Hashtag nutzen – aber richtig

Viele Menschen verwenden in ihrer Online-Kommunikation den Hashtag. Die meisten verwenden ihn nach Gefühl, ohne genau zu wissen, wie es richtig ist. Aus diesem Grund habe ich diesen Beitrag dem Thema gewidmet und hoffe, damit ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Hashtag nutzen aber richtig
Hashtag nutzen aber richtig | © by guidopeternell

Weil die Verwendung des Hashtag diversen Gesetzmäßigkeiten unterworfen ist, widme ich dem Thema meinen heutigen Beitrag. Ob du Hashtags auf deinen sozialen Netzwerken richtig einsetzt, verrate ich dir hier:

Der oder das Hashtag

Die Wenigsten wissen, dass der Artikel von Hashtag „das“ und nicht „der“ ist. Im Sprachgebrauch heißt es „der Hashtag“ und laut Duden heißt es „das Hashtag“. Ich kenne niemanden, der das Hashtag sagt. Kennst du jemanden? Laut Duden ist der zweite Teil von Hash[tag] ein Neutrum und deshalb bleibt für Duden der bestimmte Artikel ein „das“. Gut, dann bleibe ich trotzdem beim Sprachgebrauch „der Hashtag“.

Hashtag und Regel

Laut Wikipedia ist Hashtag ein Schlagwort, das aus dem englischen kommt, mit dem „hash [#]“ eingeleitet und mit dem „tag [Wort]“ markiert wird. Also ein mit einem Doppelkreuz „#“ versehenes Wort oder eine Zeichenkette, das Infos in sozialen Netzwerken auffindbar macht. Regeln für den Hashtag-Einsatz: Die Zeichenkette kann aus Buchstaben und Ziffern bestehen, darf jedoch keine Leer-, Satz oder Sonderzeichen enthalten.

Die Verschlagwortung durch das Rautezeichen

Die Verschlagwortung durch Hashtags erleichtert es Usern, in sozialen Netzwerken Informationen nach Beiträgen zu filtern. Der Hashtag sorgt für die Sortierung von Beiträgen bestimmter Themen oder Themenkomplexen. Das hat den Vorteil, dass man in sozialen Netzwerken mit einer Hashtag-Suche auch dazu passende verschiedener Medien und Marken findet. Damit verstärkt der Hashtag die Sichtbarkeit von Postings.

Wer war der Erfinder?

Der Erfinder des Hashtag ist der digitale Nomade Chris Messina. Er twitterte im August 2007, dass man die Nachrichten auf Twitter mit dem „#“ systematisieren könnte. Er wollte mit seiner Idee Diskussionen zu bestimmten Themen ermöglichen. Sein Tweet lautete damals in etwa folgend: „Was haltet ihr davon, wenn wir das #-Symbol für Gruppen nutzen. Wie bei #barcamp?“ Und damit war „#barcamp“ der erste Hashtag.

Damit war der #Hashtag geboren

Twitter griff die Idee von Chris Messina als erstes soziales Netzwerk auf, um Kanalnamen zu markieren. Mit der Raute „#“ ohne Leertaste vor dem Schlüsselwort wird dieses innerhalb eines Tweets sichtbarer und somit leichter zugänglich gemacht. Damit können über die Twitter-Suchfunktion die aktuellsten Themen sehr einfach herausgefunden. Siehe dazu folgendes Bild:

Hashtag Muster: #barcamp Suche
Hashtag Muster: #barcamp Suche | © by guidopeternell

Die Verwendung des Hashtag

Das Rautezeichen dient also dafür, um damit Inhalte zu kennzeichnen und sie dadurch leichter auffindbar zu machen. Wie jedoch ein Hashtag eingesetzt wird, ist in den verschiedenen Netzwerken unterschiedlich. Bei Twitter beispielsweise werden mit einem Hashtag Themenbereiche oder bestimmte Nutzer-Gruppen markiert. Auf Instagram damit eher Bilder, als die dahinterstehenden Geschichten oder Themen.

In den verschiedenen sozialen Netzwerken zu beachten

Wie bereits oben beschrieben, ist der Einsatz von Hashtags in den sozialen Netzwerken unterschiedlich. In der Folge werde ich genauer auf diese Unterschiede eingehen. Da sich jedoch in unserer digitalen Welt alles sehr schnell ändern kann, empfehle ich, zukünftig vor der Nutzung von Hashtags auch die Leitfäden der sozialen Netzwerke zu beachten.

Das solltest du unbedingt vermeiden

Zu lange Hashtags mit zu vielen Zeichen sind nicht empfehlenswert. Vermeide auch Fantasie-Hashtags, denn du möchtest ja damit gefunden werden, um in der Gruppe interagieren zu können. Gesucht wird nach einfachen Namen. Vermeide Wortexperimente, die meistens zu kompliziert sind und die niemand lesen, schreiben oder sich merken kann.

