Fokussieren statt Verzetteln

Fokussieren statt Verzetteln, das ist Produktivität! Viele wissen das, und verzetteln sich trotzdem, ohne es zu bemerken. Sie verschwenden unwiederbringlich kostbare Lebenszeit. Ich bin mir sicher, dass auch du wertvolle LebensZEIT verschwendest. Lass mich raten: In sozialen Netzwerken? Durch Ablenkung bei der Arbeit? Durch stundenlanges Fernsehen? Bei unproduktiven Arbeiten? Bei Tätigkeiten, die dich persönlich nicht weiterbringen?

Fokussieren statt verzetteln

Fokussieren statt verzetteln | © by guidopeternell

Um erfolgreicher werden zu können, musst du deinen Zeitdieben auf die Spur kommen. Wenn du unnötige Aktivitäten weglässt, dann hast du mehr Zeit, um deine Möglichkeiten auszuschöpfen. Du wirst dich wundern, was du dann alles auf die Reihe bekommst. Du erreichst schneller deine Zwischenziele und kommst deinen Zielen dadurch immer näher.

Starte täglich mit der Frage: „Wohin will ich?“ in den Tag und frage dich bei jeder deiner Tätigkeiten: „Bringt mich das meinem Ziel näher?“ Mit diesen zwei Fragen lernst und optimierst du täglich, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und überflüssigen Kram wegzulassen.

Planung bringt Zeitgewinn

Angeblich soll eine geplante Minute zehn Minuten Zeitersparnis bringen. Grund genug, um deine Aktivitäten zu planen? Für mich schon. Ich habe viele Zeitmanagement-Seminare besucht und wurde Meister im Zeitmanagement. Mir war klar, dass ich verlorene Zeit nie mehr zurückgewinnen kann. Und je älter ich werde, umso glücklicher bin ich, in mein Zeit- und SelbstMANAGEMENT investiert zu haben.

Ich plane auch heute in meinem beruflichen Fastruhestand meine Zeit und meine Aktivitäten. Ich vermeide es, einfach so vor mich hinzuleben und mich treiben zu lassen. Ganz so nebenbei wundere ich mich über Menschen, denen es langweilig ist. Mir ist nicht langweilig, denn ich habe noch eine Liste (Löffelliste), die ich, bevor ich meinen Löffel abgeben muss, gerne abarbeiten möchte.

Wie geht es dir mit deiner Zeit, die dir täglich zur Verfügung steht? Hast du genug davon, um deine Aktivitäten anzuschieben, die dich deinen Träumen und Zielen näherbringen? Oder steckst du im Hamsterrad, rennst immer schneller und kommst doch nicht so richtig vom Fleck? Denk daran, verlorene Zeit kommt nie mehr zu dir zurück!

Heute weiß ich, dass Prioritäten setzen Freiraum schafft

Prioritäten setzen war für mich einer der wichtigste Zeitmanagement-Tipps überhaupt. Übrigens bin ich der Meinung, dass ich meine Zeit gar nicht managen kann. Wie soll ich Zeit managen? Es hat doch jeder Mensch gleich viel Zeit und zwar 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr.

Also müsste es statt Zeitmanagement eher SelbstMANAGEMENT heißen, denn ich kann nur mich selbst und meine Arbeit managen. Wie ich angefangen habe, die richtigen Prioritäten zu setzen, habe ich immer weniger Aufgaben am Abend auf den nächsten Tag übertragen müssen. Ich wurde nicht mehr von Arbeit überrollt, sondern hatte plötzlich immer mehr Zeit, mich den wichtigen Aufgaben in meinem Leben zu widmen.

SelbstMANAGEMENT führt zu Kompetenzaufbau

Diese Vorgehensweise ermöglichte mir, meine Kompetenzen für den Weg in die Selbstständigkeit auszubauen und 1993 meine erste Firma „Fahrschul-Marketing-Service“ zu gründen. Anfangs war geplant, diesen Service nebenberuflich anzubieten. Ein besonderer Umstand zwang mich jedoch, Hals über Kopf, 1994 in die totale Selbstständigkeit zu wechseln.

Mein Weg in die Selbstständigkeit war sehr schwierig. Niemand kannte mich und meine Kompetenzen. Ich war kein technischer Ingenieur oder Diplomingenieur und habe mir zum Ziel gesetzt, Fahrschulbetreiber, die das sind, zu beraten. Ich brauchte also Auftraggeber, die auf mein Know-how zurückgreifen und mich dafür bezahlen. Dieser schwierige Umstand ließ mich über mich hinauswachsen und brachte mir den zum Ziel gesetzten Erfolg.

