Die guten alten Zeiten 1

Wir alle wissen, dass die Fahrschülerzahlen weit unter denen sind, die in der Fahrschulbranche in den Jahrzehnten vor dem Fall der Bedarfsfrage für volle Schulräume sorgten. Trotzdem kenne ich unter den österreichischen Fahrschulbetreiber(innen) so manche(n) der/die von den „Guten alten Zeiten“ reden und diesen nachtrauern. Ich bin jetzt bereits über 30 Jahren in der Fahrschulbranche immer den Weg gegangen, nicht nur zu reden, sondern zu TUN, was mich auch ein UnterNEHMER statt UnterLASSER werden ließ. Dieses TUN können Sie bereits in diesem Blog erkennen.

Was ist nun der Sinn und Zweck dieses Blogs?

blog_Info001-1Der Sinn und Zweck dieses Blogs ist, Sie über verschiedene Praktiken in unserer Branche (gute oder schlechte, erfolgreiche oder nicht erfolgreiche) zu informieren. Dies kann in weiterer Folge dazu beitragen, das immer noch nicht gute Image der Fahrschulen in unserer Bevölkerung zu verbessern und aufzumöbeln. Unser aller Ziel sollte es sein, die Meinung der Bevölkerung positiver auf unsere Fahrschulen einzustellen.

Statistik

blog_Statistik001-2Auf Österreichs Straßen kamen laut ORF.at noch nie so wenige Personen ums Leben wie im Jahr 2010 (Weniger Verkehrstote 2010). Dabei sind die tödlich Verunglückten 548 Personen um 548 Personen zu viel (BM.I Verkehrsunfallstatistik). Auch wenn es um 13 Prozent weniger Tote sind als im Jahr 2009, verdeutlicht uns die Statistik, wie immens wichtig unsere Aufgabe im Bereich der Verkehrserziehung ist. Wie wichtig unser Auftrag ist reife, kompetente und rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer heranzubilden.

Betrachtet man die Statistik insgesamt, dann sind die unter 30- jährigen (176) und die über 60-jährigen (166) die größten Gruppen mit Verkehrstoten. Die unter 30- jährigen haben wir als größte Zielgruppe in unseren Fahrschulen. Und für die über 60-jährigen sollten wir unsere Angebote ausbauen.

Hoffentlich sehen auch Sie an an diesen Daten, dass die Fahrschule nicht nur die Aufgabe hat, den Jugendlichen zum Führerschein zu verhelfen, sondern sehr wohl auch einen Auftrag des Gesetzgebers und der Eltern nachzukommen hat, ihre Sprösslinge zu sicheren Verkehrsteilnehmern auszubilden.

Als Branchenkenner liegt mir nichts so fern, wie die Verbreitung von negativen Schlagzeilen. Schließlich liegt gerade im Gegenteil, im positiven Denken und der Motivation von Menschen meine größte Stärke.

blog_Auge001-2Doch um Herausforderungen begegnen zu können, müssen wir denen zunächst realistisch ins Auge sehen. Nicht umsonst spricht der Gesetzgeber vom Kampf gegen die Verkehrsrowdies, gegen alkoholisierte Verkehrsteilnehmer, von standardisierter Fahrlehrerausbildung, von der Ausbildung der Führerscheinprüfer und dgl. Und so nebenbei wird auch von der Vereinheitlichung der Ausbildungsqualität gesprochen.Nur gehandelt wird nicht danach, denn Qualität kostet und der Führerschein sollte ja nichts kosten. Auch wenn dabei die eine oder andere Fahrschule den Löffel abgeben muss.

Krempeln wir also unsere Hemdsärmel hoch und schreiten wir zur Tat, denn die immer schnellerlebigere Zeit mit ihren enormen Entwicklungspotentialen (facebook, twitter, XING …) wartet nicht darauf, bis wir uns entschieden haben, sondern bestraft uns, wenn wir zu langsam sind.

blog_Demographie001-2Angesichts der demografischen Entwicklungen sind wir gefordert, neue Wege  zu gehen. Grundlegend neu ist daran gar nichts, doch die Art und Weise in der wir die Dinge betrachten, reorganisieren und benutzen, lässt vieles in gewissem Maße neu erscheinen.

Eines ist sicher: Wenn wir einen Schritt zurücktreten und uns einen gesamten Überblick über die heutige Fahrschulbranche verschaffen, bietet sich uns im Vergleich zu vergangenen Jahren ein völlig verändertes Bild.

