Erfolgsfaktoren zur Marktpositionierung

Im letzten Beitrag schrieb ich, dass es wichtig ist, sich im Markt richtig zu positionieren. Zur Marktpositionierung sind einige Grundgesetze in der Betriebsführung zu berücksichtigen. Vorab jedoch eine wichtige Frage: „Wollen Sie die Energie aufbringen, sich und Ihr eventuell eingefahrenes Unternehmen zu verändern?“ Wenn ja, dann lesen Sie diesen Beitrag aufmerksam weiter und nützen Sie dadurch ein weiteres Mosaiksteinchen auf Ihren Weg nach oben!

Marktpositionierende Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren zur Marktpositionierung

Sie werden sich denken: „Das sind ja alles Dinge, die ich bereits kenne.“ Das mag schon sein, jedoch werden diese in Ihrem Unternehmen auch umgesetzt? Haben Sie eine funktionierende interne Kommunikation oder werden Dinge oft zwischen Tür und Angel abgeklärt? Gehen Sie Kooperationen ein oder liegt dieses Potential für Ihr Unternehmen brach? Haben Sie sich einem Verbund angeschlossen oder sind Sie ein Einzelkämpfer?

Interne Kommunikation

blog_Interne Kommunikation01-3Dass die interne Kommunikation erfolgsentscheidend ist, beweisen viele analysierte Unternehmen in verschiedensten Branchen. Ein Unternehmen ist genauso ein System wie eine Familie. Haben sich Mann und Frau in der Familie nichts mehr zu sagen, geht die Beziehung meist in Bruch. Ebenso werden die Erfolge in Unternehmen immer geringer, wenn niemand mehr die Zeit hat, in Ruhe miteinander zu reden. Anweisungen zwischen Tür und Angel sind für Unternehmen tödlich.

blog_Meeting01-3Die interne Kommunikation umfasst persönliche Gespräche, Meetings, Protokollwesen, Unternehmerbriefe, Mitarbeiterinfos, Betriebsfeiern, Rituale, Veranstaltungen, schwarzes Brett und dgl. mehr. Bewährt haben sich Sonderzusammenkünfte verschiedenster Art. Für Fahrschulen sind Meetings genauso wichtig wie für Großunternehmen. Sie gehören nur eingeführt, organisiert und professionell umgesetzt. Dafür bieten sich Mitarbeiterfrühstück, Mitarbeiterworkshops, Kreativmeetings und dgl. an. Nur eine gesunde Kommunikationskultur trägt einen weiteren Mosaikstein zum erfolgreichen Fahrschulunternehmen bei.

Die Kooperation

blog_Kooperation01-3Die Synergien möglicher Kooperationen liegen in vielen Unternehmen brach. Wenn man die Kundenzahl mehrerer Unternehmen zusammenwirft, profitieren meist alle Kooperationspartner von der größeren Zahl der anzusprechenden Personen.

Die Produkte oder die Dienstleistungen der Unternehmen können sich gegenseitig ergänzen und werden anderen, bisher nicht bekannten Zielgruppen zugeführt. Sie erhalten dadurch für Ihr Unternehmen möglicherweise viele neue Erstkontakte bei potentiellen Kunden, die bisher noch nicht mit Ihrem Unternehmen in Berührung gekommen sind. Ihr Unternehmen erfährt dadurch eine weitere, sehr starke Imagesteigerung und wird noch viel bekannter.

Der Verbund

Ich habe bereits mehrere Ausflüge im Bereich Fahrschul-Verbund hinter mir und so meine Erfahrungen damit gemacht. Derzeit ist die Einzelkämpfer-Mentalität im Fahrschulmarkt noch sehr stark verankert und deshalb sind nur wenige, Ihnen auch bekannte Systeme am Markt. Ich erspar‘ mir hier eine Auflistung dieser.

blog_Verbund01-3Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Verbunde gemacht, an die keine unmittelbaren Mitbewerber angeschlossen waren. Diese erlauben es den Verbundpartnern, gemeinsam Großes zu bewirken. Als Beispiele kann ich hier gemeinsame Werbelinien, zentrale Einkäufe, gemeinsame Veranstaltungen (Kongress, Seminarreise…), gemeinsame Weiterbildungen (zu denen Ihr Mitbewerber keinen Zugang hat) und dgl. anführen. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt von den Vorteilen, einem Verbund von Gleichgesinnten anzugehören. Allein ist man stark, gemeinsam ist man noch viel stärker.

Das Benchmarking

blog_Benchmark01-3Der regelmäßige Leistungsvergleich mit gleich gelagerten Unternehmen der Branche ist ein weiterer Garant, die Erfolgsleiter höher zu steigen. Dies muss nicht mit großem Aufwand geschehen. Dafür müssen keine teuren Auditoren gebucht werden. Diese Arbeit übernehmen kostenlos Ihre Kunden. Mit dem Web-basierten INLINE KundenMONITOR© haben Sie tagesaktuell Ihr Ohr an der Zielgruppe und dem Markt. Sie können damit anonym abklären, ob Sie durchschnittlich, besser oder schlechter als der Durchschnitt sind.

