Sehr geehrte Damen und Herren,
eine weitere Woche ist vergangen. Nur das Thema ist gleich geblieben. Wie werde ich mit meiner Fahrschule erfolgreicher? Zu diesem Thema haben mich seit dem Start der Serie über 80 Feedbacks erreicht. Ich bedanke mich herzlich dafür, denn damit tragen Sie viel zu diesem Thema bei machen es sogar interaktiv. In der Folge präsentiere ich Ihnen weitere konstruktive Feedbacks, ergänzt durch meine Kommentare. Ich freue mich, dass Sie wieder dabei sind und vor allem, dass Sie dieses Thema so berührt. Um den Blog weiter spannend zu halten habe ich die eingesendeten Beiträge ein wenig gekürzt und danke den Verfassern, für ihr Verständnis.
Zu Kooperation unter Kollegen bekam ich folgendes Feedback:
„Jeder von euch kennt Gaststätten-, Restaurant- und Hotelbesitzer. Jeder von denen kann nur etwas dazulernen wenn er mit ähnlichen Betrieben kommuniziert. Und die finde ich nicht in meiner Nachbarschaft. Da muss ich aus meiner gewohnten Umgebung raus. Mein Tipp: Sucht euch Fahrschulen ähnlicher Größe in anderen Städten und tauscht Euch mit diesen Kollegen/innen aus.“
Danke für dieses konstruktive Feedback. Auch ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und verschiedensten Branchen, sehe da und dort interessante Dinge und denke mir immer gleich dabei, wie kann ich das in der Fahrschul-Branche umsetzen? Aus diesem Grund haben wir in unserer Beratung auch einen Gebietsschutz integriert, damit sich bei wie wir es nennen Netzwerktreffen oder Prozessgruppen Mitbewerber nicht über den Weg laufen. Und diese Treffen mit gleichgesinnten weiter entfernten sind und waren immer sehr beliebt und erfolgreich. Die Tippempfänger müssen selbst erst in sich gehen und persönlich offener werden. Sie müssen lernen, von Kollegen etwas anzunehmen. Sie müssen lernen, zuerst etwas zu geben und dann erst zu nehmen. Und sie müssen lernen, sich auszutauschen. Wann beginnen Sie damit? Warum nicht gleich heute?
Zum Thema Weiterbildung schrieb mir eine Fahrschulbetreiberin:
„Lieber Guido, mit großem Interesse lese ich Ihre Artikel und habe schon viele Denkanstöße bekommen. Vielen Dank dafür. Z.B. die Mitarbeiter-Weiterbildung: Ich würde ja liebend gerne meine Mitarbeiter sinnvoll weiterbilden, nur kann ich nirgends entsprechende, gute Seminarangebote finden, die auf unsere Branche passen würden. Alles zielt ausschließlich auf §33 Pflichtfortbildungen.“
Ich kenne das Problem. Es gibt jedoch viele gute Weiterbildungen, die nicht speziell auf die Fahrschulbranche abgestimmt sind. Solche Weiterbildungen müssen auch nicht spezielle auf die Branche abgestimmt sein, womit wir wieder beim „über den Tellerrand schau‘n sind!“ Eine davon ist Jürgen Höllers Power-Day. Den sollten Sie mal mit Ihren Mitarbeitern besuchen. Dort lernen Sie und Ihre Mitarbeiter ohne den ständigen §33 Pflichtfortbildungen (noch) „erfolgreicher sein“.
Hier empfehlenswerte Anbieter samt Links:
Empfehlenswert ist auch, sich mit Kollegen außerhalb Ihres Einzugsgebietes gemeinsam solche Referenten zu engagieren. Dadurch werden die Ausbildungen leistbarer und Sie können mit allen Mitarbeitern daraus Nutzen ziehen.
Thema Werbung mit Unterricht
Danke an den Verfasser dieses Kommentars. Er schrieb: „Hallo Guido, erstmal danke für deine Beiträge. Sie haben mir schon geholfen das eine oder andere zu verändern. Bei uns ist es so, dass wir durch guten Theorie-Unterricht Werbung machen. Kannst du das Thema mal aufgreifen denn ich denke das da viel Potenzial drin steckt, um erfolgreicher zu werden. Leider bin ich ausgefahren und würde da mal Inspiration brauchen.“
Der Theorie-Unterricht ist ein weiteres kleines Mosaiksteinchen, um sich vom Mitbewerber abzuheben. Er ist sehr wichtig, muss jedoch immer in Verbindung mit professionellem Verkauf dieser außergewöhnlichen Leistung gesehen werden. Ihnen nützt der bestens inszenierte theoretische Unterricht nichts, wenn er nicht entsprechend verkauft wird. Damit sind wir wieder beim Thema Positionierung und deren kontinuierlicher Kommunikation.
Zum Thema außergewöhnlicher Unterricht haben wir in Österreich mit der Fachfrau Mag. Claudia Dostal von der Brainbox® suggestopädischen Unterricht in Fahrschulen gebracht. Bei Interesse finden Sie hier Infos zu den Suggestopädischen Ausbildungen 2012 nach den Richtlinien der DGSL. Der Vorteil dieser Fachfrau ist durch unsere gemeinsamen Fahrschul-Projekte der starke Bezug auf Fahrschulen. Da dieses Thema sehr umfangreich und interessant ist, werde ich es nach dieser Artikelserie hier in meinem Blog weiter behandeln.
