen, verstehen und unter Umständen für dich nutzen. Dadurch hinterlässt du deine eigenen Spuren, ohne den Spuren anderer einfach nachzulaufen.

Innovativ wie Amazon

Bei der Recherche zu diesem Artikel stieß ich auf Amazons Innovationsfabrik. Das US-amerikanisches Wirtschaftsmagazin Inc berichtete, dass Amazon den Innovationsprozess mit dem Ende startet. Sie rollen das Feld von hinten auf und nennen es „Rückwärtsarbeit“. Alle anderen arbeiten nach dem System „Was ist zu tun, um am Ende das Produkt oder die Idee zur Serienreife zu bringen?“ Amazon dreht den Spieß um, denkt vom Ende aus und bewegt sich rückwärts zum Ist-Zustand.

Wie innovativ bist du?

In der Folge findest du einen kostenlosen Selbsttest, mit dem du feststellen kannst, wie innovativ du dich im Vergleich zu anderen einschätzt. In vielen Stellenausschreibungen wirst du mit der Anforderung „innovativ sein“ konfrontiert.

Kreativität führt zu Innovation

Jeder von uns kann kreativ sein. Wenn ich es kann, kannst du es auch. Kreativität kann man trainieren und fördern. Dazu gehört jedes Denken (Querdenken, Blickwinkel ändern, offen für Neues sein) zuzulassen, um damit negative Denkmuster, die Kreativität hemmen, abzubauen. Bei Kundengewinnung mit kreativen Angeboten findest du erfolgreich umgesetzte Kreativität. Im nächsten Beitrag verrate ich dir einfache Kreativitätstechniken.

9 Tipps, um (noch) innovativer zu werden:

Tipp 1: Motivation aller Beteiligten

Motivation aller Beteiligten
Motivation aller Beteiligten | © by guidopeternell

Innovation entsteht durch das Verknüpfen vorhandener Ideen und Fähigkeiten zu etwas Neuem. Deshalb ist jeder Beteiligte wichtig für diesen Prozess. Ideen müssen zwischen allen Beteiligten fließen, um einen Austausch zu ermöglichen. Die gegenseitige Kommunikation der Ideen ist dafür wichtig. Das Zurückhalten von Informationen ist dafür kontraproduktiv.

Tipp 2: Mut, sich von alten Zöpfen zu trennen

Mut, sich von alten Zöpfen zu trennen
Mut, sich von alten Zöpfen zu trennen | © by guidopeternell

Das haben wir jetzt 20 Jahre so gemacht, warum sollte ich es jetzt anders machen? Das einzig beständige ist die Veränderung. Dieser darf sich niemand entsagen, wenn er mehr als andere erreichen will. Innovative Systeme, Konzepte, Dienstleistungen und Produkte lösen alte ab. Es gehört Mut dazu, althergebrachte Zugänge abzulegen und sich für NEUES freizumachen.

Tipp 3: Bleib immer neugierig

Bleib immer neugierig
Bleib immer neugierig | © by guidopeternell

Neugier ist uns angeboren. Schon als Kind gehst du auf Erkundungstour, um zu entdecken, was rund um dich los ist. Vertiefe dein Wissen zu Themen, die dich interessieren. Wenn du Interesse an etwas hast, dann vertiefe dich in das Thema und frag andere Menschen danach. Trau dich einfach, denn oft fällt die Antwort anders als erwartet aus. Probiere neues aus und mach damit deine eigenen Erfahrungen. So mancher Perspektivenwechsel regt den Innovator in dir an.

Tipp 4: Stell die richtigen Fragen

Stell die richtigen Fragen
Stell die richtigen Fragen | © by guidopeternell

Verstehe ich meine Kunden? Ist mein jetziger Kunde auch in Zukunft mein Kunde? Was sind seine Probleme? Wie kann ich diese lösen? Nutze ich meine Ressourcen richtig? Kann ich meine Dienstleistung verbessern oder automatisieren? Habe ich noch anderes Potenzial? Kann ich mit meiner Leistung auch in Zukunft bestehen?