Die Vertrauensorganisation

blog_Vertrauen01-3Wie bereits im vorigen Absatz kurz angeschnitten darf kein Fahrschulunternehmen den Faktor „Kunden“ außer Acht lassen. Viele Organisationen, Systeme und Verfahren werden zuerst geschaffen, um Kunden zufrieden zu stellen und zu verwöhnen. Leider wachsen sie dann oft in diverse Unübersichtlichkeiten, bei denen dann Kunden auf der Strecke bleiben. Dabei müssen Sie sich den Begriff Kunde immer und immer wieder folgend vor Augen führen:

„Ihr Kunde ist die wichtigste Person in ihrem Unternehmen, egal ob er persönlich anwesend ist, schreibt oder telefoniert. Ihr Kunde hängt nicht von Ihnen ab, sondern Sie von ihm. Ihr Kunde bezahlt Ihr Gehalt, Ihr Auto, Ihren Urlaub, Ihre Hobbys und dgl. Ihr Kunde ist keine Unterbrechung Ihrer Arbeit, sondern ihr Sinn und ihr Zweck. Ihr Kunde bringt Ihnen seine Wünsche. Ihre Aufgabe ist, diese gewinnbringend für ihn und für Sie zu erfüllen. Ihr Kunde ist nicht jemand, mit dem Sie ein Streitgespräch führen oder seinen Intellekt messen. Es gibt niemanden, der je einen Streit mit seinem Kunden gewonnen hat.“

Damit eine Vertrauensorganisation mit Selbstkontrolle funktionieren kann, sind Checklisten erforderlich. Weiters ist eine gewisse Transparenz notwendig. In der Erwachsenenbildung ist gerade die Transparenz in der Ausbildung neben der Mitgestaltungsmöglichkeit empfehlenswert. Ein kontinuierliches Qualitätsmanagement ebenfalls durch den INLINE KundenMONITOR© rundet die Selbstkontrollmöglichkeit in der Vertrauensorganisation ab. Die ermöglicht sogar, durch das Zusammenführen von Zufriedenheitsindex und Wichtigkeitsranking eine fundierte Stärken-/Schwächen-Analyse Ihres Unternehmens zu erstellen, um genau dort ansetzen zu können, wo Verbesserungspotential vorhanden ist.

Die Einmaligkeit

blog_einmalig01-3Die Einmaligkeit muss jeder spüren, der Ihre Fahrschule betritt. Herzlichkeit und Outfit Ihrer Fahrschule müssen Grundvoraussetzung sein. Leider zeigt uns sehr oft die Praxis ein anderes Bild. Nicht selten hat der Interessent/Kunde das Gefühl, zu stören, wenn er die Fahrschule betritt. Dabei sollten Sie sich in vielen kleinen Dingen deutlich von Ihren Mitbewerbern abheben.

Die Zukunfts-Orientierung

Wie lautet Ihr Fahrschulleitbild? Haben Sie eine Unternehmensphilosophie? Beinhaltet Ihre Philosophie die Punkte Loyalität, Nutzen geben, Führungspersönlichkeit, Einsatzbereitschaft, Ehrlichkeit, Offenheit, Lernbereitschaft, Vorbild, Wachstum und Qualität?

Wird Kreativität und Innovation in Ihrem Unternehmen gefördert oder kommen gute Ideen durch Killerphrasen unter die Räder? Veranstalten Sie regelmäßig Kreativmeetings und führen Sie einen Ideenpool? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit!

Die Marketingstrategie

Eine professionelle Marketingstrategie beinhaltet Ihre Zielgruppe(n) und die Grobpositionierung gegenüber Ihren Mitbewerbern. Vergessen Sie dabei jedoch nicht auf die Feinpositionierung gegenüber Ihren potentiellen Kunden. Unterstützen Sie diese Maßnahmen mit tragenden Ideen und Leistungsschwerpunkten. Erarbeiten und kommunizieren Sie dafür auch Ihre Kernfähigkeiten und vergessen Sie dabei nicht auf Ihre quantitativen Ziele sowie eine gesunde Mischung von Marketinginstrumenten.

Die Marketinginstrumente

Unterscheiden Sie dabei zwischen dem Leistungs-Mix und dem Kommunikations-Mix. Beides gemeinsam ergeben die letzten Mosaiksteine zu den Erfolgsfaktoren zur Marktpositionierung.

Der Leistungs-Mix umfasst Sachleistungen/Produkte, Dienstleistungen/Service, Ambiente, Preis, Verkaufswege samt Standort.

Der Kommunikations-Mix beinhaltet integrierte Events, Sponsoring, Lifestyle Kooperationen, PR, Dialoginstrumente wie beispielsweise dieser Fahrschul-Blog, Erlebnisstrategien, Verkaufsförderung und Werbung.

Gerne können Sie unten in der Kommentarfunktion zum Beitrag Fragen stellen. Selbstverständlich können Sie mich auch per E-Mail guido.peternell@inline.at kontaktieren.

– Autor: Guido Peternell

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