Ohne Multitasking noch erfolgreicher

Meine Frau sagt immer: „Du bist ein Mann. Deshalb kannst du nur eine Arbeit nach der Anderen machen!“ Damit meint sie etwas spöttisch, dass ich nicht in der Lage bin, mehrere Arbeiten gleichzeitig auszuführen. Ich bin der Meinung, dass sich meine Frau irrt. Ich kann schon mehrere Arbeiten zugleich bewerkstelligen. Die Frage dabei ist nur, in welcher Qualität?

Multitasking macht dich nicht erfolgreicher oder effizienter. Auch wenn sich viele Menschen damit rühmen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Du kannst dich nur auf eine Sache zu 100 Prozent konzentrieren. Durch die Splittung deiner Konzentration auf beispielsweise zwei Tätigkeiten, leiden diese darunter. Unter Umständen musst du mehrmals damit anfangen, bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist.

Dreimal an derselben Autobahnausfahrt vorbeigefahren

Ich habe trotz Freisprecheinrichtung während einem wichtigen Telefonat im Auto auf der Autobahn dreimal dieselbe Autobahnausfahrt übersehen. Du denkst dir sicher, dass das nicht sein kann. Doch, es kann! Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Unfälle allein wegen der Ablenkung durch das Bedienen des Smartphones oder Autoradios, dem Hantieren an Zigarettenschachtel oder Feuerzeug, dem Verspeisen irgendwelcher Leckerbissen beziehungsweise Getränke und dergleichen während der Fahrt passieren.

Studien beweisen, dass die Arbeit durch Multitasking fehleranfälliger wird und die Produktivität darunter leidet. Wenn du während deiner Arbeit durch dein Handy, von sozialen Netzwerken, WhatsApp oder E-Mails abgelenkt wirst, sinkt auch die Qualität deiner Arbeit. Du wirst dadurch unproduktiver, ob du es willst oder nicht.

Auch deine Gesundheit leidet unter Multitasking

Dein Stresspegel steigt durch die zeitgleichen Tätigkeiten. Auch dein Cortisol-Spiegel im Blut erhöht sich. Wenn dieser Spiegel des Stresshormons sich dauerhaft erhöht, kann das zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen. Damit diese nicht chronisch werden empfehle ich dir, wieder, wie früher, auf Singletasking umzusteigen.

Ich denke, dass dies genug negative Punkte sein müssten, um dich zum Umdenken zu bewegen. Erfolgreich(er) wirst du nur ohne Multitasking. Es gibt schon genug „Smombies“ auf der Straße, die wie willenlose Zombies herumrennen und dadurch sich und andere Menschen im Verkehr gefährden. Konzentriere dich auf eine Sache und erst danach auf eine andere. Du wirst überrascht sein, um wieviel schneller du diese Aufgaben erledigen kannst.

Spare nicht auf der falschen Seite

Saturn setzte den Werbeslogan „Geiz ist geil“ ab Oktober 2002 im Rahmen einer langlaufenden Werbekampagne in diversen Medien ein. Die Idee dazu hatte Constantin Kaloff von der Werbeagentur Jung von Matt aus Hamburg. Die Kampagne mauserte sich durch den Nr.-1-Hit „Live Is Life“ von Opus zu einem Ohrwurm, der sich in den Köpfen der Konsumenten festsetzte.

Diese Kampagne hatte zur Folge, dass Schnäppchen jagen zum Volkssport wurde und dabei Qualität wie auch Service auf der Strecke blieben. Die „Geiz ist geil Mentalität“ hat sich dadurch in vielen Köpfen festgesetzt. Sogar Nici Lauda machte Werbung mit dem Slogan: „Ich hab ja nichts zu verschenken!“ Das Nici Lauda nichts zu verschenken hat, das wissen wir. Nicht umsonst eilt ihn der Ruf voraus, einen Igel als Geldbeutel in seiner Hosentasche zu haben.

Sparen hat schon seine Berechtigung

Aber bitte dort, wo es klug ist. So mancher Sparefroh lügt sich selbst in die Tasche. Wenn du für ein paar Cent Ersparnis mit deinem Auto durch die halbe Stadt fährst, dann frage ich mich, was das mit Ersparnis zu tun hat? Du sparst zwar ein paar Cent oder Euros und verschwendest gleichzeitig Energie (Kraftstoff, Fahrzeugabnützung…) und vor allem wertvolle Lebenszeit. Deine Zeit wird mit jedem Tag wertvoller. In der verschwendeten Zeit könntest du konstruktiv daran arbeiten, deinem Ziel näher zu kommen.