Um Innovation voranzutreiben lautet die Frage nicht, was du als nächstes tun sollst, sondern „wo du in fünf Jahren stehen willst?“ Was willst du zum Zeitpunkt XY erreicht haben? Was würde dich glücklich machen? Wie kannst du dich positionieren, um für andere empfehlenswert zu sein? Das sind nur ein paar Beispiele von Fragen, die du dir als innovativer Mensch stellen solltest.

Tipp 5: Schaffe dir die für Innovation wichtigen Freiräume

Innovation wichtigen Freiräume
Schaffe dir die für Innovation wichtigen Freiräume | © by guidopeternell

Du bist kreativer, wenn du dir die Freiräume schaffst, um dein Verhalten selbst lenken und entscheiden zu können. Geh dazu in die Selbstreflektion und der Sache auf den Grund, wenn du nicht weiterkommst. Analysiere deine aktuelle Situation: Stört dich etwas? Kommen deine Gedanken nicht zur Ruhe? Ignoriere das nicht. Auch verdrängen nützt nichts. Nur so kannst du dich weiterentwickeln und offen für Innovation werden.

Tipp 6: Such dir gleichgesinnte

Such dir gleichgesinnte
Such dir gleichgesinnte | © by guidopeternell

Verschiedene Denk- und Arbeitsweisen können beim Streben nach Innovation behilflich sein. Arbeitskollegen, Freunde, Mitarbeiter oder eigens dafür eingesetzte Teams können dabei für unterschiedliche Blickwinkel und Perspektiven sorgen. Natürlich kannst du deine Innovationen auch im kleinen Kämmerlein entwickeln. Leichter ist es jedoch, dafür Mitstreiter zu finden, die den Nutzen von Innovation erkennen und bereit sind, neue Wege zu gehen und querzudenken.

Tipp 7: Such dir deinen Innovations-Platz

Such dir deinen Innovations-Platz
Such dir deinen Innovations-Platz | © by guidopeternell

Du brauchst für dein Experimentieren und Nachdenken Zeit und Raum. Ich bin am kreativsten, wenn ich mich auf mein Mountainbike schwinge und mir meinen Kopf frei radle. Dann habe ich auf meiner Strecke meinen „ganz persönlichen Kraftplatz“, an dem ich meine Gedanken spielen und meine Seele baumeln lasse. Mit dabei habe ich auch immer mein kleines Ideenbuch und Stift.

Wenn bei dir keine Ideen fließen, dann verlass deinen Schreibtisch und mach zwischendurch etwas ganz anderes. Geh eine Runde spazieren, triff dich mit Freunden auf einen Kaffee oder setz dich wie ich aufs Fahrrad. Du weißt selbst am besten, was dir „zum Seele baumeln lassen“ hilft. Wenn du etwas anderes machst, bekommst du deinen Kopf für A.N.D.E.R.E.S frei.

Tipp 8: Tausche deine Ideen mit anderen

Tausche deine Ideen mit anderen
Tausche deine Ideen mit anderen | © by guidopeternell

Ideen können wachsen, wenn sie ausgetauscht und verknüpft werden. Lass außenstehende auf deine Ideen schauen, um Betriebsblindheit zu vermeiden. Igle dich nicht in deinem Kämmerlein ein und hab keine Angst, dass dir ein anderer deine Ideen klaut. Kopieren heißt nicht kapieren. Mir haben viele Ideen geklaut und trotzdem hat niemand die Qualität meiner Ideen erreicht.

Tipp 9: Setze deine guten Ideen so rasch wie möglich um

Setze deine guten Ideen so rasch wie möglich um
Setze deine guten Ideen so rasch wie möglich um | © by guidopeternell

Es wäre schade, wenn deine guten Ideen im Sande verlaufen. Du musst sie umsetzen, um damit Nutzen für andere zu bieten. Nur so können Potenziale deiner Ideen freigesetzt werden. Selektiere deine Ideen und stecke deine Energie in deine „guten Ideen“. Verschwende nicht zu viel Zeit mit Ideen, die nicht auf die Straße zu bringen sind.

Setze es für deinen Erfolg um!

Dein Ideen produzierender

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Innovation ist, wenn alle um dich herum „Hurra“ schreien!

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