Zum Thema Vorbild folgendes Feedback
„Hallo Guido, wie soll die Fahrschule erfolgreich werden wenn der Kopf sprich der Leiter oder das Personal das Problem sind. Ständig reden wir über die Jugend. Kotz! Aber der Fahrlehrer, dessen Kleidung, sein Körper lassen zu wünschen übrig. Er raucht, er treibt keinen Sport, er war schon lange nicht beim Friseur, seine Aussprache ist fürchterlich, seine Geduld nur ein Schlagwort und sein Auftreten – welches? Um Himmelswillen Guido, was da ab und an im Auto sitzt oder wie mit den Fahrschülern gesprochen wird, schreit zum Himmel. Wer Menschen ausbilden will und sie lehren will, soll Vorbild sein. Nur in einem gesunden Körper sitzt der gesunde Geist. Schreib diesen Satz in deine Themen. Missgunst, Nörgelei, Feindseligkeit, Stumpfsinn und Geldgeilheit, das ist die Realität.“
Danke dem Verfasser für diesen Beitrag. Ich kann ihm in vielen Bereichen nur zustimmen. Manche Fahrlehrer ähneln diversen Perchten, die man eher zur Krampuszeit einsetzen sollte. Es ist die Minderheit aber es gibt sie. Dazu fällt mir folgender passender Spruch ein: „Wie der Herr, so das Gscher!“ Ist oft schlimm was da in manchen Fahrschulen auf die Kunden losgelassen wird. Auch wenn der eine oder andere jetzt auf mich böse ist: Das Problem ist immer der Chef! Ja, der Chef, denn der stellt solche Personen ein, denn der sagt ihnen bei unpassender Kleidung oder Frisur nicht, dass sie das ändern sollen. Der Chef schickt seine Mitarbeiter nicht zu für viele notwendige Kommunikationstrainings und vieles mehr.
Dabei ist es doch so einfach. Wenn Sie als Chef sehen, dass einer oder mehrere Ihrer Mitarbeiter sich nicht pflegen oder nicht dem Beruf gebührend auf ihr Äußeres achten, dann habe Sie als Verantwortlicher des Unternehmens die Pflicht, mit diesen Mitarbeitern zu sprechen und für eine Änderung zu sorgen. Mit solchen Leuten kann man keine Premiumpreise erzielen. Mit solchen Leuten können Sie sich nur als Geisterbahn-Fahrschule positionieren.
Und jeder der sich jetzt betroffen fühlt, der sollte in sich gehen und sich fragen, warum er sich betroffen fühlt. Und dann sollte er kritisch in den Spiegel blicken und etwas für sein gepflegtes Äußeres tun. Sie verdienen mit Menschen Geld und dementsprechend müssen sie als lehrende auch wirken. Da auch dies ein wichtiges Thema für den Erfolg einer Fahrschule ist, werde ich es am Ende dieser Serie in einem eigenen Beitrag in diesem Blog behandeln.
Ihr
Guido Peternell
PS: Sie können mir gerne Ihre Meinung kundtun. Ich freu mich über jeden Kommentar.




Hallo Guido, sehr schöner Beitrag.
Coaching fängt immer bei uns selbst an. ” In einem gesunden Körper sitzt auch ein gesunder Geist”.
In der Praxis bedeutet das: Idealgewicht durch kontrolliertes Essen, viel Laufen oder …, Kosmetikstudio ab 40:), auch ein älterer Fahrlehrer/in kann gepflegt & kompetent wirken.
Denn: Der erste Eindruck zählt bei Kunden & deren Eltern, Geschäftspartnern, & dem öffentlichen Auftreten.
Bsp.:
1. Ein Fahrlehrer steigt an einer Tankstelle aus & nebenan ein Geschäftsmann/ eine Geschäftsfrau.
2. Ein Fahrlehrer und ein “Autoverkäufer” stehen nebeneinander im Verkaufsraum des Autohändlers….;)
Wer ist wohl der Fahrlehrer?
Lg aus dem Schwarzwald
Servus Dietbert,
wie RECHT du hast. Es deckt sich jedoch nicht mit vielen Outfits deiner Kollegen, die ihren wirklich schweren Beruf durch “NUR Sitzen und Essen” für sich erträglicher machen. Der Spruch “In einem gesunden Körper sitzt auch ein gesunder Geist” hat beinhaltet viel wahres.
Ich kann es auch sehr oft beobachten, dass man Fahrlehrer sehr leicht von Personen diverser anderer Berufsgruppen unterscheiden kann. Dass das das Image der Branche nicht gerade hebt ist die eine Sache. Die andere Sache ist, dass das jeder Fahrlehrer für sich selbst entscheiden muss. “Bin ich mit mir und meinem äußeren zufrieden, wenn ich in den Spiegel schau und auf der Waage stehe?”
Manchen täte eine gesunde Eitelkeit gut. Auch der Branche täte sie gut.
Du bekommst keine 2. Chance für den ersten Eindruck.
Liebe Grüße aus Kärnten
Guido