Unsere Branche wird von einer zuvor nicht gekannten Dynamik geprägt. Im Gegensatz zu früher wird die Fahrschulbranche heutzutage von unterschiedlichsten Strömungen beeinflusst, die ihr ein neues Gesicht verleihen. Werfen wir einen Blick auf die vier Hauptfaktoren, die das Gesicht unserer Branche nachhaltig verändern:

1. Die Konkurrenz

blog_Konkurrenz001-2Die Mitbewerber sind wesentlich gerissener als früher. Publikationen und Weiterbildungsmaßnahmen heben den allgemeinen Wissensstand und schaffen eine konkurrenzfähigere Umgebung, die weniger Überraschungsmomente gestattet. In einer wettbewerbsmäßig heranreifenden Branche treffen wir auf anspruchsvollere Mitbewerber, die aus früheren Fehlern gelernt haben und die in vielen Bereichen professionelle Berater heranziehen. Alles in allem ist der Wettbewerb härter als je zuvor. Die Tage des schnellen Erfolgs aufgrund fehlender oder schwacher Konkurrenz sind vorbei.

2. Die Kunden

blog_Kunden001-2Im Vergleich zu früher sind die Kunden heutzutage viel besser informiert. Sie sind auf vielen Gebieten sehr belesen. Manche kennen sich sogar besser aus als der eine oder andere Fahrlehrer – das ist eine ganz neue Herausforderung!

Internet, facebook, twitter, iPhone, BlackBerry, iPod, iPad und viele andere Medien haben das Verbraucherbewusstsein zusätzlich geschärft. Sie informieren unsere Kunden auf unterschiedlichste Weise. Im Gegensatz zu früher sind die Kunden heute anspruchsvoller und definitiv wählerischer.

Außerdem breiten sich neue Wertvorstellungen im Land aus. Durch die „Geiz ist geil“-Unsitte gehen die Leute behutsamer mit ihrem Geld um, als sie es zuvor über lange Zeit taten. Die Zeit des sorglosen Geldausgebens ist vorbei und wir werden jetzt mit Kunden konfrontiert, die wesentlich mehr für ihr Geld verlangen und die deshalb beim Konsumieren einer Führerscheinausbildung einen echten Gegenwert für ihren Geld-Einsatz erwarten.

3. Äußere Faktoren

blog_Wirtschaftskrise001-2Jeder weiß, dass in Wirtschaftskreisen gegenwärtig ein rauher Wind weht und dass wir durch Wirtschaftskrise und dgl. einer gewissen Rezession ausgesetzt sind. Das hat viele Menschen misstrauisch werden lassen; auch die, denen es gut geht. Die größten Sorgen macht man sich um die Zukunft und darüber, dass die meisten Versprechungen nicht eingehalten werden.

Vermeintlich hohe Führerscheinkosten veranlassen viele Interessenten dazu, sich die Sache zweimal zu überlegen und Wege zu finden, billiger zur rosaroten Führerscheinkarte zu kommen. Dies gibt wiederum einigen schwarzen Schafen in unserer Branche die Möglichkeit, unqualifizierte Praktiken zu betreiben, und somit den Ruf der Branche bewusst oder unbewusst zu schädigen.

4. Die Herausforderung

blog_Herausforderung001-2Auf uns lastet jetzt der Druck, diese offensichtlichen Probleme in Chancen umzuwandeln. Wir müssen die derzeitige Situation näher untersuchen und für unsere Fahrschule eine Zeit des Wachstums folgen lassen. Wie bei jeder neuen Herausforderung ist es an der Zeit, nach neuen Lösungen und Geschäftspraktiken zu suchen:

Erreichung angestrebter Ziele bei gleichzeitiger Überwachung

  • der Unkosten,
  • der DienstleistungsQUALITÄT und
  • der Steigerung des Deckungsbeitrages, notfalls bei gleichbleibender Anmeldestatistik.

Dies bedeutet, dass wir uns auf unsere wichtigsten Aufgaben konzentrieren, sowie Qualität und echten Gegenwert bieten müssen. Damit begegnen wir der allgemeinen Angst vor hohen Preisen. Freue mich über jedes Feedback über die Kommentarfunktion.

Fortsetzung: Die guten alten Zeiten 2

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