Freude an der Arbeit bringt mehr Lebensqualität

Ich habe das Thema Freude an der Arbeit für diesen Blog-Artikel ausgewählt, da ich unlängst erst las, dass fünf Millionen Deutsche mit ihrem Arbeitsplatz unzufrieden sind und deshalb innerlich gekündigt haben. Das sind 14 Prozent der Deutschen. Ist das nicht erschreckend? Ich hoffe, du gehörst nicht dazu.

Freude an der Arbeit bringt mehr Lebensqualität
Freude an der Arbeit bringt mehr Lebensqualität | © by guidopeternell

Kein Leben findet nur an Feiertagen und Wochenenden statt. Die meisten von uns arbeiten Jahr ein und Jahr aus 5 Tage in der Woche täglich acht Stunden oder sogar mehr. Dabei ist es gefährlich, die Arbeit des Geldes wegen über sich ergehen zu lassen und sich nur auf die Wochenenden zu freuen und zu konzentrieren.

Nüchtern betrachtet würdest du in solch einem Fall nur für ein Schmerzensgeld arbeiten. Ein solches kann dich jedoch nicht nachhaltig für eine Arbeit, die dich krank macht, entschädigen.

Die Forderung nach einer Arbeit, die Freude macht ist berechtigt

Doch kenne ich keine Arbeit, die immer nur Freude macht, auch wenn sie noch so interessant ist. Es gibt bei jeder Arbeit Zeiten oder Tätigkeiten, die keinen Spaß machen. Zudem gibt es bei jeder Arbeit unangenehme oder langweilige Tätigkeiten, die trotzdem gemacht werden müssen. Da ist es ganz egal, in welchem Beruf du tätig bist.

Auch Arbeitsergebnisse können Freude machen

Professor Dr. Fredmund Malik empfiehlt den Satz: „Arbeit soll Freude machen“ durch „Die Arbeitsergebnisse sollen Freude machen“ zu ersetzen. Er ist der Meinung, dass bei freudloser Arbeit die erzielten Ergebnisse Freude bereiten können. Selbst niedrige Tätigkeiten mit guten Ergebnissen können die Ausführenden stolz machen. Als Beispiel führt er dafür die Toilettenfrau eines Hotels an, deren gereinigten Toiletten die saubersten des Hotels sind.

Wenn du innerhalb eines roten Fadens deine Arbeit nach deinen Spielräumen selbst gestalten kannst, dann steigert das deine Arbeitsfreude und sorgt für ein positives Arbeitsklima. Ein solches kommt nicht nur dir zugute, sondern auch deinen Kollegen, deinem Arbeitgeber und deinen Kunden.

Warum sind so viele Menschen mit ihrer Arbeit unzufrieden?

Ob man Freude an seiner Arbeit hat, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das aktuelle Allianz Arbeitsmarktbarometer, für das A.C. Nielsen 1.000 Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren befragte, brachte folgendes Ergebnis zutage: Im Jahr 2010 waren noch 82 Prozent der befragten Arbeitnehmer mit ihrer Arbeit zufrieden, aktuell sind es nur noch 63 Prozent. Viele Arbeitnehmer sind unzufrieden, weil sie unterbezahlt sind, der Arbeitsplatz unsicher ist, keine Aufstiegschancen vorfinden, weil sie mit ihrem Chef oder ihren Kollegen nicht zufrieden sind und dergleichen.

Fünf Fragen zum Nachdenken

Bist du derzeit in deiner Arbeit demotiviert? Macht dir derzeit deine Arbeit kaum oder keine Freude? Geht sie dir auf den Wecker und machst du lieber Dienst nach Vorschrift? Planst du schon deinen nächsten Krankenstand oder freust du dich lieber mehr aufs Wochenende, anstatt dich am Sonntag auf den Wochenbeginn zu freuen, um wieder motiviert in der Arbeit durchstarten zu können? Gehörst du auch zu jenen Menschen, die zirka 200 Tage ihres Lebens über ihre Arbeit herumjammern?

Motivation und Freude bei der Arbeit macht erfolgreich(er)

Wenn du nur eine der oberen Fragen mit ja beantwortest, dann habe ich folgende gute Nachricht für dich: „Du kannst das ÄNDERN!“ Du kannst durch Eigeninitiative die Freude an deiner Arbeit wieder steigern. Du willst doch gute Arbeit mit noch besseren Ergebnissen liefern. Das will doch jeder von uns. Nur wenn dir die Arbeit Freude bereitet, machst du sie gerne und gut.

