Entscheidung treffen, aber richtig

Wer will schon gerne eine falsche Entscheidung treffen? Ein Glas Bier oder Wein? Dieses oder jenes Menü? Pizza mit Pilzen oder Schinken? Wie soll man auch die richtige Entscheidung treffen, wenn man nicht so genau weiß, was man will?

Entscheidung treffen, aber richtig
Entscheidung treffen, aber richtig | © by guidopeternell

Noch dazu, wo heute die Auswahl so groß ist. Doch die große Vielfalt macht vielen die Entscheidung noch schwerer. Wie können wir trotzdem die richtige Wahl treffen?

Die wichtige oder weniger wichtige Entscheidung

Die oben angeführten Auswahlmöglichkeiten sind noch relativ banal. Schwerwiegende Entscheidungen, wie zum Beispiel die Berufswahl oder die Mitarbeiterauslese sind wichtiger als was du heute zur Arbeit anziehst. Fakt ist, dass wir täglich Entscheidungen treffen. Die einen schneller und besser, die anderen langsamer oder weniger gut. Dieser Beitrag soll dir zukünftig beim Entscheidung treffen helfen.

Hab‘ keine Angst davor, deine Entscheidung zu treffen

Wichtige Entscheidungen müssen dich nicht lähmen oder ins Schwitzen bringen. Wir alle machen Fehler. Ich habe oft die falsche Entscheidung getroffen und immer daraus gelernt. Deshalb habe ich nicht versagt, oder mein Leben ruiniert. Ich habe nur eine falsche Entscheidung getroffen, aus der ich etwas für mein Leben dazu lernen durfte.

Deshalb bin ich Unternehmer geworden

Ich wollte nicht mehr davon abhängig sein, was meine damalige Chefin wollte, erlaubte oder vorschrieb. Was ich wollte, war mein eigener Chef zu sein, der die Entscheidungen selbst trifft und dafür auch die volle Verantwortung übernimmt. Ich sprang ins kalte Wasser, lernte dadurch und ging meinen eigenen Weg, der in der Branche auch seine Spuren hinterließ.

Unternehmer versus Unterlasser

Auf meinem Weg der Selbstständigkeit lernte ich viele verschiedene Charaktere kennen. Die einen waren die Unternehmer, die durch das TUN und HANDELN (unternehmen) auch dementsprechend erfolgreich sind. Die anderen waren die Unterlasser, die durch das NICHT-TUN ihren Status beibehielten und nicht vom Fleck kamen. Sie wollten einfach keine Entscheidung treffen, kannten schon alles und verbrachten lieber ihre Zeit mit Sudern und Jammern, als die Dinge umzusetzen, um damit erfolgreicher zu werden.

Keine Entscheidung bedeutet, den Zustand beibehalten

Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung, und zwar, alles beim Alten zu belassen. Sich nicht für etwas zu entscheiden, verbaut dir viele Chancen. Chancen, die du im Leben vielleicht nur einmal bekommst. Wenn es dir nicht gut geht und du mit der Situation unzufrieden bist, dann entscheidest du dich dafür, diese für dich unangenehme Situation beizubehalten. Du bleibst demzufolge weiter unzufrieden und das ist deine Entscheidung.

Du kannst nicht, nicht kommunizieren und dich auch nicht, nicht entscheiden

Paul Watzlawick sagte, dass man nicht nicht kommunizieren kann, da jede Kommunikation (verbal und nonverbal) Verhalten ist und so wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man auch nicht nicht kommunizieren. Die NICHT-Entscheidung ist auch eine Entscheidung. Manchen ist das gar nicht bewusst. Entscheidung besteht aus ENT+SCHEIDUNG.

Scheidung bedeutet Trennung

Wir trennen uns also von etwas. Vielleicht sogar vom Hamsterrad oder deiner Komfortzone. Es ist deine ENT+SCHEIDUNG. Mir persönlich ist es lieber, ich entscheide mich selbst für etwas, als andere tun das für mich und beziehen mich gar nicht dabei ein. Ganz egal, ob ich damit einen Fehler mache oder nicht.

Entscheidung treffen kannst du lernen

Vielleicht stört dich gerade dieses Fehler machen. Den größten Fehler, den du machen kannst, ist Angst vor Fehlern zu haben und damit im Urzustand zu verweilen. Das kann dich in deinem Handlungsspielraum blockieren und dir einen besseren Weg verbauen. Deine Träume bleiben damit für dich außer Reichweite. 100 Prozent Perfektionismus ist unmöglich.

Entscheidungen bringen Entlastung

Ein Stein fällt vom Herzen
Ein Stein fällt vom Herzen | © by guidopeternell

Mit jeder Entscheidung nimmst du dein Leben selbst in die Hand. Unangenehme Entscheidungen machen dich stärker und erfolgreicher. Du lernst mit jeder getroffenen Entscheidung dazu und kannst immer besser abschätzen, ob die Entscheidung gut oder schlecht für dich ist. Und wenn die Entscheidung noch so unangenehm ist, ändert sich so lange nichts für dich, bis du sie getroffen hast.

