Glaubenssätze als Erfolgsturbo oder Erfolgsbremse

Hier erfährst du heute, wie dich negative Glaubenssätze beim erfolgreich sein ausbremsen. Wenn du weiter deinem Traum nachjagst und nicht vom Fleck kommst, dann ist der Beitrag ein Muss für dich. Er bringt dir viele Tipps und Beispiele, mit denen du deinen Erfolgs-Turbo zünden kannst.

Glaubenssätze als Erfolgsturbo oder Erfolgsbremse

Glaubenssätze als Erfolgsturbo oder Erfolgsbremse | © by guidopeternell

Läufts im Leben nicht ganz rund, dann spricht man gerne von einer Krise. Die Gehälter sind zu bezahlen und das Bankkonto ist erschöpft. Man arbeitet den ganzen Tag aufopfernd und am Abend fragt der Partner, wo man so lange bleibt. Wenn sich dein Leben nicht in die Richtung entwickelt, die du dir wünscht, dann können negative Glaubenssätze schuld daran sein.

Geprägt durch unsere Glaubenssätze

Glaubenssätze heißen deshalb so, weil wir glauben, dass sie wahr sind. Das ist jedoch nicht der Fall, sonst würden sie Wahrheitssätze heißen. Bei der Recherche dieses Beitrages ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie wichtig dieses Thema ist. Wichtig für das erfolgreich(er) werden, wichtig für die Mitarbeiterführung, wichtig für die Kindererziehung und auch wichtig für die Ausbildung von Fahrschülern.

Jeder von uns hat seine ganz persönliche Glaubenssatz-Sammlung. Diese Sammlung beeinflusst unser Denken, unser Selbstwertgefühl und unser Charisma. Wenn du jedoch nicht weißt, wie sie wirken, dann kannst du behindernde Glaubenssätze nicht ablegen. Ich will dir das Ganze einmal mit einem Fahrschulbeispiel näherbringen:

Du hast eine tolle Fahrstunde und fährst mit deinem Fahrschüler zu einer ampelgeregelten Kreuzung. Die Ampel schaltet auf Rot und ihr müsst anhalten. Als sie auf grün umschaltet und der Fahrschüler wegfahren will, würgt er den Motor ab. Der Fahrer im Auto hinter euch drückt auf seine Hupe und gestikuliert unmissverständlich, dass ihr weiterfahren sollt.

Und plötzlich kommt in dir Stress auf. Du gibst deinem Unmut freien Lauf und schimpfst so ähnlich wie „So ein Id…, hat der vergessen, dass er auch einmal den Führerschein gemacht hat? Das gibt’s doch nicht!“ Gerade war noch alles paletti und im nächsten Moment wirst du aggressiv. Wie kann das sein?

Ab heute respektiere ich folgende Lebensweisheiten. Erstens. Ich ärgere mich nicht mehr über Kleinigkeiten. Zweitens: Alles, was mich nicht umbringt, sind Kleinigkeiten. (Sprichwort)

Der Übeltäter ist ein negativer Kontroll-Glaubenssatz. Er schlummert in deinem Unterbewusstsein und tritt bei Kontrollverlust in Form von Gefühlen und Gedanken in Erscheinung. Das Ergebnis sind Gefühlsausbrüche jeder Art. Im oberen Fall ist es der Wutausbruch mit allen bekannten Nebenerscheinungen.

Ich muss immer alles selber machen

Überkommen dich manchmal Gedanken wie: „ich muss immer alles selber machen | oder Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?“ Das sind zwei weitere, negative Glaubenssätze. Glaubenssätze, die das Thema Sicherheit betreffen. Sicherheit ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Diese wird von Kontrolle begleitet. Die einen haben ein Grundvertrauen und die anderen, die dieses Grundvertrauen verloren haben, versuchen Sicherheit durch Kontrolle zu schaffen.

Negative Glaubenssätze sind Dinge, die du glaubst, weil du sie vor allem in den ersten sechs Jahren deines Lebens von deinen Eltern oder deinen Bezugspersonen immer wieder gehört hast. In dieser Zeit warst du gierig nach Wissen und auf deiner eigenen Entdeckungsreise. Du entwickeltest bereits deine eigene Selbstständigkeit und damit auch Persönlichkeit. Dein unbändiger Wille, das Leben kennenzulernen war damals viel größer als heute.