Diese 10 Tipps bringen dir wieder Freude an der Arbeit

1) Finde heraus, warum du dir diese Arbeit ausgesucht hast

Starte mit einer kleinen Analyse deiner Berufswahl. Nimm dir die dafür nötige Zeit, herauszufinden, warum du dir diese Arbeit ausgesucht hast. War es nur der finanzielle Nutzen? Oder gab es auch andere Gründe dafür? Erinnere dich daran und schreib es auf, denn es ist wichtig.

2) Finde deine Vision und Ziele für deine Arbeit heraus

Hast du dir über dieses Thema schon Gedanken gemacht? Wenn ja, hast du diese auch schriftlich festgehalten? Wenn ja, nimmt du diese immer wieder her, um sie dir vor Augen zu führen? Arbeite an deiner Vision und Erreichung deiner Ziele. Plane, wie du dort hinkommst. Diese Vorgehensweise hilft dir auch über unangenehme Arbeiten hinweg und bewahrt dir die Freude an deiner Arbeit.

3) Ändere deinen Standpunkt und du änderst auch deine Sichtweise

Ich habe in meinen Ausbildungen gelernt, jede Situation von drei verschiedenen Seiten anzusehen. Diese Vorgehensweise hilft mir immer wieder bei verschiedenen Situationen. Das bedeutet, dass ich jede Situation a) von meinem Standpunkt, b) vom Standpunkt meines Gegenübers und c) vom Standpunkt eines Zuschauers betrachte.

Mit dieser Vorgehensweise habe ich auch Einblick in die Sichtweisen meines Gegenübers und eines Zuschauers. Somit kann ich die anderen Sichtweisen auch besser verstehen und danach handeln. Diese Vorgehensweise ermöglicht mir, objektiver zu denken, zu entscheiden und zu handeln. Sie hilft mir auch, einen anderen Blickwinkel für die Situation zu bekommen und somit eine eventuell festgefahrene Situation zu verändern.

4) Gib mit positiver Kommunikation Hilfestellung

Negative Formulierungen verschärfen Situationen. Durch positive Formulierungen werden Gespräche angenehmer. Zudem prägst du mit deinen positiven Formulierungen deine eigene Gedanken- und Wahrnehmungswelt. Lob und Tadel gehören zur täglichen Arbeit. Lob motiviert, Tadel kann jedoch demotivieren. Schon Johann Wolfgang von Goethe sagte: „Wer die Menschen behandelt wie sie sind, macht sie schlechter. Wer sie aber behandelt wie sie sein könnten, macht sie besser“.

Das bedeutet, dass du mit positiver Kommunikation Menschen, Mitarbeitern und Kollegen mehr Selbstvertrauen einimpfen kannst, anstatt sie mit negativer Kommunikation zu demotivieren. Du kannst dich damit auf das Gute der Arbeit fokussieren, anstatt diese ständig zu kritisieren, denn bei Problemen helfen konstruktive Lösungsvorschläge mehr als gegenseitige Schuldzuweisungen.

5) Jede Eigeninitiative hilft dir weiter

Freude an der Arbeit kann nicht von der Chefetage aus verordnet werden. Dafür ist jeder Einzelne von uns selbst verantwortlich. Durch das du dich in die Opferrolle zurückziehst, kannst du weder die eigene Zufriedenheit noch diverse Rahmenbedingungen verbessern. Es liegt in deiner Hand, Freude bei deiner Arbeit zu haben oder weiter zu granteln.

Wenn die Vorschläge, wie du dir eine freudvolle Arbeit vorstellst von dir selbst kommen, dann übernimmst du Eigeninitiative und wirst die Erfüllung in deiner Arbeit leichter finden, als wenn sie von irgendjemandem verordnet wird. Wenn du in deiner Arbeit unglücklich bist, dann tu etwas dagegen. Schon Martin Luther King sagte: „Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass Gott allein sich darum kümmert!“

6) Deine Selbstreflektion macht dich zukunftssicher

Das einzig fixe ist die Veränderung. Was gestern noch passte, ist heute bereits überholt. Aus diesem Grund solltest du deine Arbeitsweise und Einstellung ständig überprüfen. Vielleicht gibt es andere und bessere Möglichkeiten, um deine Ziele zu erreichen. Und genau hier hilft dir das regelmäßige Reflektieren deiner Arbeitsweise und Einstellung. Tu das und mach was daraus. Du wirst überrascht sein, wie sich deine Einstellung zu deiner Arbeit damit verbessert. Und wenn du feststellst, dass es funktioniert, dann erzähl es weiter.

