Hat Ihr Unternehmen eine intakte Konfliktkultur?

Auch wenn Sie die richtigen Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen beschäftigen, können Konfliktsituationen entstehen. Nur selten können sich Ihre Mitarbeiter die KollegenInnen aussuchen und müssen oft lange Zeit eng mit jemandem zusammen arbeiten, um den sie im Privatleben einen großen Bogen machen würden. Dies gilt natürlich auch für Führungskräfte. Und wo gehobelt wird, fallen Späne oder wo gearbeitet wird, passieren auch Fehler. Solche Umstände können selbstverständlich auch zu Reibereien und Konflikten führen. Deshalb ist es wichtig, eine gepflegte Konfliktkultur zu haben.

blog guido peternell: KonfliktOft entstehen aus harmlosen Meinungsverschiedenheiten handfeste Konflikte, die für eine ordnungsgemäße Zusammenarbeit kontraproduktiv sind. Wenn Sie einen aufkommenden Konflikt rechtzeitig erkennen, dann können Sie negative Stimmung im Team vermeiden und dafür sorgen, dass es wieder an einem Strang zieht.

blog_negativ01-2Je früher Sie negative Strömungen erkennen, umso schneller können Sie einen Konflikt beilegen. Das ist auch insofern besser, da sich bei verhärteten Fronten die Beteiligten oft nicht einmal mehr an den Anlass des Streites erinnern können und vieles nur mehr verallgemeinert wird. Und an folgendem Verhalten können Sie Warnsignale erkennen und gegensteuern:

  • Immer förmlichere Umgangsformen
  • Zunehmende Beschwerden
  • Tratsch und Klatsch kommt auf
  • Diverse Pannen und Missverständnisse häufen sich
  • Infos werden verfälscht, zu spät oder gar nicht weiter gegeben
  • Immer weniger Gemeinsamkeiten (auf ein Getränk …)
  • Gegenseitige Schuldzuweisungen nehmen zu
  • Diverse Sticheleien nehmen zu

Kommunikation

blog_Kommunikation01-3Die meisten Konflikte entstehen durch Kommunikationsstörungen. Zu wenig oder falsch verstandene Kommunikation trägt das seinige dazu bei. Schlechte Kommunikation führt zu Missverständnissen. Missverständnisse führen zu weiteren Konflikten. Falsch verstandenes wird falsch interpretiert und dann meistens auch falsch umgesetzt. Die Leidtragenden sind die Kunden, das Team und das Unternehmen. Getroffen ist verbale und nonverbale Kommunikation. Wie schon Watzlawik sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren!“

Um in Ihrem Unternehmen eine intakte Konfliktkultur zu handhaben sollten Sie folgende 6 Regeln befolgen:

  1. Schaffen Sie als Vorgesetzter eine offene Feedbackkultur
  2. Lassen Sie sachliche Auseinandersetzungen zu
  3. Akzeptieren Sie die individuellen Besonderheiten Ihrer Mitarbeiter
  4. Stellen Sie klare Spielregeln zum Umgang miteinander auf
  5. Räumen Sie Konfliktpotentiale im Umfeld aus und
  6. Seien Sie ein gutes Vorbild.

blog_Konflikt01-3Ist ein Konflikt bereits eskaliert, dann reden Sie mit den Streithähnen und hören Sie ihnen zu. Führen Sie dazu mit ihnen vier bis sechs Augengespräche und moderieren Sie diese Gespräche. Nur so können Sie an die wahren Streitmotive herankommen. Und wenn die Situation zu verfahren ist, dann sollten Sie professionelle Berater beiziehen.

Um als Führungskraft eine aktive Konfliktlösungsrolle einnehmen zu können dürfen Sie die Konfliktlösung nicht Ihren Mitarbeitern allein überlassen. Dazu gehören frühzeitiges Erkennen von sich zusammenbrauenden Konflikten und Hilfestellung bei Konfliktlösungen.

PS: Ich freue mich über ein kurzes Feedback von Ihnen über die Kommentarfunktion ganz unten auf dieser Seite! 🙂

– Autor: Guido Peternell

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