5 Erfolgsverhindernde Eigenheiten

Wir Menschen wollen unseren eigenen wie auch Ansprüchen und Bedürfnissen der Öffentlichkeit gerecht werden. Eigenheiten und Gewohnheiten beeinflussen dieses Wirken. Im Beitrag vor einer Woche ging es um 6 Gewohnheiten, die deinem Erfolg im Wege stehen. Heute geht es um weitere erfolgsverhindernde Gewohnheiten oder Eigenheiten.

5 Erfolgsverhindernde Eigenheiten

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Eine der Eigenheiten ist, dass Erfolge selten über Nacht kommen. Wie oft träumen wir vom Durchbruch, der uns endlich den gewünschten Erfolg bringt. Kaum bringen erste oder wenige Versuche bereits den erwünschten Erfolg. Thomas Alva Edison brauchte über 1000 Versuche, um eine marktreife Glühbirne zu entwickeln. Das bedeutet, dass wir uns täglich in unserem Wirken verbessern und nicht in Routine verfallen sollten.

Von nichts kommt nichts! Wenn du täglich kleine Fortschritte machst, dann kommen die großen Ergebnisse von alleine. Deshalb ist es unabdingbar, für die Zukunft zu planen, ohne auf die täglichen Zwischenziele zu vergessen. Die tägliche Arbeit an deinen Zielen bringt dich diesen unaufhaltsam näher. In der Folge findest du 5 erfolgsverhindernden Eigenheiten:

Jedermanns Liebling sein

Kennst du die Motive, die dich antreiben? Ist eines davon, es allen recht machen zu wollen? Wenn du diese Frage mit ja beantwortest, dann solltest du über deine Glaubenssätze (Eigenheiten) nachdenken. Glaubst du nur dann wertvoll zu sein, wenn alle mit dir zufrieden sind? Kannst du deshalb nicht „Nein“ sagen? Hast du Angst, mit deinem Nein abgelehnt zu werden?

Auch ich hatte diese Eigenheit. Ich hatte vor allem in der Anfangsphase meiner Selbstständigkeit Angst, nicht genug geliebt zu werden. Dadurch wollte ich einfach jedermanns Liebling sein. Das Ergebnis davon war, dass ich mir selbst wie ein Wendehals ohne eigene Positionierung vorkam. Bis ich lernte, meine Meinung, die ich ja hatte, auch zu vertreten.

Everybody’s darling is everybody’s Depp. (Franz Josef Strauß)

Heute ist es mir schnuppe, was andere von mir denken oder erwarten. Ich habe meine eigenen Bedürfnisse, die mit zunehmender Persönlichkeit eine immer größere Rolle in meinem Leben spielen. Ich fühle mich nicht mehr für andere verantwortlich. Wenn ich jemandem meine Ratschläge und Tipps gebe, die ihn in seinem Wirken weiterbringen und dieser befolgt sie nicht, dann ist es nicht mehr mein Problem, sondern seines.

Es gibt Leute, die meine Beiträge, Tipps und Empfehlungen mögen. Es gibt aber auch Leute, die mich und mein Wirken nicht ausstehen können. Ich weiß, dass ich nicht (mehr) jedermanns Liebling sein kann und will es auch gar nicht sein. Das ist ganz natürlich. Deshalb versuche ich authentisch zu bleiben. Ich arbeite an mir und versuche mit meinem Know-how, Nutzen zu geben. Ich bin sogar stolz darauf, wenn mir diverse Leute kritisch gegenüberstehen. Das gibt mir das Gefühl, etwas Wichtiges zu tun.

Alles kontrollieren zu wollen

Wenn du Soziale Medien-Profile hast solltest du wissen, dass nicht alles kontrollierbar ist. Dort werden unaufhörlich Informationen über dich gesammelt, werden Freunde von dir gefunden, wird allen gesagt, wo du dich gerade befindest, Fotos von dir verlinkt und vieles mehr. Glaubst du, dass das Chaos ausbricht, wenn du nicht alles unter Kontrolle hast? Bist du ein Kontrollfreak? Ist das eine deiner Eigenheiten?

Es ist unglaublich anstrengend, immer alles unter Kontrolle haben zu wollen. Im Leben gibt es zu viele Variablen, die nicht berechnet werden können. Hab keine Angst und vertraue, dass es das Leben gut mit dir meint. Vergiss den Perfektionismus, den ich bereits im vorigen Beitrag behandelt habe. Ständige Kontrolle macht dich und andere kaputt!

Spar dir die Kraft, Energie und Zeit, die du zur Kontrolle aufwenden musst. Spar dir den Streit und die Auseinandersetzungen, die dir viel Kraft kosten und unnötigen Stress bringen. Gib deinem Umfeld die Chance, eigene Erfahrungen zu machen. Du kannst niemandem eine Erfahrung ersparen. Motiviere sie dazu, ihr Leben selbst in Griff zu bekommen und dafür Verantwortung zu übernehmen. Kontrolliere deine eigene Einstellung!