In jedem Beruf gibt es regelmäßig Veränderungen. Lerne diese zu akzeptieren. Wenn du dich diesen widersetzt, vergeht dir mit der Zeit die Freude an deiner Arbeit. Heute ist Flexibilität gefragt. Und je flexibler du bist, umso mehr Freude wird dir deine Arbeit machen.

7) Das Leben ist zu kurz, um sich über Dinge zu ärgern

Ich habe mich in meinem Leben schon viel zu viel geärgert. Obwohl meine Schwiegermutter sagte, dass sie mich lachend gezeugt haben, habe ich mich immer wieder über Dinge geärgert. Dabei nahm ich mich und meinen Beruf zu ernst und zu wichtig. Besonders als ich selbstständig wurde, waren die Hindernisse, die mir in den Weg gelegt wurden, oft zum Ärgern. Doch über meine Arbeit habe ich mich nie geärgert. Sie hat mir (fast) immer Freude bereitet.

Ich fing schon sehr früh an, für mich und mein Leben Eigenverantwortung zu übernehmen. Ich habe gelernt, ich selbst zu sein und nicht jedermanns Liebling sein zu können. Ich habe mir abgewöhnt, sich vor anderen zu verbiegen. Das interessante dabei war, dass ich dadurch von meinen Kunden immer mehr geschätzt wurde. Das brachte mir immer mehr Freude an meiner Arbeit und meinem Beruf.

Ich wollte schon seit meiner Lehrzeit, Wissen und Können weitergeben. Es hat mir immer Freude bereitet, wenn andere durch meine Unterstützung erfolgreich(er) wurden. Ich wollte mit meiner Tätigkeit, die Welt ein bisschen besser machen, als sie ohne diese war.

Auch heute behalte ich mir das vor. Ich schreibe auch diesen Blogbeitrag für dich kostenlos und freue mich, wenn du Dinge daraus umsetzt und dadurch erfolgreich(er) wirst. Ich nenne das Nutzen geben und empfehle dir dasselbe. Mach es mir nach. Es gibt so viele Dinge, die du mit Ruhe machen kannst, ohne dich darüber aufzuregen.

8) Bring dich und deine Kompetenz ein

Ich kenne kein Unternehmen, in dem es keine Herausforderungen gibt. Auch kenne ich keine Arbeit, die nicht das eine oder andere Problem mit sich bringt. Wenn du für solch eine Herausforderung oder solch ein Problem einen Lösungsansatz hast, dann mach dich damit bemerkbar. Auch wenn du nicht danach gefragt wirst.

Durch dein Engagement fällst du positiv auf und empfiehlst dich. Bring deinen Lösungsansatz deinem Vorgesetzten näher. Das zeigt deinen Kollegen und Vorgesetzten, dass du dich engagierst. Damit hast du die Möglichkeit, dich für höhere Aufgaben sichtbar zu machen. Es ist immer besser, Probleme zu lösen als nur davon zu sprechen.

9) Wenn du Hilfe brauchst, dann bitte darum

Es ist noch niemand als Meister vom Himmel gefallen. Wir alle entwickeln uns ständig weiter. Im Berufs- wie auch im Privatleben. Falscher Stolz verkompliziert nur dein Leben. Wenn du in irgendeiner Situation Hilfe benötigst, dann bitte darum. Du wirst dich wundern, wie einfach das geht und wie hilfsbereit die Menschen sind. Das sollte auf Gegenseitigkeit beruhen. Für mich ist das normal und ich nenne es „Nutzen geben!“

10) Sei offen für neues

Mein Vater sagte immer: „Neugierig sein macht gescheit!“ Ich habe mir diesen Spruch zu Herzen genommen und immer, wenn ich was wissen wollte, gefragt. Auch meinem Sohn gab ich diesen Spruch weiter. Und wenn er einmal soviel fragte, dass es mir zu viel wurde, dann sagte er. „Papa, neugierig sein macht gescheit!“

Sei immer offen für neues. Probiere Dinge, die du schon immer einmal probieren wolltest, einfach aus und zieh aus dem Ergebnis deine Lehren. Am besten ist es natürlich, dass du und deine Arbeit davon profitieren. Und wenn auch deine Firma davon profitieren könnte, dann stell deine Idee deinem Vorgesetzten vor. Das zeigt ihm, dass du dich für die Firma interessierst und einsetzt. Tu es einfach!

Für deinen Erfolg!

Dein freut sich darüber, wenn du damit erfolgreicher wirst und mehr Spaß an deiner Arbeit findest

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Finde auch Freude an kleinen Dingen, die täglich um dich herum passieren. Und wenn sie noch so kurios sind.

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