Ablenkung – bestimmt diese deinen Arbeitsalltag?

Ablenkung betrifft jeden von uns. Egal ob Unternehmer oder Mitarbeiter. Die wenigsten von uns konzentrieren sich auf ihre Ziele. Und noch weniger arbeiten täglich entsprechende Zeit daran, diese mit genügend Aufmerksamkeit zu erreichen.

Ablenkung ist allgegenwärtig.

ablenkung01-2Du erkennst die Ablenkung am besten, wenn deine To-do-Liste nicht kleiner wird. Was ist jedoch der Grund dafür? Bist du zu undiszipliniert? Verfolgen dich zu viele Zeitdiebe? Bist du jemand, der sich gerne ablenken lässt oder bist du jemand, der andere gerne ablenkt? Wie gehst du mit den sozialen Medien um? Hier eine Facebook-Nachricht, dort ein WhatsApp Beitrag. Dabei müsstest du dich doch auf deine Arbeit konzentrieren – oder?

Ablenkung durch soziale Medien

ablenkung-smartphone01-3Hast du Facebook, Google Plus, twitter, YouTube, vimeo, XING & Co auch auf deinem Smartphone installiert? Ich habe all diese Medien von meinem Smartphone verbannt, da mir die Ablenkung dadurch zu groß geworden ist. Ganz abgesehen vom Suchtpotenzial, die solche Apps auf dem Smartphone haben. Sie haben mich in der Konzentration auf Dinge, die mich meinen Zielen näherbringen, zu stark behindert.

Bestimmt angeblich dringendes deinen Alltag?

ziel-verblasst01-4Unwichtiges lässt deine Ziele verblassen und in weite Ferne rücken. Angeblich dringendes bestimmt deinen Alltag. Die Ablenkung nimmt ihren Lauf. Prioritäten werden außer Acht gelassen. Unwichtiges wird vorgezogen. Wichtiges bleibt liegen. Zeitdiebe nehmen dich in Geiselhaft, ohne dass du es merkst. E-Mails, Messenger-Nachrichten, Telefonate, Besucher, Besprechungen, Termindruck beherrschen deinen Arbeitsalltag genauso wie Aufschieberitis, keine Prioritäten, Papierkram, unklare Zielsetzung, mangelnde Selbstdisziplin und vieles mehr.

Der Sägezahneffekt

saegeblatt-effekt01-3Jede Unterbrechung – und ist sie auch noch so kurz – sorgt für Ablenkung. Nach solchen kannst du dich erst mit Verzögerung wieder auf deine Arbeit konzentrieren. Das nennt man den Sägezahneffekt (Konzentration aufbauen – Störung – Konzentration im Keller und muss wieder neu aufgebaut werden). Dadurch brauchst du auch für routinierte Arbeiten länger, als ohne Ablenkung. Ganz egal welche Störungen deinen Arbeitsalltag begleiten, für die Konzentration auf gewisse Arbeiten wirken sie sich negativ aus. Wahrscheinlich heißen sie deshalb Störung, weil sie uns bei unseren Tätigkeiten stören.

Was lernen wir also daraus?

lebenszeit01-8Ablenkung kostet Zeit. Zeit, die du vergeudest ist verloren und kommt nie wieder zurück. Es ist also verlorene Lebenszeit. Jetzt höre ich dich schon sagen: „ABER, ich hab‘ ja sooo einen Stress!“ Haben wir den nicht alle? Wo doch die Datenmenge und die Zahl der E-Mails täglich zu nehmen. Wo wir doch auf Anfragen immer schneller antworten sollen. Wo auch im privaten Umfeld die Erwartungshaltung mit Möglichkeiten, Angeboten, Erwartungen an die Gesundheit, Fitness oder perfekte Familie steigt.

Ständig besser werden

staendig-besser-werden01-2Das einzige was ich daraus lerne und gelernt habe ist, ständig besser zu werden und Ablenkung so gut es geht zu vermeiden. Und das ist keine Option, sondern ein Muss, wenn wir nicht im Stress ertrinken wollen. Eine Online-Studie zur Arbeitseffizienz im deutschsprachigen Raum im Jahr 2013 ergab, dass die Bearbeitung von E-Mails einen Tag pro Woche dauert. Dabei werden in dieser Studie 30 % der E-Mails als unproduktiv empfunden und 2/3 der E-Mails auch sogar außerhalb der Arbeitszeit beantwortet. Die schlechte Nachricht: Die Zahl der E-Mails verdoppelt sich alle zwei Jahre.