In den ersten sechs Lebensjahren werden bei Kindern im Gehirn mehr Synapsen gebildet, als in den darauffolgenden Lebensjahren. Dabei bleiben all jene Nervenzellkontakte erhalten, die durch persönliche Erfahrungen intensiv genutzt werden. Anschließend verkümmern jene Kontakte, die nicht benutzt wurden. Jedes einzelne Erlebnis wird in dieser Zeit miteinander verbunden und gespeichert.

Lernen und Gefühl wird immer eng miteinander verknüpft. Dabei festigen sich natürlich auch Glaubenssätze. Negative wie positive. Hier ein paar Beispiele von negativen wie auch positiven Glaubenssätzen:

negative und positive Glaubenssätze

Glaubenssätze als Erfolgsturbo oder Erfolgsbremse | © by guidopeternell

Geprägt durch unsere Kindheit

Wenn du diverse Sätze und Sprüche immer wieder hörst, dann glaubst du irgendwann, dass sie stimmen. Und da wir vor allem als Kind von unseren Eltern geliebt und anerkannt werden wollen, glauben wir ihnen, was sie sagen. Wir glauben ihnen die positiven wie auch negativen Glaubenssätze, die wir von ihnen hören.

Und somit glauben wir unseren Eltern und auch allen Bezugspersonen auch die Glaubenssätze, die diese selbst haben. Das heißt im Umkehrschluss, dass wir alle unbewusst unsere Glaubenssätze immer wieder weitergeben. Positive und auch negative Glaubenssätze. Hier ein Beispiel:

Vielleicht kennst du den Glaubenssatz „Ich muss mir mein Geld hart erarbeiten“, oder „Ohne Fleiß kein Preis?“ Diese Sätze suggerieren, dass ihr Gehalt oder Verdienst eine Art Schmerzensgeld für getane Arbeit ist. Auch der Satz „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ ist ein Glaubenssatz, der in die selbe Kehre schlägt. Von ihn könnte man ableiten, dass Arbeit kein Vergnügen sein oder machen darf.

Wenn du eine Stunde lang glücklich sein willst, schlafe. Wenn du einen Tag glücklich sein willst, geh fischen. Wenn du ein Jahr lang glücklich sein willst, habe ein Vermögen. Wenn du ein Leben lang glücklich sein willst, liebe deine Arbeit.
(Chinesisches Sprichwort)

Solche Glaubenssätze sind ErfolgsVERHINDERER und weit verbreitet. Laut einer Gallup Studie aus dem Jahre 2017 machen unglaubliche 70 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen nur Dienst nach Vorschrift, weil ihre Chefs oder Führungskräfte sie nicht motivieren können. Dadurch gehen Unternehmen im Jahr 105 Milliarden Euro Gewinn verloren. Ist das nicht erschreckend?

Arbeit ist gar keine Arbeit, sondern Vergnügen

Wenn es an der Motivation mangelt, dann haben wir den falschen Job. Erfolgreich sein kann man nur, wenn einem seine Arbeit Spaß macht und diese unseren natürlichen Gaben und Talenten entspricht. Wenn das der Fall ist, kommt es uns nicht einmal als Arbeit vor. Und schon gar nicht als „harte Arbeit“.

Stell dir einmal vor, du folgst deinem Traum mit deinen natürlichen Interessen und Begabungen. Du bringst anderen Leuten Nutzen und verdienst damit gutes Geld. Also bist du damit erfolgreich. Glaubst du nicht, dass es bereits Menschen gibt, auf die diese Realität zutrifft? Ich kenne einige davon. Auch Fahrschulbetreiber sind darunter.

Wenn du das tust, wofür du innerlich brennst und das deinen natürlichen Talenten und Neigungen entspricht, dann musst du dir dein Geld sicher nicht hart erarbeiten. Du wirst in deiner Tätigkeit aufgehen. Sie wird dich erfüllen. Und die Entlohnung dafür ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Um noch einmal auf unsere Eltern und Bezugspersonen zurück zu kommen: Auch sie haben/hatten ihre eigenen Glaubenssätze. Diese Handlungsmuster haben sie von ihren Eltern übernommen. Und so werden sie immer weitergegeben. Wenn deine Eltern zum Beispiel eine negative Einstellung zu Geld, haben, dann beeinflusst diese Einstellung auch dich und bringt dir unter Umständen auch Geldsorgen.