Multitasker zu sein

Im Hintergrund läuft das Radio, am Telefon bittet ein Fahrschüler um Rat und am Rechner wartet eine E-Mail auf dringende Beantwortung. Bist du auch jemand der versucht, mehrere Sachen gleichzeitig zu erledigen? Eine Eigenheit, die ich nicht empfehlen kann. Psychologische Experimente zeigen, dass überlappende Entscheidungsprozesse die Bearbeitungszeit und die Fehlerquote steigern.

Hierzu eine kleine Geschichte von mir. Ich war in meinem Auto von Leoben nach Liezen unterwegs. In der Nähe von St. Michael bekam ich einen wichtigen Anruf und telefonierte über die Freisprecheinrichtung mit einem meiner Kunden. Das Ergebnis war, dass ich die Autobahnabfahrt nach Liezen übersah und in Knittelfeld wieder umdrehen musste.

Doch die Geschichte geht weiter. In Knittelfeld, wieder auf der Autobahn, bekam ich wieder einen Anruf. Ich telefonierte und fuhr in St. Michael wieder an der Ausfahrt nach Liezen vorbei. In Leoben kehrte ich wieder um und fuhr ein drittes Mal nach Liezen. Diesmal ohne Telefongespräch und deshalb übersah ich die Ausfahrt nach Liezen nicht mehr.

Jetzt soll mir jemand sagen, dass Telefonieren während der Autofahrt nicht gefährlich ist. Autofahren und gleichzeitiges Telefonieren ist auch Multitasking. Diese Eigenheit schadet deiner Produktivität. Erfolgreiche Menschen üben sich im Fokussieren und konzentrieren sich auf ihre eine, unmittelbare Aufgabe zur selben Zeit. Sie lassen sich nicht ablenken.

Ja-Sager zu sein

Der Autor James Allen sagte: „Wer wenig schaffen will, muss wenig opfern. Wer viel schaffen will, muss viel opfern. Wer sehr hohe Ziele hat, muss extrem viel opfern“.

Was wollte James Allen damit ausdrücken? Erfolgreiche Menschen wissen genau, dass sie sich auf ihre Aufgaben konzentrieren müssen, um Erfolg damit haben zu können. Sie wissen ganz genau, dass manche Aufgaben nicht in ihren Wirkungsbereich fallen und sie deshalb dazu schlichtweg „Nein“ sagen müssen. Nur dadurch können sie viel erreichen. Es kann gut sein, dass du dadurch kurzfristig vielleicht etwas Sympathie einbüßt. Langfristig zahlt es sich jedoch aus, Dinge abzulehnen, die dich deinen Zielen nicht näherbringen.

Viel Zeit mit den falschen Leuten zu verbringen

Die Menschen, mit denen du viel Zeit verbringst, formen dich. Deshalb solltest du deine Zeit mit Leuten verbringen, die dich im Leben weiterbringen. Das sind Menschen, die ähnliche Ziele haben wie du. Idealerweise sind es Menschen, die schon da sind, wo du hinwillst. Oder anders gesagt Menschen, die das schon erreicht haben, was du erreichen willst.

Vermeide also Menschen, die dir Energie rauben, deine Zeit vergeuden und dich von deinem Weg abbringen. Wähle deine Lebensbegleiter danach aus, inwiefern sie dich unterstützen, dich im Leben voranzubringen. Suche dir Freunde und Bekannte, bei denen du dich gut fühlst. Höre dabei auf dein Bauchgefühl.

„Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst“. Jim Rohn.

Für deinen Erfolg!

Dein hatte heute einen tollen Freitag

Guido 🙂 – Autor: Guido Peternell

P.S.: Große Werke werden nicht durch Gewalt, sondern durch Ausdauer vollbracht. Derjenige, der mit Entschlossenheit drei Stunden pro Tag vorangeht, wird in sieben Jahren eine Entfernung so groß wie den Erdumfang hinter sich bringen. (Samuel Johnson)

P.P.S.: Ich freue mich auf dein Feedback.

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2 Gedanken zu „5 Erfolgsverhindernde Eigenheiten

  1. Jörg Thalhamer

    Hallo Guido!

    Bin bei allen Punkten voll auf deiner Seite. Vor allem der Punkt „Alles kontrollieren zu wollen“ hat mir früher zu schaffen gemacht. Das bringt wirklich gar nichts.

    Danke für den Blog!

    Liebe Grüße,

    Jörg

    Antworten
    1. Guido Peternell Beitragsautor

      Servus Jörg,

      vielen Dank für dein Feedback. Schön dass ich dich mit meinen Punkten bestätigen konnte. Ich habe schon sehr früh gelernt, nicht alles kontrollieren zu können. Wichtig sind ein roter Faden und Vertrauen, um dadurch der Individualität wie auch Kreativität freien Lauf zu lassen. Dieses Verhalten produziert Mitstreiter als Mitarbeiter.

      Sehr gerne, es freut mich, mit meinem Blog zum „(noch) erfolgreicher werden“ beitragen zu können.

      Liebe Grüße aus Villach
      Guido 🙂

      Antworten

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