Dasselbe gilt für das Durchforsten von Internet-Shops, Katalogen oder Portalen zum Beispiel für Hotelbuchungen und dergleichen. Und wenn du sagst, ich kaufe mein Auto wegen ein paar Prozente mehr lieber im Nachbarort oder -land, dann darfst du dich nicht wundern, wenn der örtliche Händler keine Empfehlungen mehr für dich als Mitarbeiter oder Unternehmer ausspricht und seine Lehrlinge lieber zu deinem Mitbewerber schickt.

Setze das Internet nur gezielt und sparsam ein

Das Internet ist eines der größten Zeitdiebe, die ich kenne. Du bist da anderer Meinung? Wie oft unterbrichst du Arbeiten, um nur mal schnell Herrn Google zu fragen, deine E-Mails zu checken, auf WhatsApp eine Nachricht zu lesen, in Facebook bei einer Diskussion teilzunehmen und dergleichen?

Solche Tätigkeiten rauben dir die Konzentration auf deine Aufgabe oder Arbeit. Und selten bleibt es nur bei kurzen Unterbrechungen. Ich habe mir am Computer schon oft die Frage gestellt: „Wo ist nur die Zeit hingekommen?“ Am Computer werden aus Minuten schneller Stunden, als einem lieb ist. Deshalb lautet meine Empfehlung: Wenn schon Recherche, dann nur die Nötigste und danach wieder fokussieren auf die Arbeit oder Aufgabe, die mich meinem Ziel näher bringt.

Perfektionismus ist für das SelbstMANAGEMENT der Horror

Wer ist nicht gerne perfekt? Der Zeitdieb Perfektionismus ist wie ein Bremsklotz. Deshalb halte ich mich an Pareto der feststellte, dass 80 Prozent der Ergebnisse in 20 Prozent der Gesamtzeit erreicht werden können. Ich habe mir angewöhnt, lieber schlecht zu starten als perfekt zu zögern.

Doch muss auch ich gestehen, dass ich mir mit meinem Perfektionismus immer wieder schwer tu und deshalb hart an mir arbeiten muss, um diesbezüglich nicht wieder in alte Muster zurückzufallen. Auch bei diesem Beitrag war das der Fall. Ich habe für die zehnseitige Checkliste „Deinen Zeitdieben auf der Spur“ länger gebraucht als für das Schreiben des ganzen Artikels. Doch sie ist gut geworden. Hier kannst du sie dir gleich kostenlos holen! ←

Du siehst also. dass auch ich nie auslerne und an mir arbeiten muss. Aus diesem Grund freue ich mich immer wieder über die einen und anderen Erfolgserlebnisse und staune, wieviel Zeit ich dadurch einspare. Es freut mich darum tierisch, wenn ich den Großteil meiner Arbeit mit weniger Zeitaufwand erledigen kann.

Und von Cyril Northcote Parkinson habe ich gelernt, dass sich Arbeit in dem Maße ausdehnt, wie Zeit dafür zur Verfügung steht. Daraus ergab sich der für mich wichtige Merksatz: „Je weniger Zeit für eine Arbeit veranschlagt wird, desto schneller ist sie erledigt“. Und seitdem ich mir diverse Ziele kürzer stecke, desto schneller erreiche ich diese.

Fazit

  • Vermeide so viel wie möglich Unterbrechungen, denn sie reißen dich aus deiner Aufgabe heraus und deine Konzentration ist dahin.
  • Achte darauf, dass du zur richtigen Zeit die richtige Aufgabe erledigst. Fokussiere dich auf diese Aufgabe und lass dich dabei nicht unterbrechen.
  • Plane deine Aktivitäten denn du weißt, dass eine Minute Planung 10 Minuten Zeitgewinn bringen.
  • Setze Prioritäten und lass dich nicht von unwichtigem ablenken.
  • Geh vom anscheinend modernem Multitasking wieder in den Singletasking-Modus. Nur eine Aufgabe nach der anderen hat die Chance, 100 Prozent deiner Fokussierung und Energie zu erhalten.
  • Sei kein Geizhals und spare nicht auf der falschen Seite, denn Geiz kann nicht geil sein!
  • Verzettle dich nicht im Internet und den sozialen Medien. Sie rauben dir nur wertvolle Lebenszeit.
  • Und zu guter Letzt: Halte deinen Perfektionismus in Zaum. Auch ich muss diesbezüglich immer wieder an mir arbeiten.

Für deinen Erfolg!

Dein so oft es geht fokussierter

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Wenn du deinen Zeitdieben den Garaus machen möchtest, dann hol dir hier kostenlos die zehnseitige Checkliste „Deinen Zeitdieben auf der Spur“.

P.P.S.: Ich freue mich auf dein Feedback. Vielen Dank im Voraus.

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