Sei sparsam bei der Anzahl

Ich sehe immer mehr Beiträge, in denen die Anzahl der Hashtags die Worte der Beiträge überschreiten. Übertriebener Gebrauch von Hashtags schreckt User ab. Auch wenn unter Umständen auf Instagram mehr Hashtags mehr Reichweite und damit auch Likes nach sich ziehen, sind das nicht immer die Follower, die du dir in deinem Netzwerk wünscht. Damit ziehst du eher die Spammer oder Nutzer an, die selbst Follower sammeln wollen und dich dazu nutzen.

Hashtag bei Twitter: Maximal 2 pro Tweet

Wie schon oben beschrieben wurde das Rautezeichen als Such- bzw. Sortierzeichen bei Twitter geboren und ist dort deshalb ein beliebtes, nützliches Werkzeug. Verschiedene Untersuchungen ergaben, dass mit einem Hashtag die Chancen auf Engagement im Tweet um 55% höher als ohne sind. Zudem ist das Engagement mit maximal 2 Hashtags um 21% höher als mit 3 oder mehr von diesem Rautezeichen. Mehr darüber hier.

Hashtag bei Facebook: Besser keine, maximal 2 pro Post

Viele Untersuchungen empfehlen, auf Hashtags zu verzichten, da Postings ohne dem Rautezeichen bessere Ergebnisse gebracht haben. Der Grund dafür soll sein, dass Facebook die Hashtag-Kultur zwar übernommen, jedoch nie weiterentwickelt hat. Da jedoch der Hashtag trotzdem von Facebook-Nutzern verwendet wird, empfehlen Experten maximal 2 pro Post. Mit drei Rautezeichen wird die Performance bereits um gut ein Drittel geschmälert. Mehr darüber hier.

Hashtag bei Instagram: 11 oder mehr je Beitrag

Das Finden und gefunden werden funktioniert auf Instagram anders als bei Twitter und Facebook. Da auf Instagram das Teilen von Beiträgen nicht möglich ist, wird dort zur Suche von interessanten Usern und guten Inhalten meistens die Hashtag-Suche eingesetzt. Du brauchst also auf Instagram gute und treffende Hashtags als Kommentartext, um überhaupt gefunden zu werden und die Beiträge sortieren zu können. Untersuchungen ergaben, dass Postings die höchste Interaktion mit 11 und mehr Hashtags erreichten. Zwischen 1 und 10 Rautezeichen geht’s rauf und runter. Mehr darüber hier.

Hashtag auf Pinterest: Maximal 20 pro Pin

Ich bin mir nicht sicher ob du weißt, dass du auch auf Pinterest Hashtags verwenden kannst. Diese sind seit heuer auch klick- und über die Suchfunktion nutzbar. Wenn du im Pin auf einen Hashtag klickst, dann erscheint ein Feed aller Pins, die denselben Hashtag haben. Mehr darüber findest du hier.

Hashtag auf LinkedIn: Maximal 3 pro Post

Man sieht neuerdings auch auf LinkedIn immer häufiger Hashtags. Du erkennst die mit dem Rautezeichen versehenen Schlagwörter an ihrer blauen Farbe, die sich dadurch in einen Link verwandeln. Zudem findest du auf der Startseite links den Menüpunkt „Ihre Hashtags“. Unter diesem Link findest du die von dir abonnierten Schlagwörter, denen du folgen kannst, um dich weiterzubilden oder in Themen selbst einbringen kannst. Mehr darüber hier.

Hashtag auf YouTube: Maximal 15 Hashtags

Auch auf YouTube können Hashtags verwendet werden. Wenn diese im Titel platziert werden, dann sind sie dort verlinkt und werden von YouTube erkannt. Zudem kann der Hashtag auch in der Videobeschreibung verwendet werden. Dabei zieht sich YouTube die ersten drei Hashtags aus der Beschreibung und zeigt sie oberhalb des Videos an. Mehr darüber hier.

Viele Plattformen, viele verschiedenen Regeln

Natürlich gibt es noch mehrere Plattformen wie Snapchat, Flickr, Tumblr, SlideShare, Vimeo und wie sie sonst noch alle heißen. Diese sind aber meiner Recherche nach für Hashtags nicht relevant. Auch XING habe ich nicht vergessen. Leider fand ich auf XING zu diesem Thema keine konstruktiven Beiträge.

Was du noch beachten solltest

Es gibt auf den verschiedenen Plattformen auch unterschiedliche Regeln. Solltest du diese nicht kennen, dann kannst du sehr leicht Opfer von Spammern werden oder deine Follower verärgern. Zudem solltest du bei der Wahl deiner Hashtags darauf achten, dass du gegen keine Markenrechte verstößt. Meine Empfehlung also:

Gelerntes für deinen Erfolg umsetzen!

Dein gerne dazu lernender

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Achte darauf, wo, wie und wieviel du Hashtags platziert.

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