Negative Glaubenssätze erkennen

Das Erkennen von Glaubenssätzen ist nicht leicht. In der Folge gebe ich dir ein paar Tipps dazu. Schreib dir über einen bestimmten Zeitraum in ein Notizbuch (Glaubenssatz-Buch), was du in bestimmten Bereichen deines Lebens denkst und tust. Welche negativen Glaubenssätze schwirren in wahrgenommenen Situationen in deinem Kopf herum? Fallen dir bei deiner Recherche Verallgemeinerungen wie „alle, immer, nie, das macht man so“ und dergleichen auf, dann solltest du sie sofort notieren.

Konzentriere dich darauf, Glaubenssätze zu erkennen. Nur wenn du sie erkennst, kannst du sie verändern. Hinterfrage dein bisheriges Leben. Wenn sich diverse Redewendungen gebetsmühlenartig wie ein roter Faden durch dein Leben ziehen, könnte ein Glaubenssatz dahinterstecken. Ebenfalls sofort notieren.

Achte darauf, was du schreibst und sagst. Vielleicht fallen dir dabei unbewusste Muster auf. Bitte deine Mitmenschen um Feedback. Sei offen für konstruktives Feedback, auch wenn die Feedbacks durch die Werte der Feedbackgeber gefiltert werden.

Negative Glaubenssätze verändern

Wenn du dir bei deiner Glaubenssatz-Recherche bereits Gedanken über diese machst, kann bereits eine Veränderung der Sichtweise eintreten. Gezielte Fragen von Robert Dilts (NLP University) können in dieser Phase einen Veränderungsprozess beschleunigen. In der Folge findest du die freie Übersetzung dieser Fragen von NLP Trainer Chris Mulzer.

  • Wo und wie genau schränkt dich dieser Glaubenssatz ein?
  • Willst du diesen Glaubenssatz weiter glauben?
  • Bist du sicher, dass dein Glaubenssatz wahr ist?
  • Warum bist du dir so sicher, dass er wahr ist?
  • Gilt der Glaubenssatz in allen Fällen und wirklich immer so?
  • Woher weißt du, dass der Glaubenssatz wahr ist?
  • Was wäre, wenn genau das Gegenteil wahr wäre?
  • Welche Beweise für das Gegenteil kennst du schon?
  • Gibt es Menschen, die in der gleichen Situation andere Glaubenssätze haben?
  • Haben sie damit mehr Erfolg?

Negative und einschränkende Glaubenssätze bremsen und behindern dich. Diese aufzulösen, bringt dich einen großen Schritt weiter. In der Folge zeige ich dir eine von mehreren Möglichkeiten, wie du deine Denkmuster ändern kannst. Deshalb eine von mehreren Möglichkeiten, weil das Thema mehr als komplex ist und deshalb nicht umfangreich genug in diesem Beitrag behandelt werden kann.

Tipp 1: Stelle dich und deine Denkmuster in Frage

Die Wirklichkeit muss nicht so sein, wie du sie siehst. Deine Wirklichkeit ist so, wie dich dein Leben bisher geprägt hat. Und jeder von uns hat eine andere Landkarte im Kopf. Deine Gedanken werden durch deine persönlichen „Filter“ geprägt und durch die oben erwähnten Glaubenssätze („Ohne Fleiß kein Preis“) bestimmt.

Um deine Denkmuster ändern zu können, musst du sie erst einmal in Frage stellen. Wenn du glaubst, dass deine Gedanken Gesetz sind, dann wirst du daran auch nichts ändern können. Hinterfrage dich deshalb immer wieder selbst und zweifle deine Denkmuster an.

Tipp 2: Lerne, deine Denkmuster und Glaubenssätze zu verstehen

Erkenne deine Denkmuster und lerne sie zu verstehen. Warum bist du so geworden wie und was du bist? Wie hast du dich zu dem entwickelt? Was hat dich geprägt?