Die Qual der Wahl

Wissenschaftler haben festgestellt, dass wir uns mit zunehmender Auswahl schwerer tun, eine Entscheidung zu treffen. Mehr Auswahl bedeutet, mehr Dinge miteinander vergleichen zu müssen. Das bedeutet mehr Aufwand, führt zu mehr Stress und dadurch zu schwieriger Entscheidungsfindung. Die Angst steigt, sich nicht für das Richtige zu entscheiden. Du kennst sicher auch Personen, die im Restaurant vor offener Speisekarte sitzen und sich nicht entscheiden können. Oder bist du vielleicht selbst eine dieser Personen?

9 Tipps, wie du leichter Entscheidungen triffst

Tipp 1: Erstelle eine +/- Liste

Eine solche Liste kannst du HIER kostenlos herunterladen. Sie hilft dir dabei, die Vor- und Nachteile deiner Situation gegeneinander besser abwägen zu können. Notiere alle Vor- und Nachteile, die dir einfallen. Verwende zum Ordnen deiner Argumente die zweite Seite der Liste. Ergänze sie durch die Wichtigkeit und Zielsetzung. Damit kannst du gut herausfiltern, welche Option dich am besten anspricht.

Tipp 2: Beschäftige dich mit den richtigen Fragen

Mit der oberen Liste hast du bereits einen guten Überblick. Ein solcher hilft dir bei deiner Entscheidungsfindung. Stelle dir dazu die folgenden Fragen:

  • Welche Möglichkeiten der Entscheidung habe ich?
  • Gibt es Alternativen dazu, die ich bis jetzt noch nicht beachtet habe?
  • Was sind die Konsequenzen der einzelnen Optionen?
  • Warum fällt mir die Entscheidung schwer?

Tipp 3: Übernimm Verantwortung

Wenn du dein Leben selbst bestimmen willst, dann solltest du dafür auch die Verantwortung für dein Leben und deine Entscheidungen übernehmen. Oft ist die mangelnde Entscheidungsfreudigkeit nur ein Drücken vor Verantwortung und deren Konsequenzen. Starte mit kleinen Entscheidungen, übernimm dafür die Verantwortung und steh dafür gerade.

Tipp 4: Nutz deinen Verstand und dein Bauchgefühl

Kluge Entscheidungen entstehen, wenn an ihnen der Verstand und das Bauchgefühl beteiligt sind. Verliebte spüren Schmetterlinge im Bauch. Ärger oder schlechte Nachrichten schlagen dir auf den Magen. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass unser Bauchgefühl das Gehirn beeinflusst. Hör deshalb darauf und bezieh es in deine Entscheidungsfindung mit ein.

Tipp 5: Füttere deine Angst mit Argumente

Du hast deine Entscheidung fast getroffen, deine mögliche Lösung gefunden, dein Bauchgefühl sagt auch ja und trotzdem hemmt dich deine Angst? Wenn dir trotz allem deine Zweifel keine Ruhe geben, dann betrachte die Situation unter folgender Prämisse: „Was kann durch die Entscheidung schlimmstenfalls passieren?“ Unter dieser Betrachtung kann die Situation schon weniger dramatisch aussehen und du kannst dir Gegenmaßnahmen überlegen.

Tipp 6: Lass den ersten Eindruck in die Entscheidung einfließen

Unangenehme Dinge werden gerne auf später verschoben. Wir alle haben einen inneren Schweinehund, der uns sagt, gerade keine Lust dafür zu haben. In der Fachsprache nennt man das Aufschieben Prokrastination. Um die besten Entscheidungen zu treffen, sollte man jedoch nicht lange damit zuwarten und den ersten Eindruck mitberücksichtigen. Je länger du darüber nachdenkst, desto unsicherer kannst du werden.

Tipp 7: Überschlaf deine Entscheidung

Oft trifft man die besten Entscheidungen im Schlaf. Dabei hat unser Unterbewusstsein großen Einfluss, da es komplexe Sachverhalte besser als der Verstand begreifen kann. Wichtige Informationen zur Entscheidungsfindung werden in der Nacht verarbeitet und am Morgen eröffnet sich dann ein klareres Bild für uns.

Tipp 8: Verzeih dir deine Fehlentscheidung

Verzweifle nicht an deiner Fehlentscheidung. Ich habe einige Fehlentscheidungen getroffen, die sogar schwerwiegend waren. Das hat mich aber nie daran gehindert, weitere Entscheidungen zu treffen. Für mich war dabei immer wichtig, herauszufinden, welche Faktoren dazu geführt haben und diese Fehlentscheidungen kein zweites Mal zu tätigen.

Tipp 9: Halt durch

Aufgeben war für mich nie eine Option. Wenn ich mich für etwas entscheiden habe, dann habe ich es durchgezogen. Gib nicht auf das zu tun, was du dir vorgenommen hast. Es bringt dich weiter, macht dich stärker und erfolgreicher. Lass dich nicht davon abbringen. Dieser Beitrag hilft dir dabei.

Starte gleich jetzt damit: „Für deinen Erfolg!“

Dein täglich Entscheidungen treffender

Guido – Autor: Guido Peternell

P.S.: Entscheidungen treffen lernst du durch möglichst viele Entscheidungen.

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