Arbeit an der Selbstdisziplin

selbstdisziplin01-3Es gibt viele Arten von Zeitmanagement-Systemen. Ich habe sie (fast) alle ausprobiert. Sie sollten mein Problem mit der Ablenkung lösen. Ich wurde Meister der Zeitplanung. Ständig übertrug ich unerledigte Aufgaben auf den nächsten Tag. Dadurch wurde meine To-do-Liste immer länger bis ich gefangener der Uhr wurde. So ganz heimlich erhöhte sich mein Blutdruck, bis mein Hausarzt die für mich richtigen Worte fand.

Ich saß auf dem Überholstreifen der Autobahn

autobahn01-3Mein Hausarzt sagte: Mit deinem Gesundheitszustand sitzt du auf dem Überholstreifen der Autobahn und wartest nur, bis dich ein Auto abschießt. Die Erkenntnis daraus war, dass keines meiner Zeitplanungssysteme meine Probleme nicht lösen kann. Meine Herausforderung „Selbstdisziplin“ konnte und kann nur ich selbst lösen. Bisher machte ich alles für meine Kunden, wollte jedermanns Liebling sein, machte fast nichts für mich und meine Familie.

Liebst du das Leben?

liebe-mein-leben01-3Wenn du dein Leben liebst, dann vergeude keine Zeit, denn die ist dein Leben. Dieser Spruch von Benjamin Franklin hält dir vor Augen, wieviel deiner Kostbaren Lebenszeit durch Ablenkung verloren geht. Mir hat er und die Worte meines Hausarztes die Augen geöffnet, dass ich mein Leben diesbezüglich total und im ersten Augenblick auch schmerzhaft umgestellt habe.

Von fremd- auf selbstbestimmt umgestellt

selbstbestimt01-3Ich habe Verträge, die ich auf 10 Jahre abgeschlossen hatte, vorzeitig gekündigt. Dadurch verlor ich mit einem Schlag 2/3. meiner Kunden. Was dies finanziell bedeutete, kannst du dir sicher vorstellen. Das Schöne daran ist, dass ich dir jetzt diese Zeilen schreiben kann. Ich habe damals mein Leben von fremdbestimmt auf selbstbestimmt umgestellt. Von 100% Arbeit auf 40% Arbeit, 25% Gesundheit (Fitness), 25% Familie und 10% Lebenssinn.

Mehr darüber in der nächsten Ausgabe „Zeit und deren Einfluss auf dein Leben“.

PS: Ich freue mich auf dein Feedback unten in der Kommentarfunktion.

– Autor: Guido Peternell

2 Gedanken zu „Ablenkung – bestimmt diese deinen Arbeitsalltag?

  1. Katrin Simokat-Weber

    Danke für diese sehr nachdenkenswerten Worte. Bei mir ist es zwar nicht so sehr die Ablenkung, aber das immer etwas mehr aunnehmen als ich – im Einklang mit mir selber – schaffen kann.
    Umdenken beginnt im eigenen Kopf und deine Zeilen geben wieder einen Schubs, mich selber zu hinterfragen, warum ich so handle. Und wie ich es ändern kann und mich trozdem gut fühle.
    Aushalte, auch mal einen Kunden nicht sofort “ befriedige“.
    Mein inneres Kind und ich sind aber dran….

    Danke für deine immer wieder wachrüttelnden Zeilen

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    1. Guido Peternell Beitragsautor

      Servus Katrin,

      danke für dein Feedback. Ja das sollen meine Worte, wachrütteln, nachdenken und wo Veränderungsbedarf ist auch ins Handeln kommen.

      Auch ich brauche immer wieder solche Anschübe. Deshalb bilde ich mich ständig weiter. Dabei werde ich entweder darin bestätigt, dass ich schon am richtigen Weg bin oder wachgerüttelt, dass ich Verbesserungsbedarf habe. Du siehst also, dass jeder von uns diverse „Schubs“ braucht.

      Viel Erfolg bei der Umsetzung und liebe Grüße
      Guido 🙂

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