Warum hast du zum Beispiel beim Rechnen Probleme? War es dein Mathe-Lehrer, der sich nach einem Rechenfehler über dich lustig gemacht hat? Der dir zu verstehen gab, dass du nie Brücken bauen wirst, weil mit deiner Rechenleistung jede Brücke einstürzen wird?

Hinterfrage, warum du vor Fehler Angst hast! Woher stammt deine Angst? War es deine Kindheits-Erfahrung? Hattest du das Gefühl, dass du von deinen Eltern nicht geliebt worden bist, wenn du Fehler gemacht hast?

Wenn du verstehst, woher deine Denkmuster kommen, welche Ursachen und Gründe sie haben, kannst du auch daran arbeiten, um sie zu ändern.

Tipp 3: Stelle die Berechtigung dieser Glaubenssätze in Frage

Stelle nicht nur deine Denkmuster, sondern auch deren Ursachen in Frage. Und dabei die Berechtigung dieser Ursachen wie auch deine Reaktion auf diese Ursachen.

Wenn dein Mathe-Lehrer meinte, dass du nicht rechnen kannst, heißt das noch lange nicht, dass er Recht hat. Auch wenn er damals Recht hatte, muss das nicht für immer gelten. Du kannst dich ja weiterentwickeln und ein Rechengenie werden.

Wenn dir deine Eltern zum verstehen geben, dass sie dich nur lieben, wenn du es verdienst, dann ist das sehr bedauerlich. Eltern lieben ihre Kinder ohne Wenn und Aber. Wenn du jedoch versuchst, das Verhalten der Eltern zu verstehen, dann wird das die Wirkung auf deine eigenen Denkmuster relativieren. Wenn diese von dir verlangen, gute Schulnoten nach Hause zu bringen, dann wollen sie dir eine möglichst gute Zukunft ermöglichen.

Und wenn deine Eltern dir nicht genug Liebe, Halt, Geborgenheit, Selbstbewusstsein und dergleichen mitgeben können, die du brauchst, kann das auch daran liegen, dass sie es selbst nie gelernt und erfahren haben.

Tipp 4: Halt nach neuen Denkmustern Ausschau

Tausche alte Denkmuster gegen neue aus. Denk darüber nach, was dir lieber wäre, als sich immer wieder nach den anderen zu richten. Was würdest du lieber machen, als dich immer wieder zu verstellen, nur um keinen Ärger zu bekommen? Such gezielt nach einem neuen Denkmuster. Wie gefällt dir das Denk- und Verhaltensmuster „ich kann gut rechnen lernen“ oder „ich trau mich auch Fehler zu machen, denn daraus lerne ich“.

Ersetze immer ein Denkmuster, das du nicht mehr beibehalten willst, durch ein neues, besseres, dir lieberes. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, ist sonst ein Rückfall in frühere, unliebsame Denkmuster leicht möglich.

Tipp 5: Neue Denkmuster üben, üben und nochmals üben

Schon Johann Wolfgang von Goethe sagte: „Übe dich nur Tag um Tag und du wirst sehn, was das vermag“. Geduld ist gefragt. Die neuen Denkmuster müssen eingeübt und automatisiert werden. Dazu gehört Mut, Konsequenz und Ausdauer.

Stell dir einmal vor wie es sich anfühlt, wenn du probeweise einmal bist, wie du bist. Ohne dich zu verstellen. Verhalte dich einfach so, wie du sein willst. Sag einfach offen deine Meinung, wenn du sie sagen willst. Ohne dich zu verstellen. Je öfter du das tust, umso leichter wird es dir fallen.

Wenn du dich mit dem Thema beschäftigst, dann erkennst du auch Rückfälle. Halte mit deinen neuen Denkmustern dagegen. Denke an die Tipps, die du gelernt hast. Wenn du fleißig übst, fallen dir immer mehr davon ein und du wirst immer besser darin.

Die Ausbildung neuer Denkmuster erfordern Zeit. Das geht nicht von heute auf morgen. Du brauchst Geduld und Durchhaltevermögen. Wenn du es schaffst, dann hast du dich enorm weiterentwickelt.

Für deinen Erfolg!

Dein arbeitet auch an seinen Glaubenssätzen

Guido 🙂 – Autor: Guido Peternell

P.S.: Hast du andere Erfahrungen mit Glaubenssätzen? Dann teil sie mit uns.
Wir freuen